Apple Wallet: Vier EU-Länder erhalten Account-Card-Support

Apple erweitert Wallet-Dienste in Europa und Asien, während Hotels und Museen auf digitale Zugangslösungen setzen.

Apple erweitert sein Wallet-Ökosystem massiv: Vier weitere EU-Länder erhalten Unterstützung für die Apple Account Card, zeitgleich startet der Bezahldienst in einem neuen asiatischen Markt. Auch Hotels und Museen setzen zunehmend auf digitale Zugangslösungen.

Die Expansion kommt in Wellen: Am heutigen Donnerstag führte Apple die Apple Account Card in Estland, Lettland, Litauen und Malta ein. Nutzer können dort künftig eine digitale Karte in der Wallet-App hinterlegen, die ihr Apple-Kontoguthaben anzeigt. Dieses lässt sich für Einkäufe in Apple Stores, Online-Transaktionen, Apps und Abonnements verwenden.

Apple Pay startet auf den Philippinen

Nur einen Tag zuvor ging Apple Pay auf den Philippinen an den Start. Der Dienst unterstützt die Netzwerke von Visa und Mastercard und ist zunächst für Kunden der Banken Chinabank, GoTyme, Metrobank und UnionBank verfügbar. Erste Händler wie die Fast-Food-Kette Jollibee, Ayala Malls, Zara und Globe akzeptieren das kontaktlose Bezahlen bereits.

Der Schritt kommt nicht von ungefähr: Digitale Zahlungen machten 2024 bereits 57,4 Prozent des Einzelhandelsumsatzes auf den Philippinen aus. Bis 2028 soll dieser Anteil auf 60 bis 70 Prozent steigen. Google Pay war bereits im November 2025 in den Markt eingetreten. Die Sicherheit der Transaktionen gewährleistet eine verschlüsselte Gerätenummer, die in einem Secure-Element-Chip auf dem Smartphone gespeichert wird.

Hotels setzen auf digitale Zimmerschlüssel

Die schwedische Hotelgruppe Strawberry treibt derweil die Digitalisierung ihrer Häuser voran. In Zusammenarbeit mit ASSA ABLOY Global Solutions und Zaplox können Gäste nun per iPhone oder Apple Watch ihre Zimmertüren öffnen – auch Zugang zu Fitnessbereich, Pool und Spa lässt sich so freischalten. Das Clarion Hotel Post in Stockholm ist das erste Strawberry-Haus außerhalb Nordamerikas mit dieser Technologie.

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Auch die Nobu-Hotelkette digitalisiert ihren Check-in: Nach ersten Installationen in Toronto und Barcelona folgen weitere Standorte im Laufe des Jahres 2026. Das System soll den Verwaltungsaufwand für das Personal um rund 90 Prozent reduzieren und die Anmeldezeit der Gäste auf unter zwei Minuten verkürzen. Branchendaten zufolge hat ASSA ABLOY bereits in mehr als 130.000 Hotelzimmern weltweit digitale Schlüssellösungen installiert.

Vom Büro bis ins Museum: Digitale Ausweise im Kommen

Auch jenseits von Reisen und Bezahlen wächst die Akzeptanz digitaler Berechtigungen. Der Technologieanbieter rf IDEAS unterstützt mit seinen WAVE-ID-Lesegeräten nun auch Gallagher-Mitarbeiterausweise in der Apple Wallet. Die Lösung basiert auf der MIFARE-DESFire-Technologie von NXP und ermöglicht sowohl den Zutritt zu Gebäuden als auch den Zugang zu IT-Systemen, sicherem Drucken und Besuchermanagement.

Kultureinrichtungen ziehen nach: Das New Orleans Museum of Art (NOMA) bietet seinen Mitgliedern seit Anfang der Woche digitale Mitgliedskarten für Apple und Google Wallet an. Die Karten enthalten Name, Mitgliedsnummer und Status. Physische Karten bleiben zwar noch eine Übergangszeit gültig, sollen aber bis zum 31. März 2027 auslaufen.

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Wallet-App wird intelligenter

Auch die App selbst entwickelt sich weiter: Die zweite Beta von iOS 27, die am gestrigen Mittwoch erschien, bringt eine Funktion namens „Insights“. Sie löst das bisherige Connected-Cards-System ab und liefert Nutzern einen Überblick über Ausgabemuster, regelmäßige Transaktionen und Kontostände. Aus Datenschutzgründen werden die Kontodaten dabei nicht direkt auf dem Gerät gespeichert.