Apple und Google setzen mit neuen Updates auf Datenschutz und KI

Apple und Google veröffentlichen umfassende Betriebssystem-Updates mit Fokus auf Datenschutz und KI-Vorbereitung, zeitgleich zum angekündigten CEO-Wechsel von Tim Cook zu John Ternus.

Die weltweit führenden Betriebssysteme erhalten diese Woche entscheidende Updates: Apple und Google verschärfen den Datenschutz und bereiten ihre Plattformen auf die KI-Zukunft vor. Gleichzeitig steht Apple vor einer historischen Führungswechsel.

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Beta-Updates bringen verschlüsselte Kommunikation und mehr Kontrolle

Apple hat am 20. und 21. April die dritte Entwicklerversion seiner aktuellen Betriebssysteme veröffentlicht. Ein zentrales Merkmal von macOS Tahoe 26.5 und iOS 26.5 ist der weitere Test der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten. Damit nähert sich der Messaging-Standard zwischen iPhone und Android den modernen Sicherheitserwartungen an.

Für Nutzer in der Europäischen Union erweitert das Update die Kompatibilität für Drittanbieter-Smartwatches. Funktionen wie Proximity Pairing und Live Activities werden nun auch außerhalb der Apple-Watch-Ökosystems getestet. Zudem können iPhone-Nutzer beim Wechsel zu Android erstmals einen Zeitfilter für die Übertragung ihrer Nachrichten einstellen – etwa für die letzten 30 Tage oder ein Jahr.

Ternus übernimmt: Ein Hardware-Veteran wird Apple-CEO

Die Software-Updates fallen mit einem historischen Führungswechsel zusammen. Am 1. September 2026 wird John Ternus Tim Cook als CEO ablösen. Cook, unter dessen Führung der Marktwert von rund 350 Milliarden auf über 4 Billionen Dollar stieg, wechselt in den Aufsichtsrat.

Ternus, seit 25 Jahren bei Apple und Architekt der Umstellung auf Apple Silicon, wird einen stärker hardwarezentrierten Kurs erwarten lassen. Analysten rechnen damit, dass er die Produktlinien straffen und die Innovation bei KI-fähigen Wearables, Smart Glasses und Hausautomation vorantreiben wird. Nach der Bekanntgabe fiel der Aktienkurs um weniger als ein Prozent.

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Android 17 beendet den „Ganz-oder-gar-nicht“-Ansatz für Kontakte

Auch Google und Samsung setzen neue Maßstäbe beim Datenschutz. Android 17, das sich seit April in der Vorschauphase befindet, führt einen „Contact Picker“ ein. Statt einer App pauschal Zugriff auf das gesamte Adressbuch zu gewähren, können Nutzer künftig einzelne Kontakte auswählen. Die Google-Play-Richtlinie wird die Nutzung dieses Pickers für die meisten Apps vorschreiben.

Weitere Sicherheitsverbesserungen der April-Updates umfassen:
* Granulare Standortberechtigungen: Ein „in diesem Moment“-Button erlaubt einmaligen Zugriff, begleitet von einer permanenten Anzeige, wenn eine App den Standort nutzt.
* Schließen einer Sicherheitslücke: Das Update behebt CVE-2026-1842, indem es Transaktionen begrenzt.
* Schnellere App-Starts: Durch KI-optimierte Profile soll die Startzeit von Apps um bis zu 22 Prozent sinken.

KI-Zukunft: Alte Hardware droht den Anschluss zu verlieren

Während die Software immer mächtiger wird, steigen die Hardware-Anforderungen. Gerüchten zufolge wird iOS 27, das voraussichtlich am 8. Juni auf der WWDC vorgestellt wird, mindestens einen A14-Bionic-Chip voraussetzen. Das würde das Aus für das iPhone 11, iPhone 11 Pro, iPhone 11 Pro Max und das iPhone SE (2. Generation) bedeuten. Viele KI-Funktionen von „Apple Intelligence“ sollen zudem dem iPhone 15 Pro und neueren Modellen vorbehalten bleiben.

Samsung integriert die Android-17-Features in sein kommendes One UI 9. Geleakte Versionen zeigen einen neu gestalteten Schnellzugriff und eine „Tap to Share“-Funktion per NFC. Die Oberfläche setzt stark auf KI-Tools wie einen automatischen Foto-Assistenten und einen Audio-Eraser für Störgeräusche. One UI 9 soll im Juli 2026 erscheinen und auf einer breiten Palette von Geräten, von der Galaxy-S23- bis zur S26-Serie, verfügbar sein.

Die Updates markieren eine klare Richtung: Die Tech-Riesen rüsten ihre Ökosysteme für die nächste KI-Generation auf – und zwingen Nutzer dabei zu einem steten Hardware-Upgrade.