Apple hat am Montag iOS 26.5 und iPadOS 26.5 ausgerollt – mit weitreichenden Neuerungen für Datenschutz und Plattformwechsel.
Das Update, das nach sechs Wochen Beta-Testphase erscheint, zielt vor allem auf die Lücke zwischen Apples eigenem Ökosystem und konkurrierenden Plattformen ab. Rund 62 Prozent aller aktiven iPhones laufen bereits auf einer Version von iOS 26 – ein Zeichen für die schnelle Verbreitung der aktuellen Generation.
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Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle
Der wichtigste Schritt: Apple führt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten (Rich Communication Services) ein. Das Feature nutzt das MLS-Protokoll (Message Layer Security) und den RCS Universal Profile 3.0. Ein Schlosssymbol im Chat zeigt künftig an, ob die Unterhaltung verschlüsselt ist – und zwar plattformübergreifend.
Die Verfügbarkeit hängt vom jeweiligen Netzbetreiber ab. In Deutschland unterstützen Telekom, O2 und 1&1 den Standard. Vodafone hat die nötige Infrastruktur bislang nicht implementiert. In den USA sind AT&T, T-Mobile und Verizon bereits an Bord.
Damit schrumpft der funktionale Abstand zwischen iMessage und herkömmlichen SMS-Apps – ein Gewinn für alle, die zwischen Android und iOS wechseln oder mit Nutzern beider Systeme kommunizieren.
EU-Sonderlocken: Weniger Mauer, mehr Freiheit
Ein großer Teil des Updates reagiert auf den Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union. Apple bringt exklusiv für den EU-Markt Funktionen, die das iPhone für Drittanbieter-Hardware öffnen:
- Proximity Pairing für Kopfhörer von Drittanbietern
- Live-Aktivitäten und interaktive Benachrichtigungen für Fremd-Smartwatches und Wearables
Das durchbricht die traditionelle „Walled Garden“-Strategie, die bislang Apples eigene Produkte bevorzugte.
Auch der Datenumzug zu Android wurde verbessert. Nutzer können jetzt genau festlegen, welchen Zeitraum ihrer Nachrichtenhistorie sie mitnehmen wollen: die letzten 30 Tage, das vergangene Jahr oder den gesamten Verlauf. Ein direktes Zugeständnis an die wachsende Nachfrage nach echter Datenportabilität.
Sicherheit: Über 50 Lücken geschlossen
Das Update stopft mehr als 50 dokumentierte Sicherheitslücken – in Kernel, WebKit und dem APFS-Dateisystem. Besonders hervorgehoben wird ein Fix für die als „DarkSword“ bekannte Schwachstelle. Apple hat zudem Legacy-Updates für iOS 15 und 16 veröffentlicht, um auch Nutzer älterer Geräte zu schützen.
Für Besitzer aktueller Modelle wie dem iPhone 17 Pro Max liegt die Update-Größe bei rund 1,61 Gigabyte.
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Neue Hardware-Anbindung und Maps-Werbung
Ein neues „Magic Pairing“ koppelt Magic Keyboard, Magic Mouse oder Magic Trackpad automatisch per Bluetooth, sobald sie per USB-C angeschlossen werden – ein weiterer Schritt in der USB-C-Strategie des Konzerns.
Apple Maps erhält „Vorschlagsorte“ und die technische Basis für ein neues Werbemodell. Lokale Anzeigen in der Karten-App sollen ab Sommer 2026 in den USA und Kanada starten – ohne Verknüpfung mit der Apple-ID des Nutzers.
Im App Store können Entwickler künftig 12-Monats-Abonnements mit monatlicher Ratenzahlung anbieten – ein Kompromiss zwischen teuren Jahreszahlungen und teureren Monatsplänen.
Ausblick: KI kommt erst im Juni
Mit der WWDC am 8. Juni 2026 steht der nächste große Meilenstein bevor. iOS 26.5 gilt als letztes großes Update des aktuellen Zyklus – und als Fundament für iOS 27. Die erwarteten generativen KI-Funktionen („Apple Intelligence“) bleiben diesem Release vorbehalten.
Der jetzige Fokus liegt auf Stabilität, Sicherheit und Öffnung. Ein pragmatischer Kurs, der Apples Premium-Ökosystem mit den Realitäten globaler Regulierung versöhnt.

