Apple Watch Ultra: Erste Generation verliert watchOS-27-Support

Die erste Apple Watch Ultra erhält kein watchOS 27 mehr. Grund ist die neue Siri-KI, die leistungsstärkere Hardware voraussetzt.

Siri-KI erzwingt neuen Hardware-Standard

Mit der Veröffentlichung der dritten Beta von watchOS 27 am 6. und 7. Juli 2026 zeichnet sich ein klares Bild ab. Apple setzt künftig auf Edge AI – künstliche Intelligenz, die direkt auf dem Gerät läuft. Das Herzstück: eine komplett überarbeitete Siri, die Branchenberichten zufolge auf Googles Gemini-Modellen basiert.

Die neue Siri bringt eine eigene App in einem neu gestalteten App-Raster mit, erkennt Kontext und synchronisiert sich über mehrere Geräte hinweg. Doch diese Funktionen haben ihren Preis: Sie benötigen den S9-System-in-Package (SiP) mit einem Vierkern-Neuronalen-Prozessor.

Das hat weitreichende Konsequenzen. Wenn die stabile Version von watchOS 27 im September 2026 erscheint, fliegen mehrere Modelle aus dem Support: die Apple Watch Series 6, 7 und 8, die zweite Generation der SE – und die erste Apple Watch Ultra.

Kritik an kurzer Unterstützungsdauer

Besonders das Aus für die ursprüngliche Ultra sorgt für Unmut. Schließlich startete das Premium-Modell 2022 zu einem Preis von rund 800 Euro. Nach nur etwa vier Jahren ist Schluss mit Updates – während ältere iPhones wie das iPhone 11 von 2019 oder der HomePod von 2018 noch ihre jeweiligen Software-Updates erhalten.

Schon bei watchOS 26 hatte die erste Ultra bestimmte Gesundheitsfunktionen verpasst, etwa Bluthochdruck-Benachrichtigungen und Live-Übersetzung. Beobachter sehen eine wachsende Kluft zwischen „KI-fähiger“ Hardware und älteren Geräten. Während iPhones oft noch Basis-Updates ohne die neuesten KI-Funktionen bekommen, bedeutet der Ausschluss bei der Apple Watch einen kompletten Rauswurf aus dem Betriebssystem.

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Die Modelle, die voll profitieren: die Series 10 und 11, die Ultra 2 und 3 sowie die dritte SE-Generation. Die Series 9 könnte angeblich noch das Basis-Betriebssystem erhalten – allerdings ohne die volle „Apple Intelligence“-Palette.

Apple dominiert den Edge-AI-Markt

Trotz der Kritik an der Legacy-Unterstützung zeigt sich: Apples Strategie geht marktwirtschaftlich auf. Laut Counterpoint Research entfielen im ersten Quartal 2026 rund 90 Prozent aller Edge-AI-Smartwatch-Lieferungen auf Apple.

Die Forschung zeigt einen rasanten Markt: Die Auslieferungen KI-fähiger Smartwatches stiegen im Jahresvergleich um 70 Prozent, die Marktdurchdringung erreichte 25 Prozent. Besonders Gesundheitsfunktionen treiben das Wachstum. Die Auslieferungen von Smartwatches mit Blutdruckmessung verdoppelten sich, Schlafapnoe-Erkennung verdreifachte sich, und EKG-Funktionen erreichten einen Marktanteil von 34 Prozent.

Bis Ende 2026 erwarten Analysten eine Penetration von 32 Prozent. In diesem Umfeld positioniert Apple die Ultra 3 als neuen Standard für das robuste Segment. Ihre Spezifikationen: ein 49-mm-Titangehäuse, ein 3000-Nit-Display und bis zu 72 Stunden Akkulaufzeit im Stromsparmodus.

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Beta-Fortschritt und technische Integration

Die Entwicklung von watchOS 27 läuft auf Hochtouren. Am 8. Juli 2026 – also heute – veröffentlichte Apple die Beta 2 für die Ultra 3, nachdem das Modell in der ersten Beta gefehlt hatte. Sie enthält die Siri-KI-Überarbeitung und eine verbesserte Workout-Buddy-Funktion.

Interessant: Die neue Siri-KI benötigt für bestimmte Aufgaben die Verbindung zu einem kompatiblen iPhone. Das unterstreicht den vernetzten Charakter des Apple-Intelligence-Ökosystems.

Der Trend ist eindeutig: Künftig entscheiden nicht mehr CPU-Leistung, sondern neuronale Verarbeitungsfähigkeiten über die Lebensdauer von Premium-Wearables. Die erste Ultra ist das erste prominente Opfer dieser neuen Ära.