Die US-Handelskommission ITC hat die sechsjährige Patent-Auseinandersetzung um die Apple Watch beendet – ein klarer Sieg für den iPhone-Konzern. Die Entscheidung vom 20. April 2026 sichert den Verkauf der Modelle Series 9 und Ultra 2 in den USA dauerhaft.
Blut-Sensor-Drama endgültig beigelegt
Der Streit eskalierte im Dezember 2023, als die ITC zunächst zugunsten von Masimo entschied. Apples pulsoximetrische Technologie – die per Lichtimpulsen den Sauerstoffgehalt im Blut misst – verletze bestehende Patente, so die damalige Auffassung. Die Folge: Apple musste den Verkauf der betroffenen Modelle kurzzeitig stoppen und deaktivierte im Januar 2024 die Funktion für US-Kunden komplett.
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Über 18 Monate lang konnten Besitzer der Series 9 und Ultra 2 in den USA eine der Kernfunktionen ihrer Uhr nicht nutzen. Ein Vergleich mit dem deutschen Markt: Hätte ein ähnlicher Streit hierzulande stattgefunden, wären Millionen Kunden von einer wichtigen Gesundheitsfunktion abgeschnitten gewesen.
Der Durchbruch kam im August 2025 – mit einer genialen Software-Lösung. Statt die Sauerstoffwerte direkt auf der Uhr zu berechnen, sammeln die Sensoren zwar weiterhin Rohdaten. Die eigentliche Verarbeitung übernimmt jedoch das gekoppelte iPhone. Die Ergebnisse erscheinen dann in der Health-App auf dem Handy, nicht auf dem Zifferblatt.
Kritiker bemängelten zunächst die umständlichere Bedienung. Doch die ITC bestätigte im März 2026 die Rechtmäßigkeit dieses Ansatzes – und machte ihn am 20. April endgültig zur Grundlage für die Zukunft der Apple Watch.
watchOS 26: Neuer Glanz für alte Modelle
Trotz ihres Alters von knapp drei Jahren bleiben Series 9 und Ultra 2 erstaunlich konkurrenzfähig. Das liegt vor allem am aktuellen Betriebssystem-Update watchOS 26, das Apple seit März 2026 ausrollt. Die neue „Liquid Glass“-Oberfläche setzt auf fließende Animationen und Reflexionen – eine optische Verjüngungskur.
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Der S9-Chip aus dem Jahr 2023 unterstützt weiterhin alle wichtigen Funktionen, darunter die „Apple Intelligence“-Suite. Besonders hervorzuheben: Der neue „Workout Buddy“ – ein KI-Sprachassistent, der während des Trainings persönliche Motivation und Coaching-Tipps liefert. Auch die „Double Tap“-Geste, mit der Nutzer durch einfaches Fingerklopfen navigieren, bleibt erhalten.
Technische Tests Anfang 2026 bestätigen: Das Ultra 2-Display mit 3.000 Nits – zum Launch das hellste Apple-Display überhaupt – bleibt Goldstandard für Outdoor-Lesbarkeit. Die Akkulaufzeit: rund 36 Stunden im Normalbetrieb, mit Optimierungen sogar bis zu 55 Stunden. Die Series 9 kommt auf klassische 18 Stunden – dank watchOS 26-Optimierungen weiterhin stabil.
Gebrauchtmarkt: Ultra 2 als Geheimtipp
Branchenbeobachter und Tech-Journalisten loben zunehmend die Ultra 2 als Preis-Leistungs-Kracher auf dem Gebrauchtmarkt. Der Grund: Die Ultra 3 brachte nur inkrementelle Neuerungen wie Satelliten-Kommunikation und minimale Effizienzgewinne. Wer keine Satelliten-Funktion braucht, fährt mit der Ultra 2 besser.
Die Preise für refurbished Ultra 2-Modelle haben sich stabilisiert: Im Frühjahr 2026 finden Käufer Geräte in Top-Zustand für umgerechnet rund 470 bis 500 Euro. Ein Schnäppchen im Vergleich zu neuen Top-Modellen. Besonders praktisch: Die schwarze Titan-Variante der Ultra 2 kam erst Ende 2024 auf den Markt – Käufer können Alter und Abnutzung leicht erkennen.
Sicherheits-Updates sind ein weiteres Plus. Apple unterstützt seine Wearables typischerweise drei bis sechs Jahre mit großen Software-Updates. Basierend auf aktuellen Trends und der Leistungsfähigkeit des S9-Chips dürften Series 9 und Ultra 2 mindestens bis 2028 kompatible watchOS-Versionen erhalten.
Ausblick: Apples nächster Schritt
Der Rechtsstreit ist beigelegt – doch Apple ruht sich nicht aus. Insider erwarten für Ende 2026 einen großen Hardware-Sprung. Die nächste Generation – möglicherweise als Series 12 oder Ultra 4 bezeichnet – soll noch komplexere Sensoren integrieren, die über die umstrittene Pulsoximetrie hinausgehen.
Die erfolgreiche Workaround-Lösung von 2025 hat einen neuen Weg aufgezeigt: Komplexe medizinische Berechnungen auf das iPhone auslagern. Diese Strategie könnte Apple künftig auf weitere Gesundheitsfunktionen ausweiten. Statt immer leistungsfähigere Chips in die Uhr zu packen, nutzt der Konzern die Rechenpower des iPhones – ein kluger Schachzug.
Mit dem Ende des ITC-Verfahrens kann Apple nun wieder voll auf die Integration von Watch und iPhone setzen. Die Series 9 und Ultra 2 stehen als Paradebeispiele dafür, wie Hardware sowohl juristische Hürden als auch den rasanten technologischen Wandel überstehen kann.





