Apple denkt offenbar über einen grundlegenden Neustart seiner Smartwatch nach – mit runder Uhr und Keramik-Gehäuse.
Der US-Konzern prüft einem aktuellen Bericht zufolge mehrere Design-Änderungen, die das Erscheinungsbild der Apple Watch in den kommenden Jahren deutlich verändern könnten. Während die für September erwartete neue Modellgeneration vor allem auf Leistungsverbesserungen setzt, experimentiert das Unternehmen intern mit radikal anderen Formfaktoren. Hintergrund ist der zunehmende Wettbewerb durch Smart Rings und minimalistische Fitness-Tracker.
Runde Displays und Keramik statt Titan
Zu den vielversprechendsten Konzepten gehört eine Apple Watch mit rundem Display – eine Abkehr vom rechteckigen Design mit abgerundeten Ecken, das die Produktlinie seit ihrer Einführung prägt. Zusätzlich erwägt Apple die Entwicklung von Fitness-Accessoires ohne Display, die direkt mit der wachsenden Konkurrenz durch Smart Rings konkurrieren könnten.
Auch eine Rückkehr zu Keramik-Gehäusen steht offenbar zur Debatte. Bereits 2026 oder 2027 könnte eine entsprechende Premium-Variante erscheinen. Apple hatte zuletzt bei der Series 5 ein Keramik-Modell angeboten – damals zu einem Einstiegspreis von umgerechnet rund 1.150 Euro –, bevor die Option mit der Series 6 im Jahr 2020 ersatzlos gestrichen wurde. Ein Comeback würde den bisherigen Titan- und Aluminium-Varianten eine hochwertige Alternative zur Seite stellen.
Weitere Hinweise liefert ein am 8. August veröffentlichtes Patent: Es beschreibt ein rundes Display mit gefalteten Signalpfaden und Fotodioden, das Gestensteuerung per Handbewegung ermöglichen soll.
September-Launch: Bewährtes Design, neue Technik
Die unmittelbar anstehende Hardware-Offensive setzt dagegen auf Kontinuität. Die Apple Watch Series 12 und Apple Watch Ultra 4 erscheinen im September zusammen mit der nächsten iPhone-Generation – optisch weitgehend unverändert, technisch aber mit deutlichen Fortschritten:
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- Neuer Prozessor: Der S11-Chip markiert das erste größere Update seit 2023.
- Fitness & Gesundheit: Verbesserte Sensoren und tiefere watchOS-Integration. Fortschrittliche Funktionen wie die Blutzuckermessung dürften allerdings erst deutlich später im Jahrzehnt kommen.
- Modellstrategie: Eine neue Apple Watch SE ist für dieses Jahr nicht geplant.
Parallel bereitet Apple drei „Ultra“-Produkte vor: ein faltbares „iPhone Ultra“ mit 7,7-Zoll-Innendisplay, „AirPods Ultra“ mit Infrarotkameras für visuelle Daten an Siri sowie ein „MacBook Ultra“ mit OLED-Touchscreen, das bis Anfang 2027 erscheinen soll.
Konkurrenz wird aggressiver
Die Erkundung runder Designs kommt nicht von ungefähr. Google stichelte erst am 7. August mit einem Teaser zur Pixel Watch 5 gegen die eckigen Uhren von Apple und Samsung. Das runde Modell wird am 12. August beim „Made by Google“-Event in New York offiziell enthüllt, der Verkaufsstart ist für den 20. August geplant.
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Für 2027 kursieren zudem Gerüchte über ein grundlegendes Redesign der Apple Watch. Ein neues Bandbefestigungssystem könnte die Kompatibilität mit bestehenden Armbändern beenden – im Gegenzug verspricht es mehr Platz im Gehäuse für einen größeren Akku. Damit würde Apple einen der häufigsten Nutzerwünsche adressieren.

