ASUS ExpertCenter: 20 PFLOPS KI-Leistung unterm Schreibtisch

ASUS bringt mit dem ExpertCenter Pro ET900N G3 einen leistungsstarken Desktop-KI-Supercomputer auf den Markt, der große Sprachmodelle lokal ausführt.

Der taiwanesische Technologiekonzern ASUS hat heute die weltweite Verfügbarkeit des ExpertCenter Pro ET900N G3 bekanntgegeben. Der deskside KI-Supercomputer richtet sich an Unternehmen, die leistungsstarke generative KI lokal betreiben wollen – ohne den Umweg über Rechenzentren.

Leistungsstarke Hardware für anspruchsvolle KI-Aufgaben

Das Herzstück des neuen Systems bildet der NVIDIA GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip. Mit einer KI-Leistung von bis zu 20 PFLOPS kann der Rechner komplexe Berechnungen direkt vor Ort ausführen. Das entspricht etwa der Rechenleistung mehrerer High-End-Grafikkarten – komprimiert in ein Gehäuse, das unter den Schreibtisch passt.

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Besonders beeindruckend ist der Arbeitsspeicher: 748 Gigabyte kohärenter Unified Memory erlauben es dem System, große Sprachmodelle mit bis zu einer Billion Parametern auszuführen. In internen Tests mit dem Qwen-Modell erzielte ASUS eine Ausgaberate von rund 864 Tokens pro Sekunde bei einem Gesamtdurchsatz von etwa 1.600 Tokens pro Sekunde.

Die vollständige Kompatibilität mit dem NVIDIA-KI-Software-Stack, inklusive Unterstützung für NeMoClow-Workflows, soll Entwicklern und professionellen Anwendern die Arbeit mit generativer KI erheblich erleichtern.

Ausbau des KI-gesteuerten Enterprise-Portfolios

Parallel zum Launch des ET900N G3 bringt ASUS in Malaysia das ExpertBook Ultra Copilot+ PC auf den Markt. Das 14-Zoll-Notebook verfügt über ein 3K-Tandem-OLED-Touchdisplay und wird vom Intel Core Ultra X7 Series 3-Prozessor angetrieben. Mit einem 70-Wh-Akku, der bis zu 26 Stunden Laufzeit verspricht, und einem Gehäuse aus Magnesium-Aluminium-Legierung in Luftfahrtqualität zielt das Gerät auf mobile Profis. Zur Sicherheitsausstattung gehören BIOS-Resilienz nach NIST SP 800-193 sowie eine duale biometrische Authentifizierung.

Im Kreativbereich hat ASUS ProArt zudem eine Partnerschaft mit dem Red Bull Global Aerial Performance Camp 2026 in Namibia geschlossen. Dort kommt das ProArt PX13 zum Einsatz – ein 13-Zoll-Convertible mit AMD Ryzen AI Max+ 395 Prozessor, das für die Bearbeitung von 8K-RAW- und 360-Grad-Videomaterial optimiert ist.

Globale Ausfallkosten steigen rasant

Die Einführung dedizierter lokaler KI-Hardware kommt zu einem Zeitpunkt, da die finanziellen Risiken digitaler Infrastrukturausfälle drastisch zunehmen. Ein aktueller Bericht von Splunk beziffert die weltweiten Kosten durch Ausfallzeiten auf rund 600 Milliarden Euro jährlich – ein Anstieg von 50 Prozent gegenüber den vergangenen zwei Jahren.

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Die durchschnittlichen Kosten eines Ausfalls belaufen sich demnach auf 15.000 Euro pro Minute. Für Unternehmen im asiatisch-pazifischen Raum bedeutete dies in den letzten zwölf Monaten durchschnittliche Verluste von 110,9 Millionen Euro Umsatz und 24 Millionen Euro Produktivitätseinbußen. Immerhin: 56 Prozent der befragten Technologieverantwortlichen gaben an, dass KI geholfen habe, operative Risiken zu reduzieren. Allerdings berichteten alle Befragten von KI-bedingten Ausfällen – 68 Prozent äußerten sich besorgt über unvorhersehbares KI-Verhalten.

Tencent Cloud baut Infrastruktur aus

Während ASUS auf Hardwarelösungen setzt, treiben andere Player den Ausbau der Cloud-Infrastruktur voran. Tencent Cloud hat heute seine Expansionsstrategie vorgestellt und positioniert Hongkong als zentralen Knotenpunkt für internationale KI-Initiativen. Das Netzwerk umfasst derzeit 66 Verfügbarkeitszonen in 23 Regionen, mit neuen Knotenpunkten in Frankfurt, Riad und Osaka. Zudem plant Tencent die Einrichtung einer neuen Cloud-Region in Mexiko. Diese Infrastruktur unterstützt sicherheitskritische Anwendungen – etwa Kernbankmodule für die Fusion Bank oder digitale Transformationsprojekte für den Hong Kong Jockey Club und Bupa.