Der Technologiekonzern Apple hat am heutigen Donnerstag seine jährliche Bildungsaktion in den USA und Kanada gestartet. Studierende und Lehrkräfte erhalten beim Kauf bestimmter Geräte Gutscheine – zeitgleich steigen die Preise für Hardware und Versicherungen.
Gutscheine statt Rabatte
Die Aktion läuft bis zum 27. August 2026. Wer ein MacBook Pro erwirbt, bekommt einen Gutschein im Wert von 150 Dollar. Beim Kauf eines MacBook Air, iPad Pro oder iPad Air gibt es 100 Dollar. Die Teilnahme setzt eine Verifizierung über den Dienst UNiDAYS voraus.
Doch der Schein trügt: Apples direkte Rabatte fallen vergleichsweise moderat aus. Drittanbieter wie Amazon locken mit tieferen Preisnachlässen. Das 13-Zoll MacBook Air mit M5-Chip ist dort für 1.449 Dollar zu haben – ein Abschlag von 150 Dollar gegenüber dem Listenpreis.
Hintergrund der verhaltenen Aktion: Erst am 25. Juni hatte Apple die Preise für viele MacBook-Pro-Modelle teils um mehrere Hundert Dollar angehoben. Grund dafür sind explodierende Kosten für Speicherbausteine.
AppleCare+ wird teurer
Erst am Mittwoch bestätigten Berichte: Apple hat die Preise für die Garantieverlängerung AppleCare+ erhöht. Monatspläne kosten nun 50 Cent mehr, Jahresverträge fünf Dollar zusätzlich. Für ein 13-Zoll MacBook Air fallen monatlich 7,99 Dollar an, für das 16-Zoll MacBook Pro 15,99 Dollar. Bestandskunden sind von der Erhöhung nicht betroffen.
Wer sich trotz steigender Preise für einen neuen Apple-Rechner entscheidet, sollte das volle Potenzial des Betriebssystems von Anfang an ausschöpfen. Dieser kostenlose Ratgeber enthüllt die wichtigsten Einstellungen, die kaum jemand beim Start kennt. Apple Mac Starterpaket gratis anfordern
Die Preisanpassung folgt einer beispiellosen Teuerung bei DRAM-Speicherchips. Marktforscher von Counterpoint Research berichten, dass sich die Preise in den vergangenen drei Quartalen vervierfacht haben. Die gesamte Branche kämpft mit den Folgen.
Markt im Abschwung – Apple trotzdem stark
Der globale Smartphone-Markt befindet sich im zweiten Quartal 2026 im freien Fall. Mit einem Rückgang von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr erreichte er den tiefsten Stand seit 2013. Apple konnte seinen Marktanteil dennoch auf 20 Prozent steigern – ein Rekordwert. In China wuchs der Anteil von 13,9 auf 18,1 Prozent.
In Großbritannien sorgte die jüngste Preiserhöhung für Ärger: Ein Händler verlangte von Kunden, die bereits bestellte MacBook Pro M5 Max bezahlt hatten, nachträglich fast 3.000 Dollar. Grund seien die gestiegenen Großhandelspreise Apples.
Damit Sie an Ihrem Mac keine wertvolle Zeit durch komplizierte Menüsuche verlieren, empfiehlt sich die Nutzung effizienter Kurzbefehle. Ein Apple-Experte mit 20 Jahren Erfahrung hat die 19 nützlichsten Shortcuts für Sie zusammengestellt. Kostenlosen PDF-Sonderreport jetzt herunterladen
Steuerfreie Tage als Ausweg
Für US-Kunden bieten sich in den kommenden Wochen Alternativen. In zehn Bundesstaaten finden sogenannte Sales Tax Holidays statt – Tage, an denen beim Kauf von Computern keine Umsatzsteuer anfällt. Die wichtigsten Termine:
- Alabama: 17.–19. Juli (Grenze: 1.173 Dollar)
- Florida: 20. Juli – 20. August (bis 1.500 Dollar)
- Tennessee und New Mexico: 31. Juli – 2. August
- Arkansas: 1.–2. August (keine Preisgrenze)
- Massachusetts: 8.–9. August (bis 2.500 Dollar pro Gerät)
Analysten rechnen bis 2027 mit keinen größeren Hardware-Updates. Das MacBook Pro wurde Anfang 2026 aktualisiert, das MacBook Air im Frühjahr. Einzig ein mögliches Redesign mit Touchscreen könnte noch in diesem Jahr für Überraschungen sorgen.

