Der Hardwarehersteller ASUS hat mit der UGen Intel Arc Pro B70 seine erste Grafikkarte auf Basis von Intels Arc-Architektur vorgestellt. Das Modell richtet sich an professionelle Anwender und setzt auf den Grafikprozessor Big Battlemage (BMG-G31).
Ausgestattet ist der Beschleuniger mit 32 GB GDDR6-Arbeitsspeicher mit Fehlerkorrekturverfahren (ECC), 32 Xe2-Kernen und 256 XMX-KI-Engines. Mit einer Rechenleistung von bis zu 367 TOPS INT8 und einer maximalen Leistungsaufnahme von 310 W TBP ist die Karte speziell auf rechenintensive Aufgaben ausgelegt.
Technische Ausstattung und Multi-GPU-Skalierung
Die UGen Intel Arc Pro B70 nutzt für die Wärmeabfuhr eine kompakte Dual-Slot-Blower-Kühlung. Für die Anbindung an das Gesamtsystem kommt eine Schnittstelle nach dem Standard PCIe 5.0 x16 zum Einsatz, während die Stromzufuhr über einen modernen 12V-2×6-Anschluss erfolgt. Bildschirme und externe Ausgabegeräte lassen sich über einen HDMI-2.1b- sowie drei DisplayPort-2.1-Anschlüsse anbinden.
Der integrierte Grafikspeicher von 32 GB GDDR6 ECC ist über ein 256-Bit breites Speicherinterface angebunden. Bei Taktraten von maximal 2800 MHz erreicht das System eine Speicherbandbreite von 608 GB/s. Um besonders speicherintensive Workloads zu bewältigen, unterstützt das Modell einen Multi-GPU-Betrieb mit bis zu vier Grafikkarten. In diesem Verbund stehen insgesamt 128 GB VRAM zur Verfügung, womit sich KI-Modelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern adressieren lassen.
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Software-Unterstützung und Speicheranbindung
Hinsichtlich der Software-Kompatibilität deckt der Beschleuniger gängige Frameworks und Laufzeitumgebungen ab. Genannt werden unter anderem vLLM, llama.cpp, Ollama und PyTorch sowie Intels Entwicklerwerkzeuge OpenVINO und oneAPI neben der Grafikschnittstelle Vulkan.
Auch außerhalb klassischer Workstations zeichnet sich Unterstützung ab: Laut einem Bericht vom 16. Oktober 2026 führt der Speicherlösungsanbieter QNAP in der bereitgestellten Betaversion von QTS 6.1 bereits eine Unterstützung für Intel Arc Pro B70 Grafikkarten mitsamt Statusanzeigen im Control Panel auf.
Rückkehr zu Intel nach mehrjähriger Pause
Mit der Ankündigung kehrt ASUS erstmals seit 2021 wieder in das Segment diskreter Grafikkarten mit Intel-Chipsätzen zurück. Damals hatte das Unternehmen ein Einsteigermodell auf Basis der DG1-GPU vorgestellt, das mit der Xe-LP-Architektur, 80 Execution Units sowie 4 GB LPDDR4 arbeitete und nicht mit Systemen auf Basis von AMD-Prozessoren kompatibel war.
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Die darauffolgenden Desktop-Generationen Arc Alchemist und die regulären Battlemage-Gaming-Karten übersprang der Hersteller hingegen vollständig. Eine Gaming-Variante als Arc B770 mit dem identischen BMG-G31-Chip ist bislang nicht erschienen.
Als wesentlicher Treiber für den Neueinstieg gilt die starke Nachfrage nach Grafikbeschleunigern mit umfangreichem Speicherausbau im Zuge des anhaltenden KI-Booms.
Zu den konkreten Lieferterminen und Preisen der UGen Intel Arc Pro B70 machte ASUS bislang keine Angaben; eine offizielle Verfügbarkeit wurde noch nicht bestätigt. Vergleichbare Modelle der Arc Pro B70 mit 32 GB Arbeitsspeicher bewegen sich am Markt üblicherweise in einer Spanne von rund 1.299 bis über 2.000 US-Dollar.

