Die neuen Modelle der Zen- und ExpertCenter-Reihe kombinieren High-End-Design mit künstlicher Intelligenz direkt im Gerät.
Der taiwanesische Hersteller hat sein professionelles All-in-One-Portfolio (AiO) im Frühjahr 2026 grundlegend erneuert. Mit der Vorstellung der ExpertCenter P600-Serie am 27. März 2026 läutet ASUS die Ära der „Copilot+ PCs“ für Unternehmen und Kreativschaffende ein. Die neuen Geräte zielen auf Profis ab, die Workstation-Leistung benötigen, aber auf den Platzbedarf eines klassischen Turmrechners verzichten wollen.
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ExpertCenter P600: KI-Leistung für den Schreibtisch
Die ExpertCenter P600-Serie bildet das Rückgrat der neuen ASUS-Desktop-Strategie. Sie umfasst das 27-Zoll-Modell PM640GA und das 24-Zoll-Modell PM670GA. Beide sind als Copilot+ PCs der nächsten Generation konzipiert und sollen KI-gestützte Arbeitslasten bewältigen, die bisher High-End-Laptops oder dedizierten Workstations vorbehalten waren.
Angetrieben werden die P600-Modelle vom AMD Ryzen AI 7 Prozessor, der über eine dedizierte neuronale Verarbeitungseinheit (NPU) mit bis zu 50 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS) verfügt. Diese Hardware ermöglicht Echtzeit-Inhaltserstellung, intelligente Workflow-Automatisierung und verbesserte Kollaborationstools – ohne ständige Cloud-Anbindung. Zur Unterstützung dieser anspruchsvollen Aufgaben stattet ASUS die Serie mit bis zu 64 GB DDR5-Arbeitsspeicher und Dual-Speicheroptionen inklusive einer 2 TB SSD aus.
Design und Funktionalität der P600-Serie knüpfen an die professionelle Eleganz der Zen AiO Pro-Linie an. Die Geräte bieten randlose Touchscreens und verstellbare Standfüße für verschiedene Einsatzumgebungen – vom modernen Büro bis zur Ladenkasse. Sicherheit steht ebenfalls im Fokus: Enterprise-Funktionen und die ASUS MyExpert Software-Suite, die Anfang des Jahres eingeführt wurde, bieten IT-Abteilungen zentrale Verwaltungstools.
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Snapdragon-Überraschung: Der V400 setzt auf Effizienz
Mit einer Überraschung wartete ASUS bereits auf der CES 2026 im Januar auf: Der V400 AiO (Modell VM441QA) wird als weltweit erster All-in-One-PC mit Snapdragon X Plattform vermarktet. Durch die Qualcomm-Architektur arbeitet das Gerät nahezu lautlos und entwickelt deutlich weniger Wärme als traditionelle x86-Desktops.
Der V400 verfügt über ein 24-Zoll-Full-HD-Display mit 178-Grad-Blickwinkeln und optionaler Touch-Funktion. Trotz seines extrem schlanken Profils liefert er 45 TOPS KI-Beschleunigung direkt auf dem Gerät. Branchenanalysten sehen in der Integration von Snapdragon-Chips im AiO-Formfaktor einen großen Schritt, um mobile Effizienz auf den Desktop zu bringen – ideal für Nutzer, die einen leisen Arbeitsplatz und nahtlose Integration in das Microsoft-Copilot-Ökosystem suchen.
Während der V400 auf ein breiteres Publikum von „Alltags-KI-Nutzern“ abzielt, positioniert ihn seine Leistung bei leichten kreativen Arbeiten und Multitasking als perfekten Begleiter für moderne Hybrid-Profis. Das Design folgt der Philosophie des Zen AiO 24 (A5401), der bereits Anfang des Jahrzehnts für seinen außermittigen Metallständer und die von Harman Kardon abgestimmten Lautsprecher gelobt wurde.
Das Erbe des Zen AiO Pro
Der Zen AiO Pro bleibt ein Maßstab für leistungsstarke Windows-All-in-Ones. In Marktbewertungen Ende 2024 und 2025 wurde er häufig als erste Wahl für visuelle Künstler und Multimedia-Schaffende genannt, die 4K-Displays und robuste Rechenleistung benötigen. Obwohl die spezifische „Pro“-Marke 2026 teilweise in der breiteren Zen AiO- und ExpertCenter „P“-Serie aufgegangen ist, bleibt die Nachfrage nach seinen charakteristischen Merkmalen – wie 100-prozentiger sRGB-Farbraumabdeckung und NanoEdge-Displays – hoch.
Das ASUS A5702WVA, ein Flaggschiff-Modell der Jahre 2025-2026, verkörpert dieses High-End-Segment. Es bietet ein 27-Zoll-TÜV-Rheinland-zertifiziertes Full-HD-Panel mit einem Bildschirm-zu-Gehäuse-Verhältnis von 92 Prozent. Die Innenausstattung umfasst oft Intel Core i7-Prozessoren der 13. Generation und integrierte Subwoofer mit Dolby-Atmos-Unterstützung. Dieses Modell wird häufig mit früheren „Pro“-Iterationen wie dem Z240IC verglichen, der den Ruf des Zen AiO für hochwertige Materialien wie massives Aluminium und „Icicle Gold“-Oberflächen begründete.
Um die Langlebigkeit dieser Premium-Geräte zu gewährleisten, unterstützt ASUS ältere Hardware weiterhin mit detaillierten Reparaturanleitungen. Technische Handbücher, die im Februar 2024 aktualisiert wurden, enthalten präzise Anweisungen zur Wartung der Hauptplatinen und Bildschirmbaugruppen der Zen AiO Pro Z240-Serie – ein klares Bekenntnis zur Haltbarkeit seiner professionellen Produkte.
Strategische Integration und Marktkontext
Der Schritt hin zu KI-zentrierten Desktops ist Teil der breiteren Unternehmensstrategie „Ubiquitous AI“, die ASUS auf seiner Always-Incredible-Veranstaltung Anfang 2026 präsentierte. Diese Vision wendet KI auf öffentliche und private Clouds sowie auf persönliche Client-Produkte an. Durch die Integration von NPUs in die Zenbook-, ProArt- und Zen AiO-Linien will sich ASUS von Wettbewerbern abheben, die noch auf Standard-CPU/GPU-Konfigurationen setzen.
Am 7. April 2026 kündigte ASUS zudem die breite Verfügbarkeit seiner Desktop- und Laptop-Reihe 2026 in den USA an. Diese Markteinführung umfasste die neueste Zenbook-Serie, die architektonische Ähnlichkeiten mit den neuen AiO-Modellen aufweist – insbesondere die Verwendung von „Ceraluminum“, einem Hightech-Keramikmaterial für eine schmutzabweisende, langlebige Oberfläche. Während diese Materialinnovation derzeit vor allem in Laptops wie dem Zenbook S16 zum Einsatz kommt, wird erwartet, dass sie künftige Iterationen des Zen AiO-Gehäuses beeinflussen wird.
Ausblick: Der AiO-Markt 2026
Der All-in-One-Markt wird 2026 zunehmend von „Produktivitätsmaschinen“ geprägt, die mehrere Hardware-Anforderungen in einem einzigen Gerät bündeln. Branchenanalysten erwarten, dass mit der Verbreitung von KI-Anwendungen in kreativen Software-Suiten die Anforderung dedizierter NPUs in AiO-Desktops zu einem primären Kaufkriterium wird.
ASUS scheint für diesen Wandel bestens gerüstet. Mit einem Zwei-Gleise-Ansatz – leistungsstarke AMD- und Intel-Chips in der ExpertCenter P600-Serie und hocheffiziente Snapdragon-Chips in der V-Serie – spricht das Unternehmen sowohl den „Power-User“ als auch den „effizienzorientierten“ Profi an. Die Integration von WiFi 7 und fortschrittlichen Kühllösungen in den neuesten Modellen zeigt: Der AiO-Formfaktor wird nicht länger als platzsparender Kompromiss gesehen, sondern als legitime Alternative zu leistungsstarken Türmen für den modernen digitalen Arbeitsplatz.

