Apple Watch: Neue Gesundheitsfunktionen und watchOS 26.5 starten weltweit

Apple erweitert sein Gesundheits-Angebot für die Apple Watch und bringt Bluthochdruck-Warnungen nach Israel sowie watchOS 26.5 auf alle Geräte.

Der Technologiekonzern hat am Dienstag, dem 12. Mai 2026, die Bluthochdruck-Benachrichtigungen für die Apple Watch in Israel freigeschaltet. Zeitgleich rollte Apple das Update watchOS 26.5 weltweit aus. Die Kombination aus medizinischen Diagnosefunktionen und alltäglichen Verbesserungen unterstreicht Apples Strategie, die Uhr als Gesundheitsgerät zu positionieren – pünktlich vor der Entwicklerkonferenz WWDC26 im Juni.

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Bluthochdruck-Erkennung: Apples nächster Schritt

Die neue Funktion nutzt den optischen Herzsensor aktueller Apple-Watch-Modelle. Über einen Zeitraum von 30 Tagen analysiert die Uhr die Herzfrequenzmuster. Entwickelt wurde die Technologie mit maschinellem Lernen auf Basis von Daten von über 100.000 Teilnehmern. Eine klinische Studie mit mehr als 2.000 Probanden bestätigte die Genauigkeit des Systems.

Branchenschätzungen zufolge könnte die Funktion allein in Israel im ersten Jahr über eine Million bisher unerkannte Bluthochdruck-Fälle identifizieren. Voraussetzung ist der Besitz einer Apple Watch Series 9 oder Ultra 2 – ältere Modelle wie die Series 8 bleiben außen vor.

Parallel dazu erhielten die AirPods Pro 2 und AirPods Pro 3 in Italien, Rumänien und Tschechien die Zulassung als rezeptfreie Hörgeräte-Alternative. Die Funktion richtet sich an Menschen mit leichter bis mittlerer Hörminderung und verstärkt Umgebungsgeräusche in Echtzeit.

watchOS 26.5: Mehr als nur ein neues Zifferblatt

Das am 13. Mai veröffentlichte Update bringt das Pride Luminance Zifferblatt als visuelles Highlight. Mit über 70 Farben und 11 Farbkombinationen können Nutzer bis zu zwölf Töne gleichzeitig anzeigen. Das Zifferblatt reagiert auf Handgelenksbewegungen – ein Effekt, den der integrierte Gyrosensor steuert.

Doch das Update hat auch handfeste technische Neuerungen:

  • Manuelle RCS-Verschlüsselung für sicherere Nachrichten auf verschiedenen Plattformen
  • Fehlerbehebung bei Dual-SIM: iMessage- und SMS-Probleme mit zwei SIM-Karten gehören der Vergangenheit an
  • Workout-Audio-Alarme: Der Bug, dass Töne bei Trainingseinheiten ohne gekoppeltes iPhone ausblieben, wurde beseitigt
  • Leistungsoptimierungen für Kamera-, Workout- und Karten-Apps auf Series 9, Ultra 2 und SE 3

Navigation per Handgelenk: Die „Wrist Flick“-Geste

Apple forciert mit dem Update die „Wrist Flick“-Geste. Verfügbar auf Series 9, Ultra 2 und SE 3, erlaubt sie das Ablehnen von Benachrichtigungen, das Stummschalten von Timern oder das Schließen des Smart Stack – durch einfaches Wegdrehen und Zurückbewegen des Handgelenks. Die Geste ergänzt den bekannten „Double Tap“ für Bestätigungen und erlaubt eine echte Freihand-Bedienung.

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Hardware-Schere: Alte Uhren bleiben zurück

Die aktuellen Updates zeigen deutlich, wie sehr die Hardware-Generationen auseinanderklaffen. Refurbished Series-8-Modelle sind zwar für rund 165 Euro zu haben – doch sie besitzen weder den S10-Chip noch die Spezialsensoren für Bluthochdruck oder Schlafapnoe-Erkennung. Auch die hellen Displays mit 2.000 Nits bleiben der Series 11 vorbehalten.

Die Series 11 hingegen, die Mitte Mai 2026 mit deutlichen Rabatten im Handel war, bleibt der Maßstab für das volle Gesundheitspaket inklusive Vitals-Überwachung und Always-On-Display.

Wettbewerb: Apple dominiert Gesundheit – schwächelt bei Akkulaufzeit

Die Expansion der Gesundheitsfunktionen ist Teil einer klaren Strategie: Apple will die Uhr vom Benachrichtigungs-Gadget zum medizinischen Begleiter machen. Regulatorische Zulassungen in immer mehr Ländern ebnen den Weg.

Doch die Apple Watch Ultra 3 hat weiterhin mit einem entscheidenden Nachteil zu kämpfen: der Akkulaufzeit. Mit rund 42 Stunden liegt sie weit hinter der Konkurrenz. Die CMF Watch 3 Pro hält 13 Tage, die Amazfit Active Max sogar 25 Tage. Selbst die Garmin Forerunner 165 für rund 200 Euro bietet 11 Tage Laufzeit. Für Ausdauersportler bleibt das ein entscheidendes Argument gegen Apple.

Ausblick: WWDC26 und die Zukunft

watchOS 26.5 gilt als letzte Verfeinerung vor dem großen Sprung. Die WWDC26 beginnt am 8. Juni 2026. Erwartet wird die Vorstellung von watchOS 27 – mit starkem Fokus auf „Apple Intelligence“. Gerüchte sprechen von einem kontextbewussteren Siri und KI-gestützten Gesundheitsanalysen, die aus langfristigen biometrischen Daten Vorhersagen treffen könnten.

Auch die Apple Watch Series 12 bleibt Thema. Brancheninsider rechnen im Herbst mit Hardware-Upgrades, die den höheren Rechenbedarf für KI-Funktionen decken sollen. Bis dahin können Nutzer die neuen Gesten und Gesundheitsfunktionen direkt in den Einstellungen unter „Gestiken“ und „Gesundheit“ in watchOS 26.5 aktivieren.