Mit dem B860 Challenger Wifi bietet ASRock eine preiswerte ATX-Hauptplatine für Intels Core-Ultra-200S-Prozessoren der Arrow-Lake-Generation an. Das Modell positioniert sich mit einem Einstiegspreis von 149,99 US-Dollar – beziehungsweise 139,99 US-Dollar beim Online-Händler Amazon – im Budget-Segment.
Wie das Fachportal tomshardware.com in einem Testbericht vom 31. Oktober 2026 analysiert, richtet sich das Board vor allem an preisbewusste Anwender, fordert dafür jedoch an einzelnen Stellen technische Kompromisse ein.
Ausstattung zwischen aktuellem Wi-Fi 7 und USB-Limits
Auf der Platine kombiniert der Hersteller moderne Schnittstellen mit einfacheren Komponenten. Zur Netzwerkanbindung stehen ein 2.5-GbE-Ethernet-Anschluss sowie zeitgemäßes Wi-Fi 7 bereit.
Für Massenspeicher bringt das System vier SATA-Anschlüsse sowie drei M.2-Steckplätze mit, von denen einer über PCIe 5.0 x4 angebunden ist, während die beiden übrigen M.2-Slots auf PCIe 4.0 x4 setzen. Der integrierte Onboard-Sound basiert auf dem älteren Audiochip Realtek ALC897.
Einschränkungen zeigen sich insbesondere an der rückwärtigen Anschlussleiste: Die acht verbauten USB-Ports sind auf eine maximale Übertragungsrate von 5 Gbps limitiert, schnellere Anschlüsse fehlen.
Stromversorgung, Messwerte und Speicherunterstützung
Die Spannungsversorgung ist mit insgesamt 14 Phasen aufgebaut, wovon zehn Phasen für Vcore mit 50A Dr.MOS ausgelegt sind, was in Summe 500A ergibt. Für den Testbetrieb kam ein System mit einem Intel Core Ultra 7 270K Plus, einer Arctic Liquid Freezer II 420 sowie einer Asus TUF RTX 4080 16G, Crucial T705 2TB PCIe 5.0 und einem EVGA 850W P6 unter Windows 11 25H2 zum Einsatz.
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Unter Volllast verzeichnete das Testsystem eine Leistungsaufnahme von 339 W an der Wand, während im Leerlauf 71 W gemessen wurden. Die VRM-Temperaturen blieben mit maximal 57 °C unkritisch.
Beim Arbeitsspeicher unterstützt die Platine bis zu DDR5-8666 im Übertaktungsbetrieb und fasst bis zu 256 GB; im Testlauf mit Speicherkits von Kingston, V-Color und G.Skill arbeitete der Speicher DDR5-8200 von G.Skill fehlerfrei.
Leistungsdaten und Softwareausstattung
In den Leistungsmessungen erzielte die Hauptplatine durchschnittliche bis überdurchschnittliche Resultate. Während das Modell im 3DMark das Testfeld anführte, lagen die Bildraten in Spieletests wie F1 25 und Cyberpunk 2077 bei einer Auflösung von 1920×1080 auf der Detailstufe Ultra im Durchschnitt.
Das BIOS bietet mit dem sogenannten Easy Mode und diversen Übertaktungsoptionen alle wesentlichen Funktionen, wirkt optisch jedoch veraltet. Auf Softwareseite legt ASRock unter anderem Nahimic 3, das Tuning-Werkzeug A-Tuning, Polychrome RGB sowie den App Shop bei. Zudem steht das Programm Claw Quickset für lokale KI-Anwendungen bereit, dessen Installation auf dem Core Ultra 7 270K Plus fünf bis zehn Minuten in Anspruch nahm.
Marktumfeld und Fazit
Im Testfazit wird das ASRock B860 Challenger Wifi als solide Option für das Budget-Segment bewertet. Als spürbare Nachteile gelten jedoch die auf 5 Gbps beschränkten USB-Anschlüsse sowie die vergleichsweise schwach dimensionierte Stromversorgung.
Acht USB-Ports, aber keiner über 5 Gbps: Wenn Sie schnelle externe SSDs oder Docks nutzen, wird das schnell zum Flaschenhals. Die Checkliste zeigt, welche Anschlüsse Sie wirklich brauchen. Anschluss-Checkliste jetzt sichern
Im preislichen Vergleich zu direkten Konkurrenten bleibt das Board dennoch günstig platziert: Das Gigabyte B860 Gaming X Wifi 6E wird mit 159,99 US-Dollar gelistet, während das Asus TUF Gaming B860-Plus Wifi mit 199,99 US-Dollar und das MSI B860 Gaming Plus Wifi mit 209,99 US-Dollar deutlich darüber liegen.
Mehr zum Thema bei Tom’s Hardware: „ASRock B860 Challenger Wifi Motherboard Review: Entry-level ATX at a great price, with drawbacks“
Teile dieses Beitrags beruhen auf Recherchen von Tom’s Hardware.

