Der iPhone-Hersteller stellt sich gegen eine riskante Methode zur Speicherbefreiung, während iOS 27 ein Leasing-Modell mit Zahlungssperren vorbereitet.
Apple hat Nutzer offiziell vor einem trendigen Trick gewarnt, der durch Manipulation des Systemdatums angeblich 20 Gigabyte Speicher freiräumen soll. Zeitgleich deuten Code-Analysen der kommenden iOS-27-Beta darauf hin, dass der Konzern ein Hardware-Leasing-Modell plant – inklusive einer Sperrfunktion bei Zahlungsausfällen.
Risiken der Datums-Manipulation
Die Apple-Kundenbetreuung stellte am 23. Juli klar: Das manuelle Verstellen der Systemuhr wird nicht unterstützt. Wer dennoch den Trick anwendet, riskiert erheblichen Datenverlust, Synchronisationsfehler mit Netzwerkdiensten und Abstürze in zahlreichen Apps.
Einige Nutzer hatten die Methode ausprobiert, um System-Zwischenspeicher zu leeren. Apples Botschaft ist eindeutig: „Sichert vorher eure Daten und nutzt die offiziellen Speicherwerkzeuge.“ Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt auf die standardmäßigen Bereinigungsfunktionen des iPhones.
iOS 27: Leasing-Modell mit Sperrmechanismus
Die Analyse der iOS-27-Beta, die zwischen dem 21. und 22. Juli bekannt wurde, enthüllt einen „Restricted Mode“ (Eingeschränkter Modus). Er hängt offenbar mit einem geplanten Leasing-Programm namens „Apple Upgrade“ zusammen. Branchenberichten zufolge arbeitet Apple dabei mit dem Finanzdienstleister Klarna zusammen.
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Der Code deutet auf ein „Partner Finance Lock“-Framework hin. Die Idee: Verpasst ein Nutzer eine Rate, schaltet das iPhone in einen Sperrzustand. Dann bleiben nur noch Telefonie, grundlegende Einstellungen und der App Store nutzbar – alle Drittanbieter-Apps wären blockiert. Das System soll zudem den unerlaubten Weiterverkauf oder das Löschen geleaster Geräte verhindern. Branchenbeobachter rechnen mit einem Start bereits am 28. Juli.
Leistungssprung und neue iOS-Versionen
Mit iOS 27 Beta 4, das am 21. Juli ausgerollt wurde, kommen deutliche Leistungssteigerungen. Die Foto-App soll um 70 Prozent schneller laden. Dazu gibt es eine grundlegend überarbeitete Siri, die jetzt als kontextverstehender Gesprächsassistent auftritt, sowie ein neues „Schreiben mit Siri“-Tool.
Parallel dazu veröffentlichte Apple am 21. Juli iOS 26.2 für alle Nutzer. Die stabile Version bringt:
– Notfallwarnungen direkt auf dem Sperrbildschirm
– Anpassungsmöglichkeiten für einen „Flüssigglas“-Sperrbildschirm
– Verbesserte Performance für Apple Music, Podcasts und Spiele
– Neue Verifikationscodes für AirDrop-Übertragungen
Sicherheitslücken und behördliche Maßnahmen
Sicherheitsforscher haben eine Hardware-Schwachstelle namens „usbliter8″ aufgedeckt. Sie betrifft ältere Apple-Chipsätze der A12-, A13- und S4/S5-Serien – etwa im iPhone XR und der Apple Watch Series 4. Der Fehler sitzt im SecureROM und USB-Controller und lässt sich per Software nicht beheben. Allerdings benötigt ein Angreifer physischen Zugriff auf das Gerät.
In Südkorea verhängte die Datenschutzbehörde am 23. Juli ein Bußgeld von umgerechnet rund 170.000 Euro gegen eine Apple-Tochter. Grund: Die unerlaubte Erfassung und Übermittlung von Sprachaufnahmen und Transkriptionen durch Siri. Apple hatte die Nutzer nicht ausreichend über den grenzüberschreitenden Datentransfer informiert.
Ebenfalls am 22. Juli wurden Details zu einer ein Jahr alten Sicherheitslücke im Dienst „Hide My Email“ bekannt. Der Fehler legte die echte E-Mail-Adresse des Nutzers offen, wenn eine über eine Alias-Adresse versandte Nachricht abgewiesen wurde. Apple schloss das Leck bereits am 3. Juli serverseitig.
Schutz vor Betrug und Geräteverlust
Die britische Verbraucherschutzorganisation Which? warnte am 22. Juli vor einer Welle von iCloud-Speicher-Betrugsmails. Die gefälschten Nachrichten behaupten, das Konto sei gesperrt, und fordern zum Klick auf schadhafte Links auf. Erkennungsmerkmale: ungewöhnliche Absender-Domains und Rechtschreibfehler.
Nach jedem System-Update sollten Sie Ihre Privatsphäre-Einstellungen prüfen, um sich vor Datenlecks und Betrug zu schützen. Apple-Experte Detlef Meyer zeigt Ihnen in diesem kostenlosen Ratgeber, wie Sie Ihr iPhone sicher und ohne Fachjargon konfigurieren. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber für iPhone-Nutzer sichern
Wer sein iPhone verloren hat, sollte laut Apple die „Als verloren markieren“-Funktion in iCloud nutzen. Das sperrt das Gerät und erlaubt die Ortung. Eine Fernlöschung sei nur die letzte Option – denn sie deaktiviert die Aktivierungssperre und macht das Gerät für Unbefugte leichter nutzbar.

