Das gab Präsident Trump am Donnerstag auf seiner Plattform Truth Social bekannt. Der Schritt markiert eine strategische Wende für den iPhone-Konzern, der bislang fast ausschließlich auf den taiwanesischen Hersteller TSMC setzte.
Intel-Aktien legten daraufhin im vorbörslichen Handel um rund neun Prozent zu, Apple-Papiere stiegen moderat um 0,6 Prozent. Offizielle Bestätigungen von Apple oder Intel stehen noch aus. Bereits im Mai 2026 hatte das Wall Street Journal über eine entsprechende Grundsatzeinigung nach mehr als einjährigen Verhandlungen berichtet.
Abkehr von TSMC: Apples neuer Fertigungsplan
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Die Partnerschaft dient der Diversifizierung der Lieferkette. Apple hatte zuletzt seine Position als größter TSMC-Kunde an Nvidia verloren. Lieferengpässe beim taiwanesischen Auftragsfertiger führten wiederholt zu Verzögerungen bei High-End-Geräten wie dem M5 Mac Studio oder einem Touchscreen-MacBook Pro.
Apple bleibt für das Chipdesign verantwortlich, Intel fungiert als reiner Fertigungspartner. Marktanalyst Dan Ives von Wedbush spricht von einem „substanziellen Mehrjahresvertrag“. Die ersten Produktionschargen dürften ältere oder Einstiegsprozessoren betreffen – etwa für iPad Pro, MacBook Air und Standard-iPhone-Modelle.
Technische Details: Intels 18A-P-Verfahren im Fokus
Im Zentrum der Zusammenarbeit steht Intels 18A-P-Fertigungsprozess. Auf einem Symposium Mitte Juni wurden technische Details vorgestellt: Der Knoten ermöglicht entweder neun Prozent mehr Leistung oder 18 Prozent weniger Stromverbrauch.
Laut Branchenanalyst Ming-Chi Kuo hat Intel bereits mit der Produktion älterer Chipdesigns für iPhones, iPads und Macs begonnen. Die Massenfertigung neuerer Generationen wie der Apple-M7-Serie wird jedoch nicht vor Mitte 2027 erwartet. Gefertigt wird in Intel-Werken in Oregon, Arizona und Ohio. Bloomberg zufolge erwägt Apple Intel sogar für den A22 Pro, einen 1,4-Nanometer-Chip für High-End-iPhones ab 2028.
Intern gibt es bei Apple offenbar Bedenken hinsichtlich der Ausbeute und der Kosten. Schätzungen zufolge liegen Intels Fertigungskosten pro Chip derzeit dreimal höher als bei TSMC, bei geringerer Ausbeute.
Staatliche Beteiligung und Intels Comeback
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Die US-Regierung hält rund zehn Prozent an Intel – ein Anteil, der aus der Umwandlung von 8,9 Milliarden Dollar CHIPS-Act-Zuschüssen in Eigenkapital im August 2025 resultierte. Trump betonte, der Staat habe Intel gestützt, als das Unternehmen rund 100 Milliarden Dollar wert war. Heute liegt die Marktkapitalisierung bei über 608 Milliarden Dollar.
Unter CEO Lip-Bu Tan, der 2025 die Führung übernahm, stieg der Aktienkurs binnen zwölf Monaten um 464 Prozent. Intel hat sein Foundry-Geschäft massiv ausgebaut und Partnerschaften mit Nvidia, Tesla, SpaceX und xAI geschlossen. Zudem ist der Konzern am „Terafab“-Projekt von Elon Musks Unternehmen beteiligt.
Apples Bekenntnis zur US-Fertigung folgt auf massive Investitionen: 2025 flossen 500 Milliarden Dollar in die USA, weitere 100 Milliarden kamen hinzu. Die Verlagerung erfolgt vor dem Hintergrund drohender Importzölle von rund 100 Prozent auf Halbleiter. Intels nächste Bilanzvorlage am 23. Juli 2026 dürfte weitere Details zu den Foundry-Verpflichtungen liefern.

