ASUS bringt Dual-Mode-Monitore für Gamer und Profis

ASUS bringt neue Gaming-Monitore mit umschaltbarer Auflösung und hohen Bildraten. LG und andere Hersteller ziehen mit eigenen Dual-Mode-Modellen nach.

Der taiwanesische Hersteller ASUS erweitert sein Angebot an Gaming-Monitoren um eine neue Generation mit „Dual-Mode“-Technologie. Seit dem 27. April 2026 sind die ersten Modelle der ROG-Strix- und TUF-Gaming-Serien verfügbar, die zwischen 4K-Auflösung und extrem hohen Bildwiederholraten umschalten können. Die Geräte richten sich an Spieler, die sowohl detailreiche Grafik in Singleplayer-Titeln als auch blitzschnelle Reaktionszeiten in kompetitiven Shootern benötigen – und damit einen Zweitmonitor überflüssig machen sollen.

Das Flaggschiff der neuen Serie ist der ROG Strix XG27UCG Gen2, der seit dem 28. April erhältlich ist. Der 27-Zoll-Monitor nutzt ein Fast-IPS-Panel und bietet zwei Leistungsprofile: Im 4K-Modus läuft er mit 162 Hertz, im Full-HD-Modus steigt die Bildwiederholrate auf satte 485 Hertz. Die Reaktionszeit beträgt 0,3 Millisekunden, und die integrierte „Smart Pixel“-Technologie sorgt für klare Bilder bei schnellen Bewegungen.

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Technische Vielfalt: Von Fast-IPS bis WOLED

Für höchste Bildqualität steht der ROG Strix OLED XG32UCWMG. Der 32-Zöller mit WOLED-Panel der dritten Generation schafft 4K bei 240 Hertz oder Full HD bei 480 Hertz. Die Reaktionszeit liegt bei extrem niedrigen 0,03 Millisekunden – ein Vorteil der OLED-Technologie. Eine „Clear Pixel Edge“-Funktion verbessert die Lesbarkeit von Text und reduziert Farbsäume.

Auch Curved-Fans kommen auf ihre Kosten: Der ROG Strix OLED XG34WCDG ist ein 34-Zoll-Ultrawide-Monitor mit UWQHD-Auflösung (3440 x 1440 Pixel) und 175 Hertz. Zwar verzichtet er auf den Dual-Mode, bietet aber „OLED Care Pro“ und einen „Neo Proximity Sensor“, der den Bildschirm automatisch abdunkelt, wenn der Nutzer den Platz verlässt – das schützt vor Einbrenn-Effekten.

Preiskampf auf dem Monitormarkt

Die neuen Modelle sorgen für Bewegung im Handel. Der 32-Zoll-ROG-Strix-OLED (XG32UCWMG) war am 29. April auf Amazon für 909 Euro gelistet – ein Rabatt von 17 Prozent gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung. Der 34-Zoll-Curved-Monitor (XG34WCDG) kostete am 28. April rund 749 Euro, etwa 25 Prozent unter dem regulären Preis.

Doch ASUS ist nicht allein im Dual-Mode-Rennen. LG kündigte am 28. April zwei UltraGear-Monitore für den südamerikanischen Markt an. Der 32GX850A-B bietet ein 31,5-Zoll-OLED-Panel mit 4K bei 165 Hertz oder Full HD bei 330 Hertz. Ein weiteres Modell, der 27GX790B-B, erreicht im QHD-Modus 540 Hertz oder 720 Hertz im HD-Modus. Die Vorbestellungsphase endet am 4. Mai, der Preis liegt umgerechnet bei etwa 1.000 Euro.

Die Konkurrenz reagiert mit Preisnachlässen. Alienwares 34-Zoll-QD-OLED (AW3425DW) mit 240 Hertz fiel auf ein Allzeittief von 650 Euro. Samsungs Odyssey G50SF, ein 27-Zoll-QD-OLED mit 180 Hertz, war Anfang der Woche für 300 Euro zu haben – ein Zeichen für den Preisverfall bei älteren Modellen.

Ausstattung für die Zukunft

ASUS setzt bei den Premium-Modellen auf Langlebigkeit. Die „OLED Care Pro“-Suite reduziert softwaregestützt das Risiko von Einbrenn-Effekten. Der „Neo Proximity Sensor“ dimmt den Bildschirm automatisch, wenn der Nutzer den Schreibtisch verlässt. Die Anschlussmöglichkeiten sind auf moderne Hardware ausgelegt: Der XG27UCG Gen2 bietet USB-C mit DisplayPort-Alt-Mode für Laptops und Konsolen. „ELMB SYNC“ (Extreme Low Motion Blur Sync) erlaubt den gleichzeitigen Einsatz von Bewegungsunschärfe-Reduzierung und variablen Bildwiederholraten wie G-Sync oder FreeSync.

Die TUF-Gaming-Reihe bietet mit dem VG27UQEL5A eine günstigere Alternative: 4K bei 80 Hertz Standard, aber Full HD bei 310 Hertz im Dual-Mode. Auch hier beträgt die Reaktionszeit 0,3 Millisekunden.

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Der Trend zum Alleskönner

Die Dual-Mode-Technologie markiert einen strategischen Wandel in der Display-Branche. Bisher mussten Nutzer zwischen 4K für detailreiche Spiele und hohen Bildwiederholraten für kompetitive Titel wählen. ASUS und LG zielen nun auf die wachsende Gruppe der „Hybrid-Nutzer“ ab, die tagsüber professionell arbeiten und abends zocken. Die hohe Farbgenauigkeit der Panels – der XG34WCDG erreicht 99 Prozent DCI-P3-Farbraum und eine Delta-E von unter 2 – macht die Monitore auch für Kreativprofis interessant.

Die Einführung von 480-Hertz- und 540-Hertz-Modi signalisiert einen neuen Wettlauf um Bildwiederholraten. Während 240 Hertz in den letzten Jahren zum Standard für Premium-Gaming wurde, zeigen die neuen Modelle, dass DisplayPort 2.1 und HDMI 2.1 die nötige Bandbreite für solche Geschwindigkeiten liefern können.

Ausblick: Wird der Zweitmonitor überflüssig?

Branchenbeobachter erwarten, dass sich Dual-Mode bis Ende 2026 als Standard-Feature für Flaggschiff-Monitore etablieren wird. Die Kosten für OLED-Produktion bleiben zwar eine Hürde, doch die aktuellen Rabatte deuten darauf hin, dass Skaleneffekte greifen. Für ASUS setzt die ROG-Strix-Gen2-Serie einen neuen Maßstab für den „All-in-One“-Gaming-Monitor – und könnte herkömmliche Single-Mode-Geräte im Premium-Segment überflüssig machen.

Die Preise dürften sich in den kommenden Wochen stabilisieren, sobald sich die Lagerbestände nach dem Launch normalisieren. Doch mit Alienware und Samsung, die bereits mit Preisnachlässen reagieren, zeichnet sich das zweite Quartal 2026 als einer der aktivsten Zeiträume für Monitor-Upgrades der letzten Jahre ab.