Asahi Linux für M3-Macs: Unterstützung erreicht allgemeine Verfügbarkeit

Asahi Linux läuft auf M3-Macs nun ohne Expertenoption; Grafik, Energieverwaltung und Fedora-Integration wurden erweitert.

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Das Asahi-Linux-Projekt hat die Unterstützung für Apple-Rechner mit M3-Prozessoren in die allgemeine Verfügbarkeit überführt. Wie aus dem jüngsten Fortschrittsbericht zu Linux 7.3 von James Calligeros hervorgeht, wurde der bisher erforderliche Experten-Schalter im Installationsprogramm entfernt. Erste Rückmeldungen von Testern bescheinigten der Portierung bereits einen stabilen Betrieb mit nahezu keinen verbleibenden Problemen.

Bessere Energieverwaltung und Einschränkungen bei Schnittstellen

Mit der allgemeinen Freigabe ist auf M3-Systemen nun der Apple Display Controller aktiviert. Dies sorgt für eine gesteigerte Grafikleistung sowie eine verlängerte Akkulaufzeit, ermöglicht den Ruhemodus auf M3-Laptops und bindet die Display-Aussparung im oberen Bildschirmbereich funktional ein.

Die Thunderbolt-Unterstützung für die M3-Generation steht bisher jedoch nur in Teilen bereit. Während USB 3, XDomain und Thunderbolt-Netzwerkverbindungen funktionsfähig sind, fehlt das PCIe- und DisplayPort-Tunneling für Dockingstationen weiterhin. Der entsprechende Programmcode für Thunderbolt wurde zwar auf der Kernel-Mailingliste eingereicht, das ursprüngliche Entwicklungsziel für das Jahr 2024 wurde jedoch verfehlt.

Fortschritte bei Grafikbeschleunigung und Treibern

Auf Entwicklerseite erzielte das Projekt zusätzliche Etappenziele bei der Hardwareansteuerung. In einem Vortrag von Millburn, Maniscalco und TellowKrinkle auf der XDC-Konferenz wurde demonstriert, dass auf dem M3-Grafikprozessor innerhalb der Umgebung m1n1 erstmals das Rendern eines Dreiecks gelang.

Zudem reichte das Team zwei wichtige Treiber auf der Kernel-Mailingliste ein: den macaudio-Treiber mit rund 3.100 Codezeilen sowie den AVD-Videodecoder mit etwa 13.000 Zeilen, der zuvor lediglich rund drei Monate im Entwicklungszweig verblieben war.

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Erhebliche Verbesserungen gibt es auch bei der Ausführung von x86-Software. Der von Google entwickelte P3S-Patch ersetzt die bisher genutzte virtuelle Maschine muvm, die mit Leistungsverlusten von etwa 20 Prozent verbunden war.

Auf einem Mac Studio mit M2 Max erreichte der Titel Wolfenstein The New Order unter Einsatz des Patches Bildraten von mehr als 144 Bildern pro Sekunde. Parallel dazu stellte das Asahi-Projekt die Lizenzierung aller Repositorien von der MIT-Lizenz auf die GPLv2 oder spätere Versionen um.

Auslieferung in Fedora Asahi Remix und Ausblick

Eingebettet ist die Neuerung unter anderem in Fedora Asahi Remix 45. Die Distribution liefert offizielle Unterstützung für den M3, M3 Pro und M3 Max in MacBook- und iMac-Modellen, womit das System ein Funktionsniveau erreicht, das dem der M1- und M2-Rechner nahekommt.

Weiterhin bestehende Einschränkungen betreffen den Display-Controller, die GPU sowie die Effizienz der hardwarebeschleunigten 3D-Grafik. Fedora 45 enthält Asahi 45 mit einer vorläufigen Unterstützung der M3-Reihe, spart den M3 Ultra jedoch aus.

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Auf M1-, M2- und M3-Rechnern arbeiten Funktionen wie Audio, Kamera, Mikrofon, WLAN, Bluetooth, Eingabegeräte, USB-C nach dem Standard USB 3.0 sowie das Laden per MagSafe vollständig.

Dagegen bleiben externe Monitore über USB-C, Schnittstellen nach Thunderbolt- oder USB4-Standard sowie der Fingerabdrucksensor Touch ID unberücksichtigt. Als Standard-Arbeitsumgebung dient Fedora Asahi Remix 45 KDE Plasma 6.8 mit der Option auf GNOME 51; als Grafik-Schnittstellen stehen OpenGL 4.6 und Vulkan 1.4 bereit.

Für künftige Rechnergenerationen hat die Portierungsarbeit bereits begonnen. Hardware auf Basis des M5-Chips bootet derzeit allerdings ausschließlich bis zu einer einfachen Textkonsole.