ASRock DeskSlim: 5-Liter-PCs unterstützen jetzt Blackwell-Workstation-GPUs

ASRock rüstet zwei kompakte Desktop-Modelle für professionelle Grafikaufgaben und lokale KI-Anwendungen mit Nvidia-Blackwell-Karten aus.

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Der Hardwarehersteller ASRock kündigte am 2. Oktober 2026 an, dass seine ultrakompakten 5-Liter-Desktop-Systeme DeskSlim X600 und DeskSlim B760 künftig professionelle Workstation-Grafikkarten der Blackwell-Generation unterstützen.

Konkret qualifizierte das Unternehmen die kompakten Beschleuniger NVIDIA RTX PRO 4000 Blackwell SFF Edition und RTX PRO 2000 Blackwell für den Einsatz in den platzsparenden Rechnern. Damit zielt der Hersteller auf Anwendungsbereiche wie lokale KI-Inferenz, CAD, dreidimensionale Visualisierung, Ingenieursarbeiten und Datenanalyse ab.

Kompakte Workstations mit PCIe-5.0-Anbindung

Die beiden DeskSlim-Plattformen basieren auf einem Gehäusevolumen von rund 5 Litern und bieten einen PCIe-5.0-x16-Erweiterungssteckplatz. Dieser nimmt Low-Profile-Grafikkarten mit einer Gesamtlänge von bis zu 200 mm und einer Bauhöhe von zwei Slots auf. Über externe Netzteile, die wahlweise mit 240 oder 330 W dimensioniert sind, werden die Systeme mit Strom versorgt.

Im Grafikbereich ergänzen die unterstützten Nvidia-Blackwell-Karten das Einsatzfeld der Mini-PCs um erhebliche Rechenleistung für Workstation-Workflows.

Die NVIDIA RTX PRO 4000 Blackwell SFF Edition verfügt über 24 GB GDDR7 ECC-Speicher, erreicht bis zu 40 TFLOPS Rechenleistung bei einfacher Genauigkeit (FP32) sowie 1.290 AI TOPS bei einer Leistungsaufnahme von 140 W. Für weniger rechenintensive Arbeitsplätze ist die RTX PRO 2000 Blackwell vorgesehen, die mit 16 GB GDDR7 ECC ausgestattet ist, 17 TFLOPS FP32 sowie 545 AI TOPS liefert und sich mit einer Leistungsaufnahme von 70 W begnügt.

Plattformunterschiede zwischen AMD und Intel

Die beiden DeskSlim-Varianten bedienen unterschiedliche Prozessorgenerationen. Das DeskSlim X600 setzt auf den Sockel AMD AM5 und unterstützt Prozessoren der Reihen Ryzen 7000, 8000 und 9000 mit einer thermischen Verlustleistung von bis zu 120 W. Das DeskSlim B760 basiert auf dem Sockel Intel LGA1700 und nimmt Intel-Core-Prozessoren der 12. bis 14. Generation mit bis zu 125 W auf.

Beide Systeme stellen jeweils vier DDR5-UDIMM-Steckplätze bereit, über die sich der Arbeitsspeicher auf maximal 256 GB RAM ausbauen lässt. Laut Berichten können Speichertaktraten von bis zu DDR5-7200+ über Übertaktung erreicht werden.

Für Massenspeicher stehen zwei SATA-Ports sowie zwei Steckplätze im M.2-Format zur Verfügung. Beim DeskSlim X600 ist ein M.2-Steckplatz nach PCIe 5.0 x4 und ein weiterer nach PCIe 4.0 x4 angebunden, während das DeskSlim B760 zwei Anschlüsse nach dem Standard PCIe 4.0 x4 aufweist.

Marktumfeld für kompakte KI-Desktops

Preise für die DeskSlim-Systeme nannte ASRock bislang nicht, und auch ein genauer Starttermin für den deutschen Markt steht noch nicht fest. Der Vertrieb soll weltweit über das reguläre ASRock-Vertriebsnetz erfolgen, wobei die regionale Verfügbarkeit variieren kann.

Die Ankündigung reiht sich in eine wachsende Zahl kompakter Rechnerarchitekturen für lokale KI-Aufgaben ein. Ebenfalls am 2. Oktober 2026 kündigten weitere Branchenvertreter kompakte Lösungen für die lokale Modellverarbeitung an: GIGABYTE stellte eine 64-GB-Variante des Desktop-Systems AI TOP ATOM auf Basis von Nvidia DGX Spark vor, die am 23. Oktober 2026 erscheinen soll, sowie das System AI TOP 100 B850. Nvidia präsentierte zeitgleich eine eigene DGX-Spark-Ausführung mit 64 GB Unified Memory für Partner wie Acer, ASUS, Dell, GIGABYTE, HP und MSI ab 4.999 US-Dollar.