Apple Watch Ultra 4 und Galaxy Watch Ultra 2: Herzfrequenz fast gleichauf

Beide Uhren erfassten Strecke und Puls ähnlich genau; beim Kalorienverbrauch zeigten sich jedoch systematische Überschätzungen.

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In einem Praxistest über die Halbmarathondistanz von 13,1 Meilen traten die Spitzenmodelle von Apple und Samsung gegeneinander an. Laut einem Bericht des Fachportals Tom’s Guide vom 17. Oktober 2026 lieferten sich die Apple Watch Ultra 4 und die Samsung Galaxy Watch Ultra 2 bei der Distanz- und Vitaldatenmessung ein enges Duell.

Hohe Präzision bei GPS und Herzfrequenzmessung

Auf der 13,1 Meilen langen Laufstrecke ermittelten beide Geräte sehr ähnliche Streckenlängen: Die Apple Watch Ultra 4 zeichnete eine Distanz von 13,23 Meilen auf, während die Samsung Galaxy Watch Ultra 2 auf 13,21 Meilen kam.

Auch bei der Erfassung der Herzfrequenz lagen die Kontrahenten nah beieinander. Als Referenzgerät diente ein Oura Ring 5, der einen durchschnittlichen Puls von 163 Schlägen pro Minute (bpm) maß. Die Apple-Uhr registrierte im Schnitt 159 bpm, das Samsung-Modell 160 bpm.

Der Lauf fand dabei überwiegend in den Trainingszonen 4 und 5 statt. Bei der Höhenmessung gab es hingegen leichte Abweichungen: Während die offizielle Kursangabe 311 Fuß betrug, erfasste die Uhr einen Anstieg von 342 Fuß.

Unterschiede bei Gehäuse, Preis und Ökosystem

Trotz der ähnlichen Leistungsdaten im Laufbetrieb unterscheiden sich die beiden Premium-Modelle deutlich in Konzeption und Preisgestaltung. Die Apple Watch Ultra 4 besitzt ein 49-mm-Gehäuse, kostet 799 US-Dollar und setzt zwingend ein gekoppeltes iPhone voraus. Die Samsung Galaxy Watch Ultra 2 ist für 699 US-Dollar erhältlich, misst 47 mm und lässt sich ausschließlich mit Android-Smartphones nutzen.

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Ausstattung und Hardware der Samsung-Uhr wurden in einem weiteren Bericht vom 17. Oktober 2026 detailliert aufgeführt: Für den indischen Markt liegt der Preis bei 64.999 Rupien (bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 69.999 Rupien).

Das Modell verfügt über ein Titangehäuse, ein 1,52 Zoll großes Super-AMOLED-Display mit bis zu 5.000 Nits Spitzenhelligkeit, den Prozessor Snapdragon Wear Elite, das Betriebssystem Wear OS 7 sowie 64 GB internen Speicher. Der Akku fasst 800 mAh und hält bei kontinuierlicher Pulsmessung, Schlaftracking und täglichem 45-minütigen Training rund zwei Tage durch.

Bei intensiver GPS-Nutzung sinkt die Laufzeit auf etwa 1,5 Tage; ein Ladevorgang von null auf 100 Prozent dauert circa zwei Stunden. Bestimmte Funktionen wie EKG, Erkennung unregelmäßiger Herzrhythmen und Vascular Load bleiben Nutzern vorbehalten, die ein Galaxy-Smartphone von Samsung verwenden.

Sensortechnik und Herausforderungen bei der Kalorienberechnung

Auch Apple setzt bei seinen aktuellen Geräten auf eine veränderte Sensorik. Wie Unternehmensvertreter im Oktober darlegten, verfügen die Apple Watch Series 12 und die Ultra 4 über ein grundlegend überarbeitetes Sensorsystem mit neuen optischen und elektrischen Bauteilen.

Die Herzfrequenz wird nun selbst in Bewegung bis zu alle fünf Sekunden gemessen, ohne dass dies zu Einbußen bei der Batterielaufzeit führe. Da es sich um eine Hardwareanpassung auf chip- und Optikebene handelt, lässt sich die Neuerung nicht per Software-Update auf ältere Generationen übertragen.

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Während die Herzfrequenzmessung bei beiden Flaggschiffen zuverlässig arbeitet, bleibt die Berechnung des Energieverbrauchs eine bekannte Problemzone. Im Test überschätzte die Galaxy Watch Ultra 2 den Kalorienverbrauch im Vergleich zur Apple Watch Series 12, dem Amazfit Helio Strap und dem Google Fitbit Air konsistent.

Diese Beobachtung deckt sich mit einer Untersuchung der Florida International University in Miami, über die am 17. Oktober 2026 berichtet wurde. Anhand von 58 Probanden – darunter 25 mit einem Body-Mass-Index ab 30 – stellten Forscher fest, dass Smartwatches den Kalorienverbrauch beim Intervalltraining auf dem Liegerad systematisch überschätzten. Auch eigene Messungen der Stiftung Warentest ergaben modell- und sportartabhängige Abweichungen zwischen 6 und 23 Prozent.