Diese Woche veröffentlichte der Konzern visionOS 26.5, während neue technische Analysen und erweiterte Profi-Software-Unterstützung für Aufsehen sorgen. Die Frage ist: Wann kommt der Nachfolger?
Technische Analyse zeigt extreme Pixeldichte
Am 16. Mai 2026 veröffentlichten die Experten von iFixit einen detaillierten Teardown des Apple Vision Pro. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Das Display erreicht eine Dichte von 3.386 Pixeln pro Zoll (PPI). Pro Auge werden 3.660 mal 3.200 Pixel dargestellt – rund 11,4 Millionen sichtbare Pixel. Zum Vergleich: Die Meta Quest 3 kommt auf etwa 1.218 PPI, das iPhone 15 Pro Max auf rund 460 PPI.
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Die Winkelauflösung liegt bei 34 Pixeln pro Grad (PPD). Doch dieser Detailreichtum hat seinen Preis: Der externe Akku enthält drei Zellen mit einer Gesamtkapazität von 46,08 Wattstunden. Apple begrenzt die nutzbare Leistung jedoch auf 35,9 Wattstunden – mutmaßlich, um die Lebensdauer der Batterie zu verlängern.
Ein Problem bleibt das Gewicht. Allein die Frontscheibe wiegt 34 Gramm. Inklusive externem Akku überschreitet das Gesamtgewicht die Marke von einem Kilogramm. Das EyeSight-Display, das die Augen des Nutzers auf der Vorderseite zeigt, erntete zudem Kritik: Das projizierte Bild sei schwer zu erkennen.
Positiv: Die Lautsprecher lassen sich mit einem SIM-Werkzeug abnehmen – das Gerät ist modularer als gedacht.
visionOS 26.5 und neue Profi-Anwendungen
Am 14. Mai 2026 veröffentlichte Apple visionOS 26.5 (Build 23O471). Der Fokus liegt auf Leistungsverbesserungen und Fehlerbehebungen – keine großen Neuerungen, aber eine wichtige Stabilisierung. Apple Intelligence bleibt vorerst außen vor, soll aber in künftigen Updates kommen. Das Update bereitet zudem RCS-Verschlüsselung und neue Abo-Modelle im App Store vor.
Ein echter Meilenstein: Seit dem 14. Mai unterstützt der Vision Pro offiziell iRacing über CloudXR. Nutzer streamen die Rennsimulation von einem Windows-PC auf die Brille – Voraussetzung ist eine Nvidia RTX 4070Ti oder die neuere 5070Ti. Die Technik nutzt foveated Streaming für hohe Bildraten und ermöglicht einen Passthrough-Modus, bei dem Fahrer ihre Hände am Lenkrad sehen. Nötig sind visionOS 26.4 oder höher und ein stabiles Wi-Fi 6 mit über 1.000 Mbps.
Rekord-Rekrutierung: 600 offene Stellen
Apples Engagement im Spatial-Computing-Segment ist ungebrochen. Am 16. Mai 2026 sucht der Konzern weltweit über 600 Stellen speziell für den Vision Pro. Gesucht werden Display-Ingenieure, Fertigungsspezialisten und Software-Entwickler für die Bilderfassung. Die Konzentration auf die Standorte Cupertino, Shanghai und Toronto zeigt: Apple denkt langfristig – auch wenn Gerüchte über eine Verzögerung des Nachfolgers kursieren.
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Strategischer Schwenk: Smart Glasses statt Vision Pro 2?
Branchenkenner wie Mark Gurman und Ming-Chi Kuo berichten von einer Verschiebung der Prioritäten. Statt eines schnellen Updates für den Vision Pro arbeite Apple verstärkt an einer leichten „Apple Glasses“ – Codename N50. Diese soll 2026 vorgestellt werden und 2027 auf den Markt kommen.
Anders als der Vision Pro: Die N50-Brille ist ein iPhone-Zubehör ohne eigenes Display. Sie setzt auf visuelle Intelligenz, Übersetzung und Navigation. Der Chip basiert auf der Apple-Watch-Architektur (Codename N401). Vier verschiedene Acetat-Rahmen sind geplant. Der Preis soll zwischen 299 und 499 US-Dollar liegen – also im Bereich hochwertiger Smart-Brillen.
Ein „Vision Pro 2“ wird frühestens 2028 erwartet. Im Herbst 2026 plant Apple stattdessen eine „Produktlawine“ mit über 15 neuen Geräten – angeführt vom ersten faltbaren „iPhone Ultra“ und einem „MacBook Ultra“ mit OLED-Touchscreen.
Technischer Hintergrund: LTPO, Intel und macOS 27
Apple setzt weiter auf LTPO-Technologie (Low-Temperature Polycrystalline Oxide), die variable Bildwiederholraten ermöglicht – bekannt aus der Apple Watch. Im Mai 2026 testet Apple zudem die Fertigung günstigerer Chips für iPhones und Macs bei Intel mittels des 18A-P-Prozesses. TSMC bleibt zwar Hauptlieferant für über 90 Prozent der Apple-Silizium, doch die Intel-Tests zeigen: Apple diversifiziert.
Auf der WWDC am 8. Juni 2026 wird macOS 27 erwartet. Der Fokus liegt auf Stabilität und Künstlicher Intelligenz – möglicherweise mit einer neuen Siri. Das aktuelle macOS 26.5 (Mitte Mai 2026) bringt praktische Neuerungen: Mac-mini- und Mac-Studio-Nutzer können ihre Geräte nun automatisch starten lassen, wenn Strom anliegt – eine langjährige Forderung.
Ausblick: Geduld für den Durchbruch
Apples Strategie ist klar: Inkrementelle Software-Verbesserungen für den Vision Pro, während die Entwicklung der günstigeren N50-Brille vorangetrieben wird. Der Erfolg des Vision Pro hängt von professionellen Anwendungen wie iRacing ab – und davon, ob die 600 neuen Ingenieure die thermischen und gewichtstechnischen Hürden überwinden.
Während Apple sich auf den großen Produkt-Herbst 2026 vorbereitet, bleibt der Vision Pro das High-End-Ankerprodukt für ein räumliches Ökosystem, das zunehmend in günstigere und tragbarere Formfaktoren expandiert.

