Apple und Google schließen kritische Sicherheitslücken

Apple schließt über 35 Lücken in iOS 26.3, darunter eine aktiv genutzte Zero-Day-Schwachstelle. Auch Android-Hersteller verteilen kritische Patches, um Nutzer vor Angriffen zu schützen.

iOS 26.3 und Android-Patches schützen vor aktiv genutzten Schwachstellen – Nutzer sollten sofort aktualisieren.

Die beiden Tech-Giganten Apple und Google haben diese Woche dringende Sicherheitsupdates für ihre mobilen Betriebssysteme veröffentlicht. Sie reagieren damit auf Dutzende kritischer Schwachstellen, von denen mindestens eine bereits für gezielte Angriffe genutzt wurde. Für Millionen Smartphone-Nutzer gilt nun: Sofort updaten.

iOS 26.3: Notfall-Patch für über 35 Lücken

Apples Update iOS 26.3, das am 11. Februar erschien, ist einer der wichtigsten Sicherheitsreleases des Konzerns seit Monaten. Es schließt über 35 Sicherheitslücken – darunter eine besonders brisante Zero-Day-Schwachstelle in der Dynamic Link Editor-Komponente (dyld). Diese könnte Angreifern ermöglichen, schädlichen Code einzuschleusen. Apple bestätigt, dass diese Lücke womöglich bereits für gezielte Attacken auf ältere iOS-Versionen genutzt wurde.

Weitere kritische Patches betreffen den Systemkern. Hier hätten schädliche Apps Root-Rechte erlangen können – die höchste Kontrolle über das Gerät. Auch eine peinliche Lücke wurde geschlossen: Sie ermöglichte es Personen mit physischem Zugang zum iPhone, Fotos vom Sperrbildschirm aus einzusehen. „Die Dringlichkeit dieser Updates kann nicht hoch genug eingeschätzt werden“, kommentiert ein Sicherheitsexperte. Die Installation erfolgt über Einstellungen > Allgemein > Software-Update.

Android-Hersteller verteilen Februar-Patches

Parallel rollt das Android-Ökosystem seine Sicherheitsupdates für Februar 2026 aus. Während Googles Pixel-Geräte einen vergleichsweise kleinen Patch erhalten, liefern Hersteller wie Samsung und Xiaomi umfangreichere Pakete.

Samsungs Update enthält 25 allgemeine Android-Patches von Google plus zwölf eigene Fixes für die One UI-Oberfläche. Diese schließen Lücken in systemkritischen Apps wie dem Telefon-Dialog und den Einstellungen. Auch die biometrische Sicherheit für Gesichts- und Fingerabdruck-Erkennung wird gestärkt. Xiaomi verteilt die Patches derweil etappenweise für Geräte mit HyperOS 2 und 3. Nutzer sollten in den Geräteeinstellungen manuell nach Updates suchen.

Warum proaktive Wartung zum Alltag gehört

Der stete Strom kritischer Sicherheitsupdates zeigt: Proaktive Gerätewartung ist für Smartphone-Besitzer längst kein Luxus mehr, sondern Pflicht. Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Plattform-Entwicklern und Cyberkriminellen bedeutet eine permanente Bedrohungslage. Wer Updates verzögert, setzt sich unnötigen Risiken aus – von Datenklau bis zur kompletten Geräteübernahme.

Diese Entwicklung treibt auch die Hersteller zu neuen Support-Lösungen. Apple testet bereits einen KI-gestützten Support-Assistenten in seiner Support-App. Dieser soll nicht nur Fragen beantworten, sondern auch Fern-Diagnosen zu Akku, Speicher und Konnektivität durchführen. Die Zukunft der Fehlerbehebung wird automatisiert und vorausschauend sein.

So bleiben Ihre Geräte geschützt

Die wichtigste Maßnahme ist simpel: Aktivieren Sie automatische Updates. Diese Funktion installiert kritische Sicherheits-Patches sofort nach Verfügbarkeit – ohne Ihr Zutun. Für akute Performance-Probleme wie rasanten Akkuverbrauch oder abstürzende Apps helfen grundlegende Schritte: Neustart des Geräts, Update aller Apps via App Store oder Google Play Store sowie regelmäßige Speicherbereinigung.

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Der nächste größere Meilenstein für Android-Nutzer steht im März mit Android 16 QPR3 an. Bis dahin gilt: In einer Welt, in der Smartphones unser digitales Leben verwalten, sind zeitnahe Software-Updates die grundlegendste Form digitaler Selbstverteidigung.