Apple Vision Pro in China: Schwarzmarkt treibt Preise auf 11.100 Euro

Apples Spatial-Computer-Start in China leidet unter Lieferengpässen, während die KI-Zulassung und starke iPhone-Verkäufe für positive Impulse sorgen.

Offizielle Verkaufs- und Vorführgeräte sind Mangelware.

Knappheit treibt Preise in schwindelerregende Höhen

Seit dem 16. Juli 2026 ist die Apple Vision Pro offiziell auf dem chinesischen Festland erhältlich – ein Meilenstein, den viele Technikfans sehnsüchtig erwartet haben. Doch wer das Gerät direkt über die offiziellen Apple Stores erwerben möchte, steht vor leeren Regalen. Weder Vorführmodelle noch Lagerbestände sind derzeit verfügbar.

Die Folge: Ein florierender Schwarzmarkt mit horrenden Aufschlägen. Lokale Händler und Wiederverkäufer verlangen bis zu 20.000 Yuan (etwa 2.500 Euro) über dem UVP. Besonders absurd wird es bei der 1-Terabyte-Version: Hier werden teilweise 88.888 Yuan (rund 11.100 Euro) fällig – fast das Dreifache des offiziellen Preises. Insider aus dem Elektronik-Viertel Huaqiangbei in Shenzhen berichten, dass sich die Lage im Laufe des Monats entspannen könnte, sobald Parallelimporte und begrenzte Lagerbestände eintreffen.

KI-Offensive: Apple Intelligence erhält grünes Licht

Parallel zum Hardware-Launch gelang Apple ein entscheidender Durchbruch für sein Software-Ökosystem. Die chinesische Internetaufsicht (CAC) registrierte Apple Intelligence am 15. Juli offiziell für die Nutzung im Land. Der Zulassungsprozess hatte sich bereits Anfang Juli beschleunigt.

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Die lokalisierte Version der KI-Funktionen setzt auf strategische Partnerschaften mit chinesischen Technologiekonzernen. Alibabas Qwen-Modell übernimmt die Hauptlast der KI-Features, während Baidu für visuelle Intelligenz und Bildsuchfunktionen zuständig ist. Schon im März 2026 war das System kurzzeitig bei einigen Nutzern aktiviert worden – ein versehentlicher Vorgeschmack auf die nun offiziell startenden Dienste.

Starke iPhone-Verkäufe beflügeln die Bilanz

Die China-Einführung fällt in eine Phase bemerkenswerten Wachstums für Apple. Im zweiten Quartal 2026 stiegen die iPhone-Auslieferungen im Reich der Mitte um 24,4 Prozent auf 11,9 Millionen Geräte. Damit sicherte sich Apple einen Marktanteil von 18,1 Prozent – und liegt damit hinter Huawei, das bei einem Wachstum von 19,4 Prozent auf 22,6 Prozent Marktanteil kommt.

Die positive Entwicklung spiegelte sich auch an der Börse wider: Die Apple-Aktie kletterte auf rund 327,50 US-Dollar, die Marktkapitalisierung des Konzerns überschritt die 4,8-Billionen-Dollar-Marke. Analysten zeigen sich gespalten: Während einige Kursziele bei 250 Dollar sehen, erwarten andere einen Anstieg auf 360 Dollar.

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Blick nach vorn: KI-Brille statt Vision Pro 2?

Während die aktuelle Vision Pro nun in China ankommt, zeichnen sich strategische Neuausrichtungen ab. Branchenbeobachter berichten, dass Apple den Fokus zunehmend auf KI-gestützte Smart Glasses ohne Display verlagert – ein Gerät, das bereits für 2027 erwartet wird. Ein echtes Update der Vision Pro oder breiter angelegte Augmented-Reality-Brillen könnten dagegen erst 2029 kommen.

Kurzfristig richten sich alle Augen auf das iPhone 18 Pro. Das kommende Flaggschiff soll einen Prozessor im 2-Nanometer-Verfahren und eine Kamera mit variabler Blende erhalten. Der Preis dürfte allerdings um mehrere hundert Dollar über dem aktuellen Modell liegen.