Apple verklagt OpenAI: Systematischer Diebstahl von Hardware-Geheimnissen

Apple wirft OpenAI vor, mit Ex-Mitarbeitern vertrauliche Hardware-Daten gestohlen zu haben. Die Klage nennt konkrete Namen und fordert Schadensersatz.

Der iPhone-Konzern wirft dem KI-Pionier systematischen Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vor – und nennt konkrete Namen.

Apple hat am 10. Juli 2026 eine umfassende Klage gegen OpenAI eingereicht. Der Vorwurf wiegt schwer: Der ChatGPT-Entwickler soll mit ehemaligen Apple-Mitarbeitern zusammengearbeitet haben, um vertrauliche Hardware-Informationen zu stehlen. Ziel sei gewesen, die eigene Entwicklung von Unterhaltungselektronik und Smartphones voranzutreiben.

Der Fall des Ingenieurs, der nicht gehen wollte

Im Zentrum der Anschuldigungen steht ein ehemaliger Apple-Ingenieur namens Chang Liu. Er wechselte im Januar 2026 zu OpenAI – doch seinen Firmenlaptop gab er angeblich nicht zurück. Apples Anwälte behaupten, Liu habe einen hartnäckigen Authentifizierungsfehler ausgenutzt, um sich noch Monate nach seinem Ausscheiden in das interne Netzwerk des Konzerns zu hacken.

Die Klage beschreibt detailliert, wie Liu vertrauliche Hardware-Dateien heruntergeladen haben soll. Angeblich prahlte er sogar damit, weiterhin auf die Netzwerkspeicher von Apple zugreifen zu können.

Ein Ex-Vizepräsident als Schlüsselfigur

Noch brisanter: Die Klage nennt Tang Tan, einen früheren Apple-Vizepräsidenten, als zentrale Figur. Er soll Insiderwissen und interne Codenamen genutzt haben, um gezielt Personal abzuwerben. Die Anwälte werfen ihm vor, Kandidaten angewiesen zu haben, physische Apple-Komponenten zu Vorstellungsgesprächen mitzubringen – für sogenannte „Show-and-Tell“-Sitzungen.

Darüber hinaus soll Tan unter falschem Namen mit einem Zulieferer Kontakt aufgenommen haben, um Details über eine geschützte Metallveredelungstechnik zu erfragen.

Systematische Abwerbung: 400 Mitarbeiter wechselten zu OpenAI

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Apple zeichnet das Bild einer orchestrierten Personal-Kampagne. Mehr als 400 ehemalige Mitarbeiter sind demnach zu OpenAI gewechselt. Die Klage legt nahe, dass OpenAI diese Personen aktiv darin coachte, Apples Sicherheitsprotokolle zu umgehen und die standardisierten Austrittsverfahren zu umgehen, die eigentlich geistiges Eigentum schützen sollen.

Ein weiterer Ex-Mitarbeiter, nur als „Peng“ identifiziert, soll ebenfalls Daten abgeschöpft haben. Apples Argumentation: Diese Aktionen zielten darauf ab, OpenAIs Einstieg in den Markt für physische KI vorzubereiten – insbesondere die Gerüchte um ein eigenes Smartphone.

Marktauswirkungen und rechtliche Forderungen

Der Zeitpunkt ist heikel: OpenAI bereitet sich Berichten zufolge auf einen Börsengang und die Markteinführung seines ersten Hardware-Geräts vor. Branchenanalysten erwarten, dass der Rechtsstreit diese Meilensteine erheblich verzögern könnte.

Apple fordert Schadensersatz und eine einstweilige Verfügung. Der Konzern verlangt, dass OpenAI alle Materialien vernichtet, die aus dem angeblichen Diebstahl stammen. Sollte sich herausstellen, dass OpenAIs Produkte Apples Technologie nutzen, müssten diese möglicherweise neu entwickelt werden.

OpenAIs Antwort: „Kein Interesse an Geschäftsgeheimnissen“

OpenAI hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Das Unternehmen erklärte, man habe kein Interesse an Geschäftsgeheimnissen und wolle die ursprünglichen Zeitpläne für Produktentwicklung und Börsengang einhalten.

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Interessant: Apple hat kürzlich Google Gemini für seinen Siri-Assistenten integriert und damit frühere Partnerschaften ersetzt. Die Klage zeigt jedoch, wie tief der Graben zwischen den beiden Tech-Giganten mittlerweile ist – sie kämpfen um die Vorherrschaft bei hardware-integrierter künstlicher Intelligenz.

Der Fall erinnert an frühere IP-Streitigkeiten im Technologiesektor. Juristen erwarten, dass er wegweisende Präzedenzfälle schaffen wird – insbesondere zur Frage der „unvermeidbaren Offenlegung“ von Geschäftsgeheimnissen im kalifornischen Recht.