Apple Watch: Fitnessband ohne Display kommt gegen Whoop

Apple prüft neue Wearable-Designs und ein displayloses Fitnessband. Händler senken Preise für aktuelle Watch-Modelle deutlich.

Apple untersucht Berichten zufolge grundlegende Design-Änderungen für seine Wearable-Sparte, während Händler derzeit mit deutlichen Preisnachlässen auf aktuelle Watch-Modelle reagieren. Neben Tests für ein rundes Gehäusedesign stehen auch neue Produktkategorien wie ein Fitnessband ohne Display im Raum, um die Marktposition im Bereich der Gesundheits-Tracker weiter auszubauen.

Preisnachlässe und technische Spezifikationen der SE-Serie

Am US-Markt zeigen sich derzeit signifikante Preisreduzierungen bei führenden Online-Händlern. So wird die Apple Watch SE 3 in der 40-mm-Version aktuell für 219 US-Dollar angeboten, was einen deutlichen Nachlass gegenüber der ursprünglichen Preisempfehlung von 329 US-Dollar darstellt. Im Vergleich dazu liegt der Einstiegspreis für die Series 11 bei 399 US-Dollar.

Die Apple Watch SE 3 zeichnet sich durch ein Always-On-Display sowie eine verbesserte Ladegeschwindigkeit aus. Nach einer Ladezeit von 15 Minuten soll das Gerät eine Batterielaufzeit von acht Stunden erreichen. Käufer müssen jedoch auf bestimmte Gesundheitsfunktionen verzichten, da das Modell weder über eine EKG-Funktion noch über eine Messung des Blutsauerstoffs oder eine Sturzerkennung verfügt.

Auch im hauseigenen Refurbished-Programm von Apple spiegeln sich die Preisbewegungen wider: Dort wird die Apple Watch SE 3 (44 mm) für 279 US-Dollar und die Series 11 (46 mm) für 369 US-Dollar geführt, jeweils inklusive einer einjährigen Garantie.

Expansion in das Segment der displaylosen Fitnessbänder

Marktbeobachter berichten, dass Apple seit etwa einem Jahr die Einführung eines Fitnessbandes ohne Display prüft. Hintergrund dieser Überlegungen ist das starke Wachstum in diesem Marktsegment, das im zweiten Quartal 2026 ein Plus von 122 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete. Für das Gesamtjahr 2026 wird in dieser Gerätekategorie ein Absatz von insgesamt 6 Millionen Einheiten erwartet.

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Aktuell dominiert der Anbieter Whoop diesen Nischenmarkt mit einem Marktanteil von 54 %. Branchenkenner spekulieren, dass Apple ein entsprechendes Konkurrenzprodukt in einer Preisspanne zwischen 129 und 149 US-Dollar positionieren könnte. Ein solches Gerät wäre Teil einer umfassenderen Neuausrichtung der Watch-Strategie, wobei ein konkretes Produkt bislang noch nicht offiziell bestätigt wurde.

Ausblick auf kommende Hardware-Generationen und Materialien

Für den September 2026 wird die Veröffentlichung der Apple Watch Ultra 4 sowie der Series 12 erwartet. Beide Modelle sollen mit einem neuen S11-Chip ausgestattet sein. Während für das Jahr 2026 kein umfassendes Redesign der Gehäuseform prognostiziert wird, liegt der Fokus der Entwicklung auf Leistungssteigerungen, verbesserten Akkulaufzeiten und Software-Optimierungen.

Die Ultra 4 könnte zudem über eine verdoppelte Sensoranzahl verfügen, um präzisere Benachrichtigungen bei Hypertonie zu ermöglichen – eine Funktion, die bereits von der FDA zugelassen sein soll.

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Zudem wird eine Rückkehr hochwertiger Gehäusematerialien in Aussicht gestellt. Berichte deuten darauf hin, dass Apple für 2026 oder 2027 die Wiedereinführung eines weißen Keramikgehäuses plant. Historisch war dieses Material bereits bei der Series 5 im Jahr 2019 im Einsatz und wurde damals im Premium-Segment zwischen 1.299 und 1.349 US-Dollar angeboten.

Ein größeres Redesign der gesamten Produktlinie wird hingegen erst für die Jahre 2027 oder 2028 erwartet. Dieses könnte ein neues System zur Befestigung der Armbänder beinhalten, was laut vorliegenden Informationen die Kompatibilität mit bestehenden Armband-Modellen beenden würde.

Entsprechende Hinweise auf ein neues Band-System und größere Akku-Kapazitäten kursieren bereits in sozialen Netzwerken in Asien. Obwohl runde Displays für zukünftige Modelle geprüft werden, stufen Branchenexperten deren Umsetzung derzeit noch als unwahrscheinlich ein.