Der taiwanische Hardwarehersteller ASUS führt den Mini-PC Ascent QN10 mit Qualcomms Plattform Snapdragon X2 Elite im DACH-Raum ein. Nach der ursprünglichen Vorstellung auf der Computex 2026 im Juni und dem Marktstart in Asien sowie den USA ist das System für Deutschland, Österreich und die Schweiz mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 2.195 Euro beziehungsweise 2.195 Schweizer Franken inklusive Mehrwertsteuer gelistet.
Technische Ausstattung und kompaktes Gehäusedesign
Das System erscheint in der Konfiguration QN10-VQ0008NN. Im Inneren arbeitet der im 3-Nanometer-Verfahren gefertigte Snapdragon X2 Elite X2E-88-100. Dieser Prozessor setzt sich aus 18 Oryon-Kernen zusammen, die in 12 Prime- und 6 Performance-Kerne unterteilt sind, eine Taktfrequenz von bis zu 4,7 GHz erreichen und über 53 MB Cache verfügen.
Die integrierte Adreno X2-90 Grafik erreicht Taktraten von bis zu 1,7 GHz, wobei ASUS von einer 2,3-fach höheren Leistung im Vergleich zur Vorgängergeneration spricht. Die verbaute Hexagon-NPU liefert eine KI-Rechenleistung von 80 TOPS.
ASUS stattet das Modell mit 32 GB fest verlötetem LPDDR5X-8533-Arbeitsspeicher sowie einer 512 GB großen PCIe-4.0-SSD aus. Vorinstalliert ist Windows 11 Pro. Mit Gehäuseabmessungen von 130 x 130 x 39,96 Millimetern und einem Gewicht von 0,75 Kilogramm bleibt das Volumen unter 0,7 Litern, was laut Hersteller 86 Prozent kompakter als herkömmliche 5-Liter-Desktop-Gehäuse ausfällt.
Die Energieversorgung erfolgt über ein externes 180-Watt-Netzteil, während im Gehäuseinneren eine Kombination aus Vapor Chamber und Lüfter die Kühlung übernimmt.
Konnektivität, Erweiterbarkeit und Sicherheitsfunktionen
Das Gerät ist als Windows 11 Pro Copilot+ PC eingestuft. Auf Sicherheitsseite sind fTPM 2.0 und Microsoft Pluton integriert. Für Peripheriegeräte stehen drei USB4-Type-C-Anschlüsse mit DisplayPort 2.1 und Power Delivery, drei USB-3.2-Gen-2-Type-A-Ports sowie eine USB-2.0-Schnittstelle bereit.
Zudem verfügt der Rechner über HDMI 2.1, 2,5-GbE-Ethernet, Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0. Insgesamt können bis zu vier 4K-Displays simultan angesteuert werden.
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Im Innenraum befinden sich zwei M.2-Steckplätze, wovon ein Steckplatz für PCIe 5.0 frei bleibt. Der Massenspeicher lässt sich in Kapazitäten zwischen 512 GB und 1 TB erweitern, wohingegen der Arbeitsspeicher nicht aufrüstbar ist. In Deutschland gewährt ASUS eine Garantie von zwei Jahren, während für den US-Markt ein Jahr gilt.
Leistungswerte und Preisgestaltung im Handel
Testergebnisse von ComputerBase weisen eine Systemlast von rund 5 Watt im Leerlauf bei stillstehendem Lüfter aus, während der Geräuschpegel unter Volllast auf bis zu 38 dB(A) ansteigt.
Im Benchmark Geekbench 7 erzielte das System bei Arm-nativer Ausführung im Multi-Core-Test 24.049 Punkte, verglichen mit 13.911 Punkten des ASUS NUC 14 Pro mit Intel Core Ultra 7 165H (laut Erhebungen von StorageReview).
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Bei Cyberpunk 2077 in 1080p und hohen Details wurden 36,7 Bilder pro Sekunde gemessen. Schwächen zeigen sich dem Test zufolge beim allgemeinen Gaming sowie bei älteren x86-Anwendungen. Lokale KI-Anwendungen wie LM Studio oder Ollama greifen zudem bislang nicht auf die NPU zurück.
Im Handel bewegen sich die Marktpreise teilweise unterhalb der offiziellen UVP. ARLT Computer listet das System für 2.002 Euro, Mindfactory führt es für 2.063 Euro und Proshop für rund 2.088 Euro. Zum Zeitpunkt erster Berichte wurde das Modell bei einem Anbieter ab 1.994 Euro geführt, während Listungen in Finnland bei 2.119 Euro und in der Schweiz bei 1.780 Schweizer Franken lagen.
In den USA wird das 32-GB-Modell für 1.699 US-Dollar angeboten; eine kleinere Version mit 16 GB Arbeitsspeicher steht dort seit dem 17. September bei Best Buy für 1.349,99 US-Dollar zur Verfügung.

