Enthüllte Dummy-Modelle und Gerüchte über Hardware-Kompromisse lassen selbst eingefleischte Fans zweifeln. Kann der Konzern einen Preis von über 2.000 Euro rechtfertigen?
Technische Daten: Was die Leaks verraten
Ende April 2024 sorgten detaillierte Berichte für Aufsehen. Demnach plant Apple ein Buch-Design: Ein 5,5-Zoll-Außendisplay klappt auf und gibt einen 7,8-Zoll-Innenbildschirm frei. Das Seitenverhältnis von 4:3 positioniert das Gerät als Hybrid aus iPhone und iPad mini.
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Das Herzstück soll der A20-Chip im 2-Nanometer-Verfahren von TSMC sein. Laut Leaks verspricht er 15 Prozent mehr Leistung und 30 Prozent bessere Effizienz. 12 Gigabyte RAM sollen das Multitasking auf dem großen Bildschirm unterstützen.
Doch die Begeisterung bekam Anfang Mai einen Dämpfer. Neu aufgetauchte Dummy-Modelle zeigten kontroverse Designentscheidungen. Statt Face ID soll ein Touch-ID-Sensor im Einschaltknopf stecken – eine Technik, die Apple bisher nur beim iPad einsetzt.
Kamera-Kompromiss und die „Ultra“-Frage
Noch schwerer wiegt der Verzicht auf die Triple-Kamera. Statt drei Linsen wie beim iPhone 18 Pro verbaut Apple angeblich nur zwei. Grund: Der extrem flache Faltmechanismus lässt schlicht keinen Platz für mehr.
Markenexperten spekulieren, dass Apple den Namen „iPhone Fold“ vermeiden will. Stattdessen setzt der Konzern auf „iPhone Ultra“ – eine klare Ansage: Dieses Gerät soll die absolute Spitze der Produktpalette markieren, kein Kompromissprodukt.
Exklusiv-Deal mit Samsung Display
Apple geht bei der Produktion einen ungewöhnlichen Weg. Seit April gilt ein Dreijahres-Exklusivvertrag mit Samsung Display. Der Rivale wird die Falt-OLED-Panels für die ersten drei Generationen liefern. Konkurrenten wie BOE oder LG Display bleiben bis etwa 2029 außen vor.
Die Panels nutzen CoE-Technologie (Color Filter on Encapsulation). Sie entfernt die Polarisationsschicht und verbessert so Helligkeit und Farbdarstellung.
Die „Self-Healing“-Revolution
Apples Antwort auf die Haltbarkeitsprobleme der Branche: Ein selbstheilender Display-Schutz. Patente aus dem Mai 2024 beschreiben eine Schicht aus Elastomer und transparenten Leitern. Kleine Kratzer und Dellen sollen sich selbstständig schließen – beschleunigt durch Wärme, Licht oder Strom, etwa während des Ladevorgangs.
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Dennoch kämpft Apple mit Produktionsproblemen. Ursprünglich für Juni geplant, wurde der Fertigungsstart auf August verschoben. Grund sind Schwierigkeiten bei der Ausbeute der knickfreien Displays. Die erste Charge könnte knapp ausfallen.
Preis: Apples teuerstes Handy aller Zeiten
Die Prognosen sind atemberaubend. Analysten von Ming-Chi Kuo und UBS rechnen mit einem Einstiegspreis zwischen 2.000 und 2.500 Euro. Modelle mit einem Terabyte Speicher könnten auf 2.900 Euro klettern.
Kein Wunder also, dass Apple seine internen Verkaufsziele drastisch reduziert hat. Statt 8 bis 10 Millionen Einheiten plant der Konzern nun mit rund 3 Millionen für 2024. Das Gerät ist kein Massenprodukt, sondern eine Nische für Early Adopters.
Die große Skepsis der Käufer
Eine Studie aus dem Jahr 2025 zeigte: 64 Prozent der Verbraucher haben kein Interesse an einem Falt-Handy. Die Gründe: 56 Prozent fürchten Schäden am Display, 53 Prozent schrecken vor dem Preis zurück.
Der Faltmarkt bleibt ein Nischensegment. Mitte 2025 machten Faltgeräte gerade einmal 1,5 Prozent aller Smartphone-Verkäufe aus.
Das Risiko: Weniger Funktionen für mehr Geld
Apple steht vor einem Dilemma. Zehn Jahre lang haben die Kunden gelernt: Das teuerste iPhone bietet die beste Ausstattung. Nun soll ein Gerät für 2.300 Euro auf Face ID und die Tele-Kamera verzichten – Technik, die das 1.200 Euro teure iPhone 18 Pro bietet.
Kann der „transformative“ Faltbildschirm diesen Verlust ausgleichen? Branchenbeobachter ziehen Parallelen zur Apple Vision Pro: Auch dort stand die Etablierung einer neuen Kategorie im Vordergrund, nicht der Massenmarkt.
Doch ein Smartphone ist kein VR-Headset. Es ist das tägliche Werkzeug Nummer eins. Wenn die Software nicht nahtlos funktioniert – ein bekanntes Problem bei Konkurrenzgeräten –, verpufft der Neuheitseffekt schnell.
Ausblick: Wann kommt das „iPhone Ultra“?
Die Analysten sind sich einig: Apple wird das Falt-iPhone im September auf seiner traditionellen Keynote vorstellen – gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro und Pro Max. Doch wann die Geräte tatsächlich im Handel sind, bleibt offen.
Einige Experten rechnen aufgrund der Produktionsprobleme erst mit einer Auslieferung im Dezember oder Anfang 2025. Der Erfolg hängt an einer Frage: Kann Apple beweisen, dass sein „Self-Healing“-Display und das Scharnier die Haltbarkeitsprobleme endgültig lösen?
Gelingt das, könnte der Falt-Formfaktor vom Nerd-Gadget zum ernsthaften Premium-Standard werden.

