Apple Upgrade: iPhones und Macs jetzt zum Leasen ab 16 Euro

Apple startet in den USA ein Leasing-Programm für Hardware. Das Modell könnte den Gebrauchtmarkt beleben und später auch nach Europa kommen.

Apple dreht an der Preisschraube und setzt künftig auf Abo statt Eigentum. Mit dem neuen Programm „Apple Upgrade“ können US-Kunden seit Ende Juli iPhones, Macs und iPads leasen statt kaufen. Der Schritt könnte den Markt für Gebrauchtgeräte nachhaltig verändern – und dürfte auch für deutsche Verbraucher interessant werden, falls das Modell nach Europa kommt.

Vom Kaufen zum Mieten: Was sich ändert

Das neue Leasing-Modell, das Apple gemeinsam mit dem Finanzdienstleister Klarna aufgelegt hat, löst das bisherige iPhone-Upgrade-Programm ab. Neu ist: Auch Macs, iPads und Apple Watches lassen sich nun über monatliche Raten nutzen. Wer das Gerät am Ende der Laufzeit behalten will, muss eine Schlusszahlung leisten.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Erst im Juni hatte der Konzern die Preise vieler Hardware-Modelle um umgerechnet 90 bis 450 Euro angehoben. Das Leasing-Modell senkt die Einstiegshürde für teure Geräte erheblich – statt hoher Einmalkosten zahlen Kunden nun überschaubare Monatsraten.

Die Konditionen im Detail

Die Laufzeiten variieren je nach Gerätekategorie: iPhones und Apple Watches lassen sich über 12 oder 24 Monate leasen, iPads und Macs über 24 bis 36 Monate. Die monatlichen Kosten starten bei umgerechnet rund 16 Euro für ein iPhone, knapp 11 Euro für eine Apple Watch und etwa 22,50 Euro für einen Mac. Das Top-Modell iPhone 17 Pro schlägt mit rund 29 Euro monatlich zu Buche, der Mac Studio mit etwa 44 Euro.

Wichtig zu wissen: Anders als bei klassischen Ratenkäufen gehört das Gerät während der Laufzeit Klarna. Wer die Zahlungen einstellt, muss mit drastischen Konsequenzen rechnen – bereits drei verpasste Raten führen zur sofortigen Vertragsauflösung, der Restbetrag wird fällig. Auch bei der Rückgabe können Gebühren anfallen, etwa bei Beschädigungen. Ein AppleCare+-Schutz ist nicht im Grundpreis enthalten, lässt sich aber optional dazu buchen.

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Welche Geräte ausgeschlossen sind

Das Programm umfasst die aktuelle Premium-Linie: die iPhone-17-Serie, iPhone Air, Apple Watch Series 11 und Ultra 3 sowie MacBook Air, MacBook Pro, iMac, Mac Studio und die iPad-Pro-Modelle. Wer ein günstigeres Einsteigermodell sucht, hat allerdings Pech: iPhone 16, das BasisiPad, die Apple Watch SE und das MacBook Neo sind vom Leasing ausgenommen. Für Mobilgeräte ist zudem ein Postpaid-Vertrag bei einem US-Netzbetreiber Pflicht.

Auswirkungen auf den Gebrauchtmarkt

Branchenbeobachter erwarten, dass das Leasing-Modell den Markt für generalüberholte Geräte ankurbeln wird. Da Kunden regelmäßig auf neuere Modelle wechseln, dürfte das Angebot an jungen Gebrauchtgeräten steigen – mit Folgen für die Wiederverkaufswerte älterer Hardware.

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Die Preiserhöhungen vom Juni treiben Verbraucher derweil vermehrt zu Sonderangeboten und Refurbished-Angeboten. In den USA lockt der Händler Woot noch bis zum 5. August mit Rabatten auf ältere Apple-Produkte wie das M1 MacBook Air. In Europa setzten Media Markt und Saturn am 31. Juli auf große Wochenend-Aktionen mit Nachlässen unter anderem auf die Apple Watch Series 11. Auch bei Zubehör gibt es Schnäppchen: Speichererweiterungen für Konsolen werden teils deutlich unter der unverbindlichen Preisempfehlung angeboten.

Ob und wann das Leasing-Modell nach Deutschland kommt, ist noch offen. Angesichts des Trends zu Abo-Modellen in der Tech-Branche wäre ein Rollout in Europa jedoch nur eine Frage der Zeit.