ASUS ProArt PX13: Neues Kraftpaket für Kreative

ASUS bringt mit dem ProArt PX13 ein leichtes, KI-gestütztes Convertible für anspruchsvolle Content Creator. Das 2.800 Euro teure Gerät zielt auf das Premium-Segment ab.

**

Der taiwanesische Hersteller hat sein ProArt-Portfolio am 26. April 2026 um ein neues Mitglied erweitert. Mit dem 13,3-Zoll-Convertible zielt ASUS auf professionelle Anwender, die eine leistungsstarke, KI-gestützte Workstation für unterwegs benötigen. Der Preis von umgerechnet rund 2.800 Euro positioniert das Gerät klar im Premium-Segment – und das in einem Markt, der zunehmend von günstigeren Alternativen unter Druck gerät.

Hochleistung im kompakten Format

Das Herzstück des nur 1,39 Kilogramm leichten Convertibles bildet der AMD Ryzen AI Max+ 395 Prozessor. Zusammen mit 32 Gigabyte LPDDR5X-Arbeitsspeicher und einer 1 Terabyte großen NVMe-SSD soll das System selbst anspruchsvolle Aufgaben wie 4K-Videobearbeitung oder 3D-Modellierung bewältigen.

Anzeige

Während neue Hardware wie der ProArt PX13 die Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Berufsalltag vereinfacht, müssen Unternehmen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen im Blick behalten. Dieser kostenlose Praxisleitfaden erklärt kompakt alle Fristen und Risikoklassen der neuen EU-KI-Verordnung. EU AI Act in 5 Schritten verstehen

Das 13,3-Zoll-3K-OLED-Display (2880 x 1800 Pixel) deckt den kompletten DCI-P3-Farbraum ab – ein entscheidendes Feature für Fotografen und Designer, die auf farbgetreue Darstellung angewiesen sind. Im Vergleich zu Einsteigermodellen wie dem ASUS D415 oder der Vivobook-Serie bietet der PX13 zudem Wi-Fi 7 und eine dedizierte Copilot-Taste für den schnellen Zugriff auf Windows-KI-Funktionen.

Um den Einstieg für Kreative zu erleichtern, legt ASUS dem Gerät ein umfangreiches Softwarepaket bei: Drei Monate Adobe Creative Cloud, sechs Monate CapCut und eine lebenslange Lizenz für Office 2024 Home sind im Preis enthalten.

Strategische Expansion der ProArt-Familie

Der PX13 ist nur ein Teil einer größeren Produktoffensive. Parallel brachte ASUS das ProArt P16 als Flaggschiff der Serie sowie eine spezielle ProArt GoPro Edition auf den Markt. Das P16 ist mit einem AMD Ryzen AI 9 HX 370, einer NVIDIA GeForce RTX 5080 und 64 Gigabyte RAM ausgestattet – zum Preis von rund 4.900 Euro.

Die GoPro Edition bietet mit 128 Gigabyte RAM eine interessante Nische zwischen Mobilität und Rechenleistung. Branchenbeobachter sehen in dieser gestaffelten Strategie den Versuch, verschiedene Profi-Zielgruppen gezielt anzusprechen – vom Außenredakteur bis zum Studio-Producer.

Wettbewerb an zwei Fronten

Der Markt für Kreativ-Notebooks steht unter Druck. Während ASUS auf das Premium-Segment setzt, drängen günstigere Alternativen in den Markt. Apples MacBook Neo etwa startet bei umgerechnet rund 550 Euro und nutzt „aussortierte“ A18-Pro-Chips aus der iPhone-16-Produktion. Der Einstiegspreis liegt damit fast 2.200 Euro unter dem des ProArt PX13.

Doch die Strategie der Taiwaner ist klar: Statt auf Masse setzt man auf Klasse. Die „Copilot+ PC“-Zertifizierung und die spezialisierte Hardware sollen den Premium-Preis rechtfertigen. Intels jüngster Prozessor, der Core Ultra 7 270K Plus, zeigt mit über 43.000 Punkten im Cinebench R23, dass die Hardware-Leistung weiter steigt – doch Intel-Chefs räumen ein, dass bis zu 30 Prozent des Potenzials durch mangelnde Software-Optimierung ungenutzt bleiben.

KI direkt auf dem Gerät

Ein zentrales Verkaufsargument des ProArt PX13 ist die integrierte KI-Beschleunigung. Die neuronale Verarbeitungseinheit (NPU) im AMD-Chip ermöglicht „Edge AI“ – also die Verarbeitung direkt auf dem Gerät statt in der Cloud. Das spart nicht nur Zeit, sondern schützt auch sensible Daten, etwa bei der Bearbeitung urheberrechtlich geschützter Inhalte.

Anzeige

Die Verarbeitung von Daten direkt auf dem Endgerät ist ein wichtiger Schritt für mehr Privatsphäre, doch die allgemeine Bedrohungslage durch Cyberkriminelle verschärft sich weiter. Erfahren Sie in diesem kostenlosen E-Book, wie Sie Ihr Unternehmen proaktiv vor neuen digitalen Risiken schützen. Gratis-Report zu aktuellen Cyber-Bedrohungen anfordern

Parallel dazu hat Apple am selben Tag mit der Auslieferung von macOS Sequoia 15.1 begonnen. Die neue Version bringt KI-gestützte Schreibhilfen, Audio-Transkription und ein verbessertes Siri-Interface auf Macs mit M1-Chip oder neuer. Während Apple bei einigen Funktionen wie „Genmoji“ noch bis Dezember warten lässt, setzen ASUS und andere Windows-Hersteller auf das Copilot-Ökosystem.

Ausblick: Wohin steuert der Markt?

Die Einführung des ProArt PX13 zeigt: Der Markt für Premium-Kreativ-Notebooks bleibt lebendig, auch wenn günstigere Alternativen auf den Markt drängen. Apples Rekordumsatz von 143,8 Milliarden Dollar im ersten Quartal 2026 – getrieben durch 23 Prozent mehr iPhone-Erlöse – zeigt die Herausforderung für PC-Hersteller.

ASUS setzt dagegen auf überlegene Display-Technologie, hohe Arbeitsspeicher-Kapazitäten und tiefe Integration in professionelle Software. Ob das reicht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Entscheidend wird sein, ob die spezialisierte Hardware einen spürbaren Mehrwert bietet – in einem Markt, der zwischen Hochleistungs-Workstations und Billiggeräten zunehmend polarisiert.