Das Software-Analyse-Unternehmen CAST hat mit der Einführung von ‚Ask CAST‘ eine neue Lösung vorgestellt, die Kunden von CAST Highlight einen konversationellen Zugang zu ihren Software-Portfolio-Daten ermöglicht. Die Anwendung erlaubt es Nutzern, komplexe Informationen über ihre Software-Assets über gängige Plattformen und KI-Modelle abzurufen.
Der neue Dienst ist so konzipiert, dass er über Microsoft Teams sowie über führende Sprachmodelle wie Claude, ChatGPT und Google Gemini via Model Context Protocol (MCP) zugänglich ist.
Ein wesentliches Merkmal von ‚Ask CAST‘ ist die technische Grundlage: Laut Angaben des Unternehmens basieren die Antworten zu 100 Prozent auf deterministischen Daten. Damit soll sichergestellt werden, dass die bereitgestellten Informationen präzise auf den tatsächlichen Analyseergebnissen der Software-Portfolios beruhen.
Fokus auf Sicherheit und Modernisierung
Mit der Bereitstellung von ‚Ask CAST‘ verfolgt der Anbieter mehrere strategische Ziele für seine Unternehmenskunden. Die konversationelle Schnittstelle soll dabei helfen, die sogenannte Technical Debt (technische Schulden) innerhalb von Software-Architekturen effizienter zu identifizieren und zu senken. Darüber hinaus zielt das Tool darauf ab, Modernisierungsprozesse zu beschleunigen und die allgemeine Sicherheit der Softwareanwendungen zu erhöhen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung bei der Planung und dem Deployment von KI-Anwendungen in bestehende IT-Infrastrukturen.
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Parallele Entwicklungen im Bereich europäischer KI-Lösungen
Die Einführung spezialisierter KI-Schnittstellen für Unternehmensdaten spiegelt einen breiteren Trend bei der Implementierung von KI-Werkzeugen in Europa wider. Während spezialisierte Anbieter wie CAST auf die Analyse von Software-Portfolios setzen, evaluieren öffentliche Institutionen derzeit den Einsatz breit gefächerter Produktivitätstools.
So wird beispielsweise an der Universität Twente in Enschede im weiteren Verlauf des Septembers 2026 ein Pilotprojekt für 250 Mitarbeiter gestartet, bei dem Microsoft Copilot365 zum Einsatz kommt. Dieser Pilotversuch ist bei der LISA-Serviceabteilung angesiedelt und wird unter anderem durch den CISO Henk Swaters begleitet.
Die Universität hatte zuvor die Entwicklung eines eigenen KI-Modells durch das Digital Society Institute und die LISA-Abteilung geprüft, dieses Vorhaben jedoch aufgrund der hohen Rechenintensität und der damit verbundenen Kosten verworfen.
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Evaluierung und Risikomanagement
Im Rahmen solcher Implementierungen spielen Sicherheitsaspekte eine zentrale Rolle. Im Falle des Projekts an der Universität Twente hatte die niederländische Organisation SURF im Vorfeld vor potenziellen Privacy-Risiken gewarnt. Die Auswertung dieses spezifischen Piloten ist für das Ende des Jahres 2026 geplant.
Diese Entwicklungen verdeutlichen den aktuellen Wandel in der europäischen Softwarelandschaft, bei dem sowohl spezialisierte Analyse-Tools als auch allgemeine Assistenzsysteme verstärkt in den operativen Betrieb integriert werden, um die Transparenz und Produktivität innerhalb komplexer IT-Strukturen zu erhöhen.

