Asahi Linux: M3-Chip-Unterstützung trotz GPU- und HDMI-Hürden

Asahi Linux erreicht die M3-Macs, kämpft aber weiter mit Grafik, HDMI und fehlendem Ruhemodus. Apple treibt parallel den Wechsel voran.

Die Entwicklung von Linux-Distributionen für die ARM-basierte Hardware von Apple erreicht einen neuen Meilenstein. Wie in Berichten vom 6. September 2026 bekannt wurde, unterstützt das Projekt Asahi Linux nun offiziell Macs mit dem M3-Chip. Davon ausgenommen bleibt vorerst lediglich der Mac Studio in der Konfiguration mit dem M3 Ultra.

Technische Einschränkungen bei der Grafik- und Energieverwaltung

Trotz der offiziellen Unterstützung bestehen derzeit noch signifikante technische Hürden. Die GPU-Unterstützung für den M3-Chipsatz ist den Berichten zufolge noch nicht auf einem Stand, der eine hohe Performanz oder optimale Energieeffizienz ermöglicht. Ein weiteres Defizit betrifft die Systemruhe: Aufgrund des fehlenden Display Controller Pro (DCP) steht aktuell kein Schlafmodus zur Verfügung.

Darüber hinaus funktioniert die Videoausgabe über HDMI bei den M3-Modellen unter Asahi Linux derzeit nicht. Die Entwickler arbeiten jedoch an der langfristigen Integration ihrer Anpassungen in den offiziellen Linux-Kernel. Dieser Prozess des sogenannten Upstreamings ist für die Kernel-Versionen ab 7.4 im Gange.

Apple forciert Generationswechsel bei Hardware und Software

Während die Linux-Community die M3-Generation erschließt, hat Apple bereits die nächste Stufe seiner Hardware-Strategie eingeleitet. Am 5. September 2026 wurde der neue Mac Studio mit M5 Max- und M5 Ultra-Chipsätzen angekündigt. Diese neuen High-End-Systeme verfügen über bis zu 512 GB Speicher und eine Bandbreite von 1,2 TB/s. Der M5 Ultra ist mit einer 36-Kern-CPU und einer 80-Kern-GPU ausgestattet, womit eine bis zu 4,3-mal schnellere KI-Leistung im Vergleich zu Vorgängermodellen erreicht werden soll. Die neuen Geräte unterstützen zudem Wi-Fi 7, Bluetooth 6 sowie Thunderbolt 5 und sind ab dem 22. September verfügbar.

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Parallel zur Hardware-Entwicklung treibt Apple die Abkehr von der Intel-Architektur voran. Bereits seit dem 18. Juni 2026 können Entwickler im Mac App Store Apps einreichen, die ausschließlich für die arm64-Architektur optimiert sind; eine Unterstützung für Intel-Builds entfällt bei diesen neuen Einreichungen.

Bestehende Intel-Macs erhalten weiterhin die jeweils letzte kompatible Betriebssystemversion. Branchenberichten zufolge wird macOS 27 jedoch die letzte Version sein, die den allgemeinen Rosetta-Support für die Ausführung älterer Intel-Software bietet.

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Lokale KI-Lösungen und künftige iMac-Modelle

Die wachsende Leistungsfähigkeit der Apple-Silicon-Chips spiegelt sich auch in spezialisierter Software wider. Am 4. September 2026 wurde der Start von „Estha for Mac“ gemeldet.

Die Anwendung ist für Rechner ab dem M2-Chip mit mindestens 16 GB Arbeitsspeicher konzipiert. Sie ermöglicht den lokalen und offline-fähigen Betrieb von KI-Agenten und nutzt das Standardmodell Qwen3.5 mit einem Kontextfenster von 262.000 Token. Der Preis für die Software liegt bei 99 US-Dollar.

Mit Blick auf die kommenden Jahre wird die iMac-Produktlinie weiter ausgebaut. Mark Gurman berichtet über die Möglichkeit eines höherwertigen iMac-Modells mit OLED-Display, das für den Zeitraum 2028 oder 2029 als iMac Pro geplant sein könnte. Kurzfristig soll der bestehende 24-Zoll-iMac noch im Laufe dieses Jahres mit dem neuen M6-Chip aktualisiert werden.