Apple hält an der Markteinführung einer grundlegend überarbeiteten, KI-gesteuerten Version seines Sprachassistenten Siri in diesem Jahr fest. Die Bestätigung folgt auf Berichte über interne Entwicklungsprobleme, die zu einem gestaffelten Rollout führen dürften.
Entwicklungsprobleme zwingen zu neuem Zeitplan
Internen Quellen zufolge kämpften frühe Versionen der neuen Siri mit Performance und Zuverlässigkeit. Der Assistent reagierte zu langsam, verstand Anfragen falsch und scheiterte bei komplexen, mehrstufigen Befehlen. Diese „Hindernisse“ machten einen Start mit dem iOS-26.4-Update im Frühjahr unwahrscheinlich.
Besonders die revolutionärsten Funktionen dürften verschoben werden. Dazu zählen die tiefe „Bildschirm-Erkennung“ und das Verständnis des persönlichen Nutzerkontexts. Diese Features erlauben es Siri, Inhalte aus Mails, Nachrichten und Fotos zu verarbeiten. Analysten erwarten nun, dass diese Kernfunktionen erst mit iOS 26.5 im Mai oder sogar mit iOS 27 im Herbst kommen.
Unter hohem Druck: Apples KI-Offensive
Die Verzögerungen treffen Apple in einem erbitterten Wettlauf um KI-Vormacht. Die Siri-Überholung ist ein Eckpfeiler der „Apple Intelligence“-Strategie. Das Projekt ist so wichtig, dass Apple eine Partnerschaft mit Google einging, um dessen Gemini-Modelle als Grundlage zu nutzen.
Berichte über die Probleme ließen die Apple-Aktie um fünf Prozent fallen. Die nun öffentliche Bestätigung des Zeitplans soll Nerven bei Investoren und Nutzern beruhigen. Die Botschaft: Das Vorhaben ist verzögert, aber nicht gescheitert.
Was die neue Siri können soll
Die vor zwei Jahren angekündigte Siri soll ein Quantensprung werden. Aus einem simplen Helfer für Timer und Wetter wird ein proaktiver, tief integrierter Assistent. Schlüsselfunktionen sind:
* Kontext-Aktionen: Siri erkennt, was auf dem Bildschirm zu sehen ist, und handelt entsprechend.
* Persönliche Daten-Nutzung: Sicher auf dem Gerät kann Siri etwa ein Foto des Führerscheins finden und die ID in ein Webformular eintragen.
* Multi-App-Befehle: Eine Sprachaufforderung genügt, um ein Foto zu finden, zu bearbeiten und zu versenden.
Antreiben soll dies das neue „App Intents“-Framework, das das iPhone zum wirklich handsfreien Gerät machen soll.
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Gestaffelte Einführung als pragmatischer Ausweg
Apples Statement widerspricht den Berichten über Verschiebungen nicht. Das Unternehmen hat sich nur auf ein „2026“ festgelegt – ein breites Zeitfenster. Die wahrscheinlichste Strategie ist nun ein gestaffelter Rollout.
Einfachere Funktionen könnten im Frühjahr kommen, die anspruchsvollen KI-Fähigkeiten im Herbst mit iOS 27. Dieser pragmatische Ansatz gibt den Ingenieuren Zeit, die komplexen Features auf Apples hohe Standards für Performance und Datenschutz zu bringen.
Ausblick: Evolution in Etappen
iPhone-Nutzer müssen sich auf eine schrittweise Evolution von Siri einstellen. Das iOS-26.4-Update wird wohl weniger umfangreich ausfallen als erhofft. Nachfolgende Updates im Frühjahr und Sommer bringen dann nach und nach neue Funktionen.
Das große Finale der Siri-Überholung wird wahrscheinlich die Herbstpremiere von iOS 27 zusammen mit den neuen iPhone-Modellen. Unterdessen arbeitet Apple bereits an einer noch mächtigeren, Chatbot-artigen Siri-Version für 2027 oder später.





