Apple Watch Ultra 4: Akku hält bis zu 50 Stunden statt 42 beim Vorgänger

Die Ultra 4 hält länger durch und erweitert die Sensorik; Fachleute sehen für Besitzer der Ultra 2 und 3 wenig Wechselanreiz.

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Fachpublikationen haben detaillierte Testberichte zur Apple Watch Ultra 4 veröffentlicht, bei denen insbesondere die verlängerte Akkulaufzeit sowie erweiterte Gesundheitsfunktionen im Fokus stehen. Während die Smartwatch technisch in mehreren Bereichen zulegt, bleibt das äußere Erscheinungsbild im Vergleich zu den Vorgängermodellen unverändert.

Längere Laufzeiten und schnellere Ladezyklen

Ein zentraler Schwerpunkt der ersten Tests liegt auf der Energieversorgung. Nach Angaben der Tester sowie offiziellen Leistungsdaten erreicht die Apple Watch Ultra 4 bei normaler Nutzung eine Laufzeit von bis zu 50 Stunden. Beim Vorgängermodell Ultra 3 lag dieser Wert noch bei 42 Stunden. Im Energiesparmodus sind bis zu 84 Stunden möglich.

Für sportliche Einsätze werden 18 Stunden bei Outdoor-GPS-Nutzung, 25 Stunden im erweiterten Trainingsmodus (im Vergleich zu 20 Stunden bei der Ultra 3) sowie bis zu 45 Stunden im maximal erweiterten Trainingsmodus genannt. Über die Schnellladefunktion lässt sich das Gerät zudem innerhalb von 15 Minuten für eine Nutzungsdauer von 18 Stunden aufladen.

Ausgebaute Sensorik und neue Gesundheitsfunktionen

Auf der Gehäuserückseite kommen acht LED-Sensoren statt bisher vier, 32 Elektroden statt zwei sowie vier ringförmig angeordnete Photodioden zum Einsatz. Durch den neuen optischen Sensor erfolgt die Herzfrequenzmessung alle fünf Sekunden und damit 50-mal häufiger als zuvor.

Die Herzfrequenzvariabilität (HRV) wird alle fünf Minuten und unmittelbar ermittelt, statt wie bisher vor allem nachts. Ein neuer Schrittzähler arbeitet zudem auch bei fixierten Händen präziser.

In der Vitals-App führt watchOS einen Readiness-Score auf einer Skala von 0 bis 10 ein, der Einstufungen wie Erholen, Tempo anpassen, Bereit oder Loslegen umfasst. Fachberichte merken an, dass die Funktion noch nicht durchgehend überzeuge.

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Tester von Trusted Reviews stellten zudem fest, dass die Herzfrequenzmessung bei Spitzenbelastungen den Maximalpuls im Vergleich zu einem Brustgurt mitunter zu niedrig ansetze. Im Vergleich zu Tracking-Lösungen von Whoop oder Oura präsentiere sich die Uhr zwar vielseitiger, lege den Schwerpunkt jedoch weniger stark auf reine Regeneration.

Technische Ausstattung, Display und Software

Das Titangehäuse misst unverändert 49 mal 44 mal 12 Millimeter bei einem Gewicht von 63 Gramm und ist in den Farben Schwarz oder Natur-Titan erhältlich. Es erfüllt die Standards IP6X und MIL-STD 810H, bietet eine Wasserdichtigkeit bis 100 Meter und eignet sich für Tauchgänge bis 40 Meter Tiefe. Das 2,04 Zoll große Always-On Retina-Display löst mit 422 mal 514 Pixeln auf, nutzt Saphirglas und erreicht eine Spitzenhelligkeit von 3.000 Nits bei einer Dimmbarkeit bis auf 1 Nit. Zum Vergleich bietet die Samsung Galaxy Watch Ultra 2 eine Helligkeit von 5.000 Nits.

Im Inneren arbeitet der S11-Chip, der auf dem A20 Pro basiert. Der Arbeitsspeicher wurde gegenüber der Ultra 3 von 2 GB auf 4 GB verdoppelt, der interne Speicher fasst 64 GB. Die Smartwatch läuft unter watchOS 27 und setzt zwingend ein iPhone voraus.

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Zu den Audio-Intelligence-Funktionen gehören eine Geräuscherkennung und Shazam. Erweiterte Funktionen wie eine Live-Rewind-Gesprächsaufzeichnung über 15 Sekunden sowie Siri-Zusammenfassungen sind für einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2026 angekündigt und erfordern ein iPhone 15 Pro oder ein neueres Modell.

Marktpreise und Empfehlungen der Fachpresse

In den USA liegt der Einstiegspreis trotz einer Verknappung bei Speicherchips unverändert bei 799 US-Dollar. In Europa beginnt der Preis bei 899 Euro, in Großbritannien bei 749 Pfund. In Japan startete der Verkauf am 18. September zu einem Preis von 142.800 Yen, während das Modell in Indien für 109.900 Rupien gelistet ist.

In den Testfazits, unter anderem von Mark Gurman für Bloomberg, werden vor allem die präzisere Pulsmessung und neue Live-Komplikationen positiv hervorgehoben. Gleichzeitig raten Tester Besitzern einer Apple Watch Ultra 2 oder Ultra 3 überwiegend dazu, mit einem Neukauf noch ein Jahr zu warten, da der Chip im Alltag kaum spürbare Veränderungen bringe. Für Erstkäufer wird die Smartwatch hingegen empfohlen.