Der Halbleiter-Designer Arm hat am 8. September 2026 mit der Vorstellung der „Arm CSS for Mobile 2“ eine neue, KI-native Compute-Plattform für den Mobilsektor angekündigt. Die Architektur umfasst die Mali G2-Ultra NX GPU sowie ein C2-CPU-Cluster und zielt darauf ab, die Leistung bei Anwendungen mit künstlicher Intelligenz (KI) sowie in der grafischen Darstellung massiv zu steigern.
Effizienzsprünge durch neuronale Grafik und optimierte CPU-Cluster
Die neue Mali G2-Ultra NX GPU integriert neuronale Beschleuniger direkt in die Shader-Kerne. Das Unternehmen bewirbt eine Steigerung der Effizienz um das Vierfache pro Watt bei neuronalen Grafiken.
Bei herkömmlichen Spielen ohne KI-Unterstützung soll die Performance um bis zu 14 Prozent steigen, wobei ein Anteil von etwa 2,6 Prozent auf die Architekturverbesserungen zurückfalle. Zu den neuen Funktionen gehören Neural Super Sampling, Frame Generation und Ray Reconstruction, womit Arm eine technologische Nähe zu Desktop-Lösungen wie DLSS anstrebt.
Durch diese Verfahren könne die Bildrate vervierfacht und eine Leistungssteigerung von insgesamt 85 Prozent erzielt werden. Die GPU-Leistungsaufnahme wird mit 1,5 Watt angegeben, während das Gesamtsystem unter 2,5 Watt bleibe. Erste Titel wie „Where Winds Meet“ und „Infinity Nikki“ unterstützen die neue Technik bereits; die Frame-Generation-Funktion soll ab 2027 verfügbar sein.
Parallel dazu bietet das C2-CPU-Cluster signifikante Fortschritte bei der Verarbeitung lokaler Sprachmodelle (Small Language Models), die laut Herstellerangaben um 70 Prozent beschleunigt werden. Die C2-Ultra-Variante erreiche eine um das 1,7-Fache gesteigerte KI-Performance und eine um 15 Prozent höhere Single-Thread-Leistung bei einer gleichzeitig um 38 Prozent reduzierten Leistungsaufnahme.
Xiaomi implementiert neue Architektur im 18 Fold und Pad 9 Pro Max
Zeitgleich mit der Ankündigung von Arm hat der chinesische Hersteller Xiaomi am 8. September 2026 den Marktstart des Smartphones 18 Fold (Xring O3) vollzogen. Das Gerät nutzt den hauseigenen Xring-O3-Prozessor, der auf der Mali-Architektur basiert und eine 16-Kern-G2-Ultra-NX-GPU verwendet.
In ersten Tests erreichte das Smartphone einen AnTuTu-Wert von 5.228.014 Punkten sowie Geekbench-Ergebnisse von 3945 (Single-Core) und 15221 (Multi-Core). Das Gerät ist mit einem 6.000-mAh-Akku ausgestattet und wird in China ab 10.999 Yuan angeboten, was etwa 1.639 US-Dollar entspricht.
Zudem stellte Xiaomi das Tablet Pad 9 Pro Max vor. Dieses verfügt über ein 13,3-Zoll-Display mit 3,4K-Auflösung und einer Bildwiederholfrequenz von 144 Hz. Das Tablet, das ebenfalls auf den Xring-O3-Prozessor setzt, soll ab dem 10. September in China zu einem Preis ab 715 US-Dollar verkauft werden.
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Huawei und MediaTek setzen auf innovative Fertigungsverfahren
Bereits am 7. September 2026 präsentierte Huawei das Mate XT 2, das den neuen Kirin 9050 Pro nutzt. Um US-Sanktionen zu umgehen, setzt Huawei bei diesem chip auf die sogenannte LogicFolding-Architektur und 3D-Integration anstelle einer fortschrittlicheren Lithografie. Die Transistordichte stieg dadurch von 155 auf 238 Millionen Transistoren pro Quadratmillimeter.
Der Chip bietet laut Hersteller eine um 42 Prozent höhere Leistung als sein Vorgänger und unterstützt das Pangu 30B-Modell über eine integrierte NPU. Das Mate XT 2 mit einem 10,2-Zoll-Innendisplay wird ab dem 12. September zu Preisen ab 19.999 RMB (ca. 2.980 US-Dollar) erhältlich sein.
MediaTek wiederum bestätigte den Launch des Dimensity 9600 Pro für den 15. September 2026. Dieser Chip soll der erste sein, der im TSMC 2nm N2P-Verfahren gefertigt wird. Er kombiniert eine 8-Kern-CPU mit einer Mali-G2-Ultra-NX MC12 GPU. Branchenbeobachter erwarten den Einsatz dieses Prozessors Ende September in Geräten wie dem Vivo X500 Pro Max oder dem Oppo Find X10 Pro Max.
Marktausblick und bevorstehende Produktvorstellungen bei Apple
Für den 9. September 2026 hat Apple unter dem Titel „Surprise and Shine“ eine Veranstaltung angekündigt, auf der die Vorstellung des iPhone 18 Pro sowie eines faltbaren Modells, des iPhone Ultra, erwartet wird. Diese Geräte sollen den A20 Pro Chip nutzen, der ebenfalls auf einem 2nm-Verfahren basiere und deutliche Zuwächse bei Performance und Effizienz verspreche.
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Die Branche reagiert mit diesen Veröffentlichungen auf ein stark wachsendes Segment. Marktbeobachter von Counterpoint prognostizieren für faltbare Smartphones ein Wachstum von 24 Prozent im Jahr 2026 und bis zu 37 Prozent im Jahr 2027. Die neue Chip-Generation von Arm und die Implementierungen durch Hersteller wie Xiaomi und Huawei unterstreichen den Trend zu hochintegrierten KI-Funktionen und spezialisierter Hardware für faltbare Display-Formate.

