Apple überarbeitet seinen Online-Shop grundlegend und setzt künftig auf personalisierte Einkaufserlebnisse sowie ein neues Leasing-Modell. Der Konzern reagiert damit auf veränderte Kundenbedürfnisse und steigende Komponentenpreise.
Fünf Kategorien für jeden Lebensstil
Der neue digitale Store präsentiert Accessoires nicht mehr nur nach Produkttyp, sondern nach Lebenssituationen. Studentenleben, Power-Picks, Frische Farben, Reisebereit und Arbeiten von zu Hause – so lauten die fünf neuen Hauptkategorien, die passende Hardware und Zubehör thematisch bündeln.
Die Umstellung bringt auch technische Neuerungen mit sich. Intelligente Empfehlungssysteme analysieren den Warenkorb und schlagen passende Ergänzungen vor. Verbesserte Suchfilter und ein direkter Chat mit Apple-Spezialisten sollen die Beratung digitalisieren. Branchenbeobachter rechnen damit, dass die Kategorien im Jahresverlauf regelmäßig wechseln – angepasst an saisonale Trends und Neuerscheinungen.
Hardware als Abo-Modell
Der Relaunch folgt nur wenige Tage nach dem Start von „Apple Upgrade“, einem neuen Leasing-Programm, das am 28. Juli in den USA an den Start ging. Gemeinsam mit dem Finanzdienstleister Klarna setzt Apple auf ein Hardware-as-a-Service-Modell und ersetzt damit die bisherigen Programme iPhone Upgrade und iPhone Payments.
Die monatlichen Raten beginnen bei 11,99 Dollar für Apple Watch oder iPad, 17,99 Dollar für ein iPhone und 24,99 Dollar für einen Mac. Die Laufzeiten variieren: iPhones und Watches lassen sich über 12 oder 24 Monate leasen, iPads und Macs über 24 oder 36 Monate. Am Ende der Laufzeit können Kunden auf ein neueres Modell upgraden, das Gerät zurückgeben oder behalten. Voraussetzung ist eine Bonitätsprüfung; bei iPhones zudem die Anbindung an einen der großen US-Carrier wie AT&T, T-Mobile oder Verizon.
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Preisentwicklung: Anstiege und Rabatte
Die neuen Angebote fallen in eine Phase spürbarer Preisbewegungen. Bereits im Juni hatte Apple die Preise für Macs und iPads in mehreren Märkten angehoben – Grund sind gestiegene Kosten für Speicherchips wie DRAM und NAND-Flash. In Indien stieg der Einstiegspreis für ein MacBook Air auf umgerechnet rund 1.600 Euro, in Japan verteuerten sich iPhones um bis zu elf Prozent.
Trotz der Anhebungen lockt Apple Anfang August mit Rabatten. Die neuen AirPods Pro 3 kosten aktuell rund 199 Dollar statt der üblichen 249 Dollar. Auch Apple Watch Ultra 3 und Series 11 sind mit 100 Dollar Nachlass erhältlich. Selbst generalüberholte Geräte wurden günstiger: Das M5 MacBook Air gibt es ab 1.099 Dollar.
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Weichenstellung für die Zukunft
Der Umbau des Einkaufserlebnisses kommt kurz vor einem Führungswechsel: John Ternus übernimmt am 1. September den CEO-Posten von Tim Cook. Parallel arbeitet Apple an iOS 27, das unter anderem eine neue Funktion namens „Captured by Me“ in der Fotos-App einführen soll.
Mit dem erneuerten Accessoire-Shop und dem umfassenden Leasing-Programm positioniert sich Apple strategic für den Start der iPhone-18-Serie. Das Ziel ist klar: stabile Hardware-Umsätze durch wiederkehrende Abo-Zahlungen und bessere Margen im Zubehörgeschäft. Ob das Modell auch nach Deutschland kommt, bleibt abzuwarten – hierzulande dürften Verbraucher besonders auf die Konditionen und die Frage der Geräte-Rückgabe achten.

