Arm gründet eigene Sparte für die Roboter-Revolution

Der Chip-Designer Arm bündelt seine Automobil- und Robotikaktivitäten in einer neuen Division, um zur zentralen Architektur für intelligente Maschinen zu werden.

Chip-Designer Arm stellt sich neu auf: Mit einer eigenen „Physical AI“-Einheit will das Unternehmen zum Standard für Roboter und autonome Autos werden. Der Schritt, auf der CES 2026 in Las Vegas vorgestellt, bündelt die bisherigen Aktivitäten in den Bereichen Automotive und Robotik. Arm will damit seine Architektur zur Grundlage für die nächste Generation intelligenter Maschinen machen und sich vom Smartphone-Marktführer zum Treiber der physischen Welt entwickeln.

Drei Säulen für die Zukunft

Die Neuaufteilung gliedert Arms Geschäft in drei Hauptbereiche: Cloud und KI, Edge (für Mobilgeräte und PCs) und die neue Einheit Physical AI. Diese führt die etablierte Automobilsparte, die bereits Millionen Fahrzeuge mit Chips für Fahrassistenzsysteme versorgt, mit den wachsenden Robotik-Aktivitäten zusammen. Geleitet wird die neue Division von Drew Henry.

Die Logik dahinter: Die technischen Herausforderungen für selbstfahrende Autos und autonome Roboter ähneln sich immer mehr. Beide benötigen extrem zuverlässige, energieeffiziente und echtzeitfähige Rechenleistung. „Die Anforderungen an Leistungsmanagement, Sicherheit und Zuverlässigkeit sind in beiden Branchen parallel“, erklärt Arm-Marketingchefin Ami Badani. Durch die Bündelung will Arm die Entwicklung spezialisierter Rechensysteme beschleunigen.

Anzeige

Seit August 2024 gelten neue KI-Regeln – viele Entwickler und Anbieter riskieren Bußgelder, weil Kennzeichnungspflichten und Dokumentationsanforderungen oft übersehen werden. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden zur EU‑KI‑Verordnung erklärt praxisnah Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen, Dokumentationsanforderungen und Übergangsfristen. Mit Checkliste, Muster‑Vorlagen und konkreten Umsetzungstipps speziell für Physical‑AI-, Robotik- und Automobil‑Projekte, damit Sie Compliance-Fragen frühzeitig klären und teure Nachbesserungen vermeiden. Jetzt KI-Verordnung-Leitfaden herunterladen

Auf der Welle der Roboter-CES

Die Ankündigung kommt zur rechten Zeit. Die CES 2026 wird von Robotik dominiert – von humanoiden Helfern für Fabrik und Haushalt. Arm positioniert sich damit im direkten Dialog mit anderen Schwergewichten. So kaufte der Autonomie-Spezialist Mobileye kürzlich für rund 840 Millionen Euro den Robotik-Startup Mentee, und Nvidia stellte neue „Physical AI“-Tools vor.

Arms Strategie ist jedoch eine andere. Das Unternehmen fertigt keine eigenen Chips, sondern lizenziert die grundlegende Architektur an andere Hersteller – auch an potenzielle Konkurrenten. Diese Designs sind bereits allgegenwärtig: Sie stecken in Robotern von Boston Dynamics und in unzähligen Fahrzeugen. Arm kann sich so als neutrale „Schweiz“ der Robotik positionieren, die das gesamte Ökosystem mit essenzieller Technologie versorgt.

Wachstumsmotor jenseits des Smartphones

Die Gründung der neuen Sparte ist auch eine Reaktion auf breite Wirtschaftsprognosen. Drew Henry sieht in der Verbreitung physischer KI-Lösungen das Potenzial, Arbeitsmärkte grundlegend zu verändern und das globale Bruttoinlandsprodukt durch Effizienzgewinne anzukurbeln.

Für Marktbeobachter ist die Reorganisation ein Schlüsselelement der Wachstumsstrategie von CEO Rene Haas. Seit seinem Amtsantritt drängt Haas darauf, dass Arm mehr Wert pro Gerät erfasst – durch komplettere Chip-Designs statt nur Kernarchitekturen. Die Physical-AI-Einheit soll daher massiv spezialisierte Ingenieure einstellen.

Während sich die Grenzen zwischen „smartem Auto“ und „Roboter“ zunehmend auflösen, stellt Arm mit seiner neuen Struktur die Weichen, um zur stillen Triebkraft der Maschinen von morgen zu werden. Angesichts des aggressiven Engagements von Tesla und Hyundai in der humanoiden Robotik dürfte die Nachfrage nach energieeffizienten, sicherheitszertifizierten Chips explodieren – und Arm ein lukratives neues Geschäftsfeld jenseits des gesättigten Smartphone-Markts eröffnen.

Anzeige

PS: Die Übergangsfristen und Klassifizierungen der EU‑KI‑Verordnung betreffen konkret Entwicklungspläne und Produkt‑Rollouts – jetzt handeln kann Verzögerungen und Haftungsrisiken vermeiden. Der Gratis‑Leitfaden fasst kompakt zusammen, welche Fristen laufen, wie Sie Ihre KI‑Systeme korrekt klassifizieren, kennzeichnen und dokumentieren und welche Nachweise Prüfer verlangen. Ideal für Produktmanager und Entwickler in der Robotik- und Automotive‑Branche. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zur KI-Verordnung sichern