Astra Migration 1.1: Über 100 Windows-Arbeitsplätze parallel umziehen

Astra Migration 1.1 unterstützt parallele Windows-Umstellungen; ACM 1.7 bündelt Inventardaten und verwaltet Geräte über mehrere Systeme.

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Mit der Veröffentlichung von Astra Migration 1.1 steht Unternehmen ein aktualisiertes Werkzeug für den Wechsel von Windows auf Astra Linux zur Verfügung. Die Software ermöglicht es, mehr als 100 Arbeitsplätze gleichzeitig im Parallelbetrieb zu migrieren. Durch den hohen Automatisierungsgrad soll die Vorbereitungsphase laut Angaben des Anbieters Dutzende Male schneller ablaufen als bei rein manuellen Abläufen.

Erweiterte Funktionen für Bestandsaufnahme und Rollout

Astra Migration 1.1 führt eine spezielle Operationsbibliothek ein, die wiederverwendbare Abläufe für den Umstieg bündelt. Ergänzt wird die Software durch konfigurierbare Installationen sowie automatisierte Inventarisierungsfunktionen. Diese erfassen Bestandsdaten und geben sie in 4 CSV-Berichtstypen aus: zugehörige Daten umfassen Hardwarekomponenten, die jeweilige Datenträgeraufteilung, installierte Softwarepakete sowie Nutzerkonten. Wie am 5. Oktober 2026 berichtet wurde, ergänzen zudem neue Filter- und Sortierfunktionen die Benutzeroberfläche des Programms.

Für größere Organisationen bietet das System Unterstützung bei standortübergreifenden Migrationen. Dabei behalten Administratoren den Überblick über verschiedene Zeitzonen sowie den Lizenzbestand. Für den Einsatz in sensiblen Bereichen unterstützt Version 1.1 zudem eine Bereitstellung im Sicherheitsmodus, der speziell für kritische Infrastrukturen vorgesehen ist.

Parallele Neuerungen im Konfigurationsmanagement

Flankierend zur Migrationslösung wurde auch der Konfigurationsmanager ACM in Version 1.7 veröffentlicht, wie Berichte vom 5. Oktober 2026 zeigen. Die Software erfasst nun Inventardaten von Windows-Geräten und führt den gesamten Gerätebestand gemeinsam mit unterstützten Linux-Distributionen in einer zentralen Konsole zusammen. Neben Astra Linux verwaltet ACM Distributionen wie ALT Linux, RedOS, Debian, Ubuntu, Fedora Linux und Alma Linux.

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In ACM 1.7 wurden bisherige Gruppenprofile durch strukturierte Szenarien abgelöst. Diese setzen sich aus einzelnen Aktionen wie Softwareinstallationen, Betriebssystem-Updates und der Ausführung von Skripten zusammen.

Die Szenarien lassen sich gleichermaßen unter Windows wie auf den unterstützten Linux-Systemen ausführen, während herkömmliche Profile weiterhin für die Installation des Betriebssystems auf reiner Hardware vorgehalten werden.

Zu den weiteren Neuerungen der Version 1.7 zählen ein separates Nutzerinventar, dynamische Gerätegruppen sowie eine HTTPS-Verschlüsselung für die interne Kommunikation der ACM-Dienste.

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Anbindung von Legacy-Systemen und Software-Zertifizierungen

Um den Übergang bestehender Geschäftsanwendungen zu erleichtern, setzt der Anbieter parallel auf die Plattform Astra Wine. Die darin integrierte WINE-Technologie soll Unternehmen dabei unterstützen, von Altsystemen auf Astra Linux umzusteigen, ohne laufende Geschäftsprozesse zu unterbrechen.

Auch auf Anwendungsebene schreitet die Integration voran. Laut einem Bericht vom 6. Oktober 2026 erhielt das System Timetta 2026.1 offizielle Kompatibilitätszertifikate für Astra Linux in den Versionen 1.7 und 1.8 inklusive der entsprechenden Sicherheitsstufe.

Prüfungen auf Astra Linux Server bestätigten dabei die ordnungsgemäße Installation, den Start, den laufenden Betrieb sowie die Deinstallation der Software. Die Tests schlossen auch den Betrieb von Timetta-Containern unter Docker und Docker Compose ein, deren Funktionsfähigkeit in den geprüften Konfigurationen nachgewiesen wurde.