Berichten vom 10. August 2026 zufolge bereitet Apple eine grundlegende Überarbeitung seiner Smartwatch-Produktlinie vor. Die strategischen Anpassungen sollen bereits im Vorfeld des für September erwarteten iPhone-Events konkretisiert werden. Während für das laufende Jahr vor allem Leistungsverbesserungen und neue Farbvarianten im Fokus stehen, deuten Branchenanalysen auf eine radikale Transformation des Portfolios in den kommenden zwei bis drei Jahren hin.
Produktneuheiten für den kommenden Herbst
Für das bevorstehende Event im September testet Apple derzeit drei neue Modelle: die Apple Watch Series 12 in den Varianten Wi-Fi und Cellular sowie die Apple Watch Ultra 4. Ein neues Modell der günstigeren SE-Serie wird für diesen Zeitraum nicht erwartet.
Die kommenden Versionen der Series 12 und Ultra 4 konzentrieren sich laut Branchenberichten primär auf interne Upgrades. Erstmals seit 2023 soll ein neu entwickelter Prozessor zum Einsatz kommen, der die Leistungsfähigkeit der Geräte steigert. Darüber hinaus werden neue Armbänder, zusätzliche Gehäusefarben und erweiterte Fitness-Funktionen erwartet. Ein vollständiger Design-Umbruch ist für die diesjährige Generation jedoch noch nicht vorgesehen.
Strategische Erweiterung der Preisstruktur
Hinter den Kulissen prüft das Unternehmen eine deutlich breitere preisliche Fächerung seines Angebots. Um neue Kundengruppen zu erschließen und gleichzeitig das Luxussegment zu stärken, erwägt Apple die Einführung von Modellen, die preislich über der aktuellen Ultra- und Hermès-Linie angesiedelt sind. Parallel dazu gibt es Überlegungen für neue Einstiegsvarianten, die unterhalb der bisherigen SE-Serie positioniert werden könnten.
Für das Jahr 2027 oder 2028 zeichnet sich zudem ein weitreichendes Redesign ab. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Konzepte diskutiert, darunter bildschirmlose Fitness-Tracker sowie neue Gehäusegrößen. Auch die Rückkehr von Keramik-Gehäusen steht im Raum. Ein solches Material kam bereits bei der Series 2 im Jahr 2016 zu einem Preis von 1.249 US-Dollar zum Einsatz und war zuletzt 2019 Teil der Series 5.
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Technologische Evolution und KI-Integration
Ein wesentlicher Bestandteil der künftigen Strategie ist die stärkere Integration von Künstlicher Intelligenz. Die Health-App soll künftig KI-zentrierter agieren, um Gesundheitsdaten präziser auszuwerten. Technisch arbeitet das Unternehmen zudem an einer Funktion zur Blutdruckmessung am Handgelenk, während eine marktreife Blutzuckermessung für einen späteren Zeitpunkt in diesem Jahrzehnt prognostiziert wird.
Für das Jahr 2027 kursieren Berichte über technische Spezifikationen, die ein neues Band-System sowie einen größeren Akku vorsehen. Dieses System könnte bestehende Armbänder inkompatibel machen, was bereits seit längerer Zeit in der Branche spekuliert wird. Zudem sollen acht Sensoren in einer Ringform sowie neue OLED-Technologien zum Einsatz kommen, die sich aktuell in der Entwicklung bei Partnerunternehmen wie LG Display befinden.
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Software-Anforderungen und Management-Wechsel
Mit dem kommenden Betriebssystem watchOS 27 verschärfen sich die Hardware-Voraussetzungen. Die neue Software wird voraussichtlich nur noch Modelle unterstützen, die mindestens mit einem S9- oder S10-Chip ausgestattet sind. Dazu zählen die Series 9 bis 11, die Ultra-Modelle 2 und 3 sowie die dritte Generation der SE.
Flankiert werden diese Produktstrategien von Veränderungen in der Führungsspitze. John Ternus wird die Position des CEO übernehmen, während Apple gleichzeitig ältere Upgrade-Pläne verwirft, um Platz für die neue Ausrichtung zu schaffen. Ob sich im Zuge des radikalen Redesigns auch runde Displays durchsetzen werden, gilt unter Experten als umstritten, obwohl Wettbewerber wie Samsung, Google oder Garmin dieses Format bereits erfolgreich einsetzen.

