Apple Watch Ultra 4: Praxistests bestätigen zwei Tage Akkulaufzeit

Praxistests zeigen solide Laufzeiten, häufigere Vitalmessungen und eine neue Readiness-Bewertung; für Ultra-2- und Ultra-3-Besitzer ist der Wechsel optional.

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Aktuelle Praxistestergebnisse bestätigen für die Apple Watch Ultra 4 eine Akkulaufzeit von zwei Tagen sowie neue Funktionen wie die Readiness Bezel. Ausführliche Tests verschiedener Fachmedien beleuchten die Leistungsfähigkeit der robusten Smartwatch im Alltag und im sportlichen Einsatz.

Laufzeit und Ladeleistung im Alltagstest

In einem fast einmonatigen Praxistest hielt der Energiespeicher meist zwei Tage durch, wenn an diesen Tagen rund 3 Stunden Training absolviert wurden. Der Ladevorgang erfolgte dabei gewöhnlich am dritten Morgen.

Weitere Tests zeichnen ein ähnliches Bild: Ohne nächtliches Tragen erreichte die Smartwatch etwa 2,5 Tage, während die Laufzeit bei aktivem Schlaftracking bei etwa 1,5 bis 2 Tagen lag. Mit zwei kürzeren Spaziergängen von 30 bis 45 Minuten im Freien wurden im Test zwei volle Tage erreicht.

Apple gibt für die Ultra 4 bis zu 50 Stunden reguläre Nutzung an, während das Vorgängermodell Ultra 3 auf 42 Stunden beziffert war. Im Stromsparmodus werden bis zu 84 Stunden versprochen. Für Trainingsmodi nennt der Hersteller bis zu 18 Stunden Outdoor-Training beziehungsweise vollständiges Workout mit GPS und Herzfrequenzmessung, was eine Steigerung gegenüber den früheren 14 Stunden darstellt.

Das Extended Workout wird mit bis zu 25 Stunden beziffert, während das Max Extended Workout 45 Stunden erreicht, verglichen mit 35 Stunden beim Vorgänger. Über Apples 18-W-Ladegerät lässt sich die Uhr in rund 45 Minuten von 0 auf 100 % aufladen; eine Ladezeit von 15 Minuten soll bis zu 18 Stunden Nutzung ermöglichen.

Genauere Sensoren und neue Vitalwerte

Im Inneren der Smartwatch arbeitet der S11-Chip in Kombination mit einem neuen Gesundheitssensorsystem, das auch in der Apple Watch Series 12 verbaut ist. Die Hintergrund-Herzfrequenzmessung erfolgt nun alle 5 Sekunden statt wie bei der Ultra 3 alle 5 Minuten. Laut Apple geschieht dies 60-mal häufiger als bei den Vorjahresmodellen.

Die Messung der Herzfrequenzvariabilität (HRV) im Ruhezustand wird auf alle 5 Minuten verkürzt, während dieser Wert zuvor alle 2 Stunden ermittelt wurde. Bei maximalen und durchschnittlichen Werten während des Trainings lag die Genauigkeit der Pulserfassung im Test auf dem Niveau eines Brustgurts.

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Mit der sogenannten Readiness-Funktion führt Apple eine Bewertung von Aktivität, Schlaf und Vitalwerten auf einer Skala von 0 bis 10 ein. Diese Einstufung kann sich im Tagesverlauf verändern. Tester merken jedoch an, dass eine Verlaufshistorie für die Readiness-Werte fehlt.

Hardware und Marktpositionierung

Das Gehäuse aus Titan misst weiterhin 49 × 44 × 12 mm und verfügt über ein Display mit einer Spitzenhelligkeit von 3.000 Nits. Das Gewicht liegt bei 63,0 g für die Ausführung in Natur und bei 63,1 g für die schwarze Variante.

Zur Ausstattung gehören GPS, Mobilfunk sowie Satelliten-Nachrichten, die für 2 Jahre kostenlos bereitgestellt werden. Ein Test erfolgte über fast einen Monat in Verbindung mit einem iPhone 18 Pro unter iOS 27.

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Preislich startet die Apple Watch Ultra 4 in den USA bei 799 US-Dollar sowie bei 899 US-Dollar mit dem Titanium Milanese Loop. Im Vereinigten Königreich liegt der Einstiegspreis bei 749 Pfund, während in Indien 1,09,900 Rupien und mit dem Titanium Milanese Loop 1,24,900 Rupien verlangt werden.

Zum Vergleich: Die Series 12 bietet viele Neuerungen ab 369 Pfund. Im Wettbewerbsumfeld steht die Smartwatch Modellen wie der Galaxy Watch Ultra 2 für 649 Pfund, der Garmin Fenix 9 für 859 Pfund und der Amazfit Balance Ultra für 600 Pfund gegenüber.

In der Praxisbewertung wird ein Upgrade besonders für Besitzer älterer Modelle oder der ersten Ultra empfohlen. Wer bereits eine Ultra 2 oder Ultra 3 nutzt, müsse laut den Testern hingegen nicht eilen, da es sich für diese Nutzergruppe eher um einen selektiven Schritt handle.