Apple arbeitet einem Bericht von Bloomberg zufolge an einer komplett überarbeiteten Vision-Pro-Hardware mit dem internen Codenamen N224. Wie digitaltrends.com berichtete, prüft das Vision-Team des Unternehmens derzeit rund vier verschiedene Konzepte für das Nachfolgemodell des Mixed-Reality-Headsets.
Vier Konzepte in der Diskussion
Eines der geprüften Designs behält die grundsätzliche Form der bestehenden Vision Pro bei, soll das Gewicht des Geräts jedoch durch leichtere Materialien wie Kunststoff und Titan senken. Ein weiteres Konzept sieht dagegen einen radikaleren Ansatz vor: ein eigenständiges Begleitgerät in Puck-Form, das Chipset und Batterie aufnimmt und so das eigentliche Headset entlasten würde.
Laut 9to5mac.com ähnelt eines der Konzepte den Meta VR Glasses, die ebenfalls mit einem externen Puck für Rechenleistung und Akku arbeiten. Materialtests mit Kunststoff, Titan und weiteren Metallen zur Gewichtsreduktion laufen demnach bereits.
Innerhalb von Apple gibt es dem Bericht von androidheadlines.com zufolge jedoch keinen Konsens über die Richtung: Einige Führungskräfte bevorzugen ein kompaktes All-in-One-Design, während Senior-Entscheider den Puck-Ansatz ablehnen. Die Pläne seien insgesamt stark im Fluss, wie digitaltrends.com berichtete – ein vollständiger Verzicht auf das Produkt sei nicht ausgeschlossen.
Projekt offenbar auf Eis gelegt
Mark Gurman von Bloomberg Power On beschreibt die Hardware-Entwicklung künftiger Headsets unter der Verantwortung von CEO John Ternus laut androidheadlines.com als auf „Sparflamme“ laufend. Appleinsider.com berichtete, Ternus habe das Projekt auf Eis gelegt.
Apple prüft laut Bloomberg-Berichten rund vier Konzepte für ein überarbeitetes Vision-Pro-Headset — und ein vollständiger Verzicht auf das Produkt ist nicht ausgeschlossen. Wer Apple-Aktien hält, sollte die Gemengelage aus Projektstatus, Führungswechseln und Wettbewerbsdruck kennen. Kostenlose Apple-Analyse anfordern
Firstpost.com zufolge räumt Gurman dem überarbeiteten Headset nur geringe Chancen auf einen tatsächlichen Marktstart ein. Sollte es doch kommen, wäre laut 9to5mac.com frühestens ein Zeitraum zwischen Ende 2028 und Anfang 2029 realistisch.
Personelle Veränderungen untermauern das unklare Bild: Der frühere Vision-Hardware-Chef Paul Meade wechselte zu OpenAI, sein Nachfolger Fletcher Rothkopf berichtet nun an Vizepräsident Tom Marieb statt direkt an die Unternehmensspitze. Zudem wurde Johny Srouji zum Chief Hardware Officer ernannt. Dennoch wollen Senioringenieure des Vision-Teams laut firstpost.com die Produktkategorie am Leben erhalten.
Schwacher Absatz, verschobener Fokus
Berichten zufolge verkaufen Apple-Stores derzeit kaum eine Einheit der Vision Pro pro Monat. Der Fokus des Unternehmens habe sich inzwischen auf displaylose Smart Glasses, AirPods mit Kamera sowie Health Bands verlagert.
Bereits eingestellte Projekte zeigen, wie viele Ansätze Apple in den vergangenen Jahren verworfen hat: Das Projekt N100 (Vision Air) wurde im vergangenen Jahr beendet. Weitere bekannte Prototypen waren N107, bei dem Rechenleistung auf ein externes Gerät wie einen Mac ausgelagert wurde und die visuelle Wiedergabe geringer ausfiel, sowie N109, eine leichtere und günstigere Variante mit schwächerem Chip.
Im Weihnachtsquartal erzielte die Vision Pro laut Berichten nur ein Viertel des Umsatzes von Metas VR-Headset — während Metas Gerät 100 Gramm wiegt und 1.299 US-Dollar kostet. Dieser Leitfaden vergleicht beide Ansätze bei Preis, Gewicht und Roadmap, damit Sie den Wettbewerbsdruck für Ihr Portfolio richtig einschätzen. Marktvergleich jetzt anfordern
Wettbewerb und Marktzahlen
Zum Vergleich: Metas VR Glasses wiegen 100 Gramm, kosten 1.299 US-Dollar und sollen im Frühjahr 2027 starten. Die ursprüngliche Vision Pro kam vor zwei Jahren für fast 4.000 US-Dollar auf den Markt, der Startpreis lag bei 3.499 US-Dollar. Laut appleinsider.com erzielte die Vision Pro in einem Weihnachtsquartal nur ein Viertel des Umsatzes, den Metas VR-Headset in diesem Zeitraum erwirtschaftete.
Mehr zum Thema bei AppleInsider: „The 1,000 no’s in Apple Vision Pro’s development graveyard“

