Apple verlängert Lebensdauer alter iPhones mit Notfall-Patch

Apple veröffentlicht dringende Sicherheitsupdates für ältere iPhone-Modelle, um Notruffunktionen zu reparieren und den Zugang zu Kernfunktionen wie FaceTime bis 2027 zu erhalten.

Apple hat Anfang Februar 2026 kritische Updates für alte iPhone-Modelle veröffentlicht. Sie beheben Notruf-Probleme und sichern Dienste wie FaceTime bis 2027. Für Millionen Nutzer ist die Installation überlebenswichtig.

Von Tech-Redakteur
Samstag, 07. Februar 2026

Besitzer älterer iPhone-Modelle sollten diese Woche dringend ein Software-Update installieren. Apple hat spezielle Patches für Geräte bereitgestellt, die keine aktuellen iOS-Versionen mehr erhalten. Die Updates für iOS 16, iOS 15 und sogar iOS 12 beheben kritische Sicherheitslücken und Connectivity-Probleme. Ohne sie droht ab 2027 der Verlust zentraler Funktionen.

Welche Modelle sind betroffen?

Der Software-Rollout betrifft Hardware, die seit Jahren keine großen Jahres-Updates mehr erhält. Verfügbar sind konkret:

  • iOS 16.7.14: Für iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X.
  • iOS 15.8.6: Für iPhone 6s, iPhone 7 und das erste iPhone SE.
  • iOS 12.5.8: Für iPhone 5s, iPhone 6 und iPhone 6 Plus.

Die Unterstützung des iPhone 5s von 2013 ist ein Rekord im Smartphone-Markt. Das Gerät erreicht damit eine gesicherte Nutzungsdauer von fast 13 Jahren – ein Novum.

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Zertifikat-Update sichert Kern-Dienste

Der Hauptgrund für die Updates, besonders für iOS 15.8.6 und 12.5.8, ist eine technische Notwendigkeit. Sie erneuern digitale Sicherheitszertifikate. Diese sind für FaceTime, iMessage und die Geräteaktivierung unverzichtbar.

Ohne dieses Update würden diese iPhones ab Januar 2027 den Zugang zu diesen Apple-Kerndiensten verlieren. Für Nutzer ist die Installation daher Pflicht, wenn sie ihr Gerät weiterhin für Kommunikation nutzen wollen. Es verschafft den Altgeräten ein weiteres Jahr Anbindung an Apples Server.

Kritischer Patch für Notrufe

Für Nutzer von iPhone 8 und iPhone X mit iOS 16 hat das Update iOS 16.7.14 unmittelbare Sicherheitsrelevanz.

Berichte bestätigen, dass die Vorgängerversion (iOS 16.7.13) einen Fehler enthielt. Dieser störte die Verbindung zu bestimmten Mobilfunknetzen und beeinträchtigte die Möglichkeit, Notrufe abzusetzen. Das Problem war so gravierend, dass Apple das fehlerhafte Update vorübergehend zurückzog, bevor diese Woche die korrigierte Version folgte.

Nutzer, die Ende Januar möglicherweise die fehlerhafte Version installiert haben, sollten sofort aktualisieren, um die volle Netzwerkzuverlässigkeit wiederherzustellen.

So prüfen Sie Ihr iPhone – Schritt für Schritt

Für Einsteiger ist die Überprüfung einfach. Wichtig ist der Unterschied zwischen einem „Carrier-Einstellungs-Update“ und einem vollständigen „iOS-System-Update“. Beides kann nötig sein.

1. iOS-Version prüfen

So kontrollieren Sie, ob Ihr Gerät den neuesten Patch hat:
1. Öffnen Sie die Einstellungen-App (Zahnrad-Symbol).
2. Tippen Sie auf Allgemein.
3. Wählen Sie Softwareupdate.

Der Bildschirm sucht nach verfügbaren Downloads.
* Wenn Sie „iOS 16.7.14“, „iOS 15.8.6“ oder „iOS 12.5.8“ sehen: Tippen Sie sofort auf „Herunterladen und installieren“.
* Wenn „iOS ist aktuell“ angezeigt wird: Prüfen Sie die angezeigte Versionsnummer genau. Sie muss mit den oben genannten Nummern übereinstimmen (z.B. 15.8.6, nicht 15.8.5).

2. Carrier-Einstellungen prüfen

Wegen der kürzlichen Netzwerk-Probleme könnte auch ein separates „Carrier-Einstellungs-Update“ verfügbar sein.
1. Gehen Sie zu Einstellungen > Allgemein.
2. Tippen Sie auf Info.
3. Verweilen Sie etwa 10-15 Sekunden auf diesem Bildschirm. Bei Verfügbarkeit erscheint ein Pop-up mit der Aufforderung, „Carrier-Einstellungen“ zu aktualisieren. Tippen Sie auf Aktualisieren.

3. Automatische Updates sind nicht immer sofort da

Viele Nutzer haben „Automatische Updates“ aktiviert. Diese Funktion läuft oft nachts und benötigt Ladekabel und WLAN. Kritische Sicherheits-Patches können manchmal Wochen brauchen, um automatisch bei allen Nutzern anzukommen. Experten raten daher zur manuellen Prüfung nach den obigen Schritten für sofortigen Schutz.

Warum Apple alte Hardware noch unterstützt

Die Updates für Geräte wie das iPhone 5s von 2013 stehen im Kontrast zum Branchentrend. Bei vielen Herstellern endet der Support nach 3-5 Jahren.

Marktdaten deuten darauf hin, dass Millionen dieser Altgeräte aktiv genutzt werden – oft von Kindern oder Senioren als einfache Kommunikationswerkzeuge. Durch die Patches erhält Apple die Integrität seines Ökosystems. Eine Schwachstelle in einer alten iOS-Version könnte sonst als Einfallstor dienen, um über Dienste wie iMessage andere Nutzer anzugreifen.

Der Fokus auf „Zertifikat-Verlängerungen“ zeigt zudem: Apple plant, seine Legacy-Infrastruktur vorerst weiterzubetreiben. So verhindert der Konzern, dass diese Geräte allein wegen eines Software-Ablaufdatums zu Elektroschrott werden.

Ausblick: Was 2026 zu erwarten ist

Nutzer älterer Modelle sollten verstehen: Während Sicherheits-Updates weiterlaufen, schwindet die App-Unterstützung. Viele moderne Banking- und Social-Media-Apps benötigen mittlerweile iOS 17 oder höher.

  • Sicherheit vs. Funktionalität: Diese Updates halten das Telefon sicher und Kernfunktionen wie Telefonie und SMS arbeitsfähig. Sie ermöglichen keine neuen Apps oder Features.
  • Zeitplan: Mit der bis Anfang 2027 gültigen Zertifikat-Verlängerung haben Nutzer der iPhone-6s- und iPhone-7-Serie ein weiteres „sicheres“ Nutzungsjahr. Analysten sagen jedoch voraus: Nach Ablauf dieser Frist wird der Nutzen dieser Geräte als internetfähige Smartphones deutlich schwinden.

Die Botschaft für iPhone-Einsteiger ist klar: Prüfen Sie noch heute Ihre Einstellungen. Ein fünfminütiges Update kann Ihr Gerät für das kommende Jahr zu einer verlässlichen Lebensader machen.

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