Apple Vision Pro: 200 Mitarbeiter entlassen, Nachfolger gestrichen

Apple entlässt über 200 Mitarbeiter in den Bereichen Vision Pro und Siri. Die Entwicklung von Nachfolgemodellen wird gestoppt, Ressourcen fließen in KI-Smart-Glasses.

Der Technologiekonzern Apple hat weitreichende personelle und strategische Einschnitte in seinen Abteilungen für computergestützte Brillen und Software-Entwicklung vorgenommen. Wie am 21. August 2026 bekannt wurde, entlässt das Unternehmen über 200 Mitarbeiter.

Betroffen sind primär die Teams, die für das Headset Vision Pro sowie für die Sprachassistenz Siri verantwortlich sind. Die Maßnahme wird als Teil einer umfassenden Umstrukturierung gewertet, bei der Apple den Fokus verstärkt auf künstliche Intelligenz (KI) und neue Gerätetypen legt.

Einschnitte bei immersiven Inhalten und Gaming

Die Entlassungswelle trifft die Vision Products Group sowie die Siri- und Software-Teams gleichermaßen mit jeweils etwa 100 Stellenstreichungen. Laut Berichten von Bloomberg wird das Gaming-Team für die Vision Pro weitgehend aufgelöst.

Auch die Produktion von immersivem Videomaterial wird deutlich reduziert. Grund hierfür seien die immensen Kosten der Inhalte; demnach belaufen sich die Produktionskosten für eine einzelne Episode eines immersiven Videos auf mehrere Millionen US-Dollar.

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Branchenberichten zufolge sind mindestens 60 Mitarbeiter, die konkret an Virtual-Reality-Projekten (VR) arbeiteten, von den aktuellen Kündigungen betroffen. Diese Reduktion signalisiert eine Abkehr von der ursprünglichen Strategie, das Vision-Ökosystem durch eine breite Palette an hauseigenen Unterhaltungsinhalten und Spielen zu etablieren.

Geplante Nachfolgemodelle vorerst eingestellt

Parallel zu den personellen Kürzungen hat Apple Berichten von AppleInsider zufolge die Entwicklungspläne für kommende Hardware-Generationen massiv angepasst. Die Projekte für ein „Vision Pro 2“ sowie für ein kostengünstigeres Modell, das unter dem Namen „Vision Air“ geführt wurde, seien gestrichen worden. In diesem Zusammenhang wurde auch die Entwicklung spezifischer Displays für diese Geräte gestoppt.

Trotz dieser Einschnitte bleibt die aktuelle Generation der Apple Vision Pro, die im Februar 2024 auf den Markt kam, weiterhin im Portfolio des Unternehmens. Das Gerät wird zu einem Preis zwischen 3.499 US-Dollar und zuletzt 3.699 US-Dollar angeboten. Auch das Betriebssystem visionOS soll weiterhin unterstützt werden, während ein möglicher direkter Nachfolger für das High-End-Headset laut Marktbeobachtern frühestens Ende 2028 erscheinen könnte.

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Strategiewechsel hin zu KI-Smart-Glasses unter neuer Führung

Die freiwerdenden Ressourcen sollen künftig verstärkt in die Entwicklung von KI-gestützten Smart Glasses fließen. Diese neue Produktkategorie steht offenbar im Zentrum der künftigen Hardware-Strategie. Branchenexperten erwarten eine erste Ankündigung dieser Brillen auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Jahr 2027, gefolgt von einem offiziellen Verkaufsstart gegen Ende desselben Jahres.

Dieser strategische Schwenk fällt zeitlich mit einem Wechsel an der Unternehmensspitze zusammen. Zum 1. September 2026 wird John Ternus die Position des CEO übernehmen. Die aktuelle Umstrukturierung gilt als Vorbereitung auf diese neue Ära, in der Apple versucht, durch die Verbindung von tragbarer Hardware und fortschrittlichen KI-Anwendungen neue Marktanteile zu gewinnen und die Kosten für die verlustreiche Vision-Sparte zu kontrollieren.