Apple Vision Pro: Produktionssupport steht vor dem Aus, Strategie wird geprüft

Schwache Verkäufe, Stellenabbau und gestoppte Folgeprojekte prägen Apples Kurs; ein neues Headset-Konzept wird intern kontrovers diskutiert.

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Berichten zufolge steht der Produktionssupport für die Apple Vision Pro vor dem Aus. Unter der Führung von Konzernchef John Ternus unterzieht das Unternehmen seine gesamte Strategie für Spatial Computing derzeit einer umfassenden Neubewertung. Die Produktion und die Vermarktung des Headsets wurden bereits drastisch zurückgefahren, nachdem die Absatzzahlen deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen des iPhone-Konzerns zurückgeblieben sind.

Schwache Nachfrage und Einbruch bei Werbeausgaben

Die Marktentwicklung des Geräts verlief ernüchternd. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens IDC stellte der Auftragsfertiger Luxshare die Montage des Headsets bereits Anfang 2025 ein.

Während im gesamten Jahr 2024 noch 390.000 Einheiten ausgeliefert werden konnten, rechnete IDC für das vierte Quartal 2025 lediglich mit 45.000 neuen Geräten. Zuletzt meldeten Berichte, dass manche Apple-Stores weltweit nur noch ein einziges Exemplar im Monat verkaufen.

Als Hauptgründe für die schleppenden Verkäufe gelten der hohe Einstiegspreis von 3.499 US-Dollar, die unhandliche Bauform des Geräts, die angespannte wirtschaftliche Gesamtlage sowie ein spürbarer Mangel an nativen Anwendungen für VisionOS. Die Preissituation verschärfte sich zuletzt weiter: Aufgrund einer beispiellosen Speicherkrise und gestiegener RAM-Kosten sah sich das Unternehmen gezwungen, die Preise für das Headset nochmals anzuheben.

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Gleichzeitig zog sich Apple aus der aktiven Vermarktung weitgehend zurück. Die Ausgaben für digitale Werbung brachen im Jahr 2026 in wichtigen Schlüsselmärkten wie den USA und Großbritannien um 95 % ein. Bereits im Jahr 2025 war die geplante internationale Markteinführung ins Stocken geraten; die vorgesehene Ausweitung auf Regionen wie China, Kanada und Großbritannien wurde nicht wie ursprünglich projektiert umgesetzt.

Stellenabbau und Streichungen in den Software-Teams

Der Richtungswechsel hinterlässt auch in der Belegschaft deutliche Spuren. Die Sparte rund um die Vision Pro durchlief eine interne Reorganisation, bei der rund 100 Stellen abgebaut wurden. In diesem Zuge schloss Apple das Team, das eigens für native Vision-Pro-Spiele zuständig war, während das Team für immersive Videoinhalte stark verkleinert wurde.

Unternehmenschef John Ternus stehe dem aktuellen Design des Geräts laut Berichten intern skeptisch gegenüber. Er betrachte das aktuelle Headset demnach weniger als dauerhaft etablierte Produktlinie, sondern primär als technologischen Trittstein, um das Feld des Spatial Computings überhaupt erst zu erschließen.

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Ungewisse Zukunft für Nachfolgemodelle

Die künftige Ausrichtung der Hardware-Reihe bleibt vorerst unklar. Mehrere interne Projekte, die auf ein leichteres und deutlich günstigeres Folgemodell abzielten, wurden auf Eis gelegt. Branchenbeobachter rechnen erst in einigen Jahren mit einem regulären Nachfolger.

Aktuell prüft der Konzern unter dem Codenamen N224 ein Neudesign des Headsets. Ein zentraler Ansatzpunkt dieser Konzeptstudie besteht darin, wesentliche Rechenkomponenten aus der Brille auszulagern und in einem externen Zubehörteil unterzubringen. Allerdings formiert sich gegen diesen Entwurf interner Widerstand innerhalb der Entwicklungsabteilungen, womit die finale Form zukünftiger Apple-Headsets weiterhin offen ist.