ASUS ROG Harpe Ace Mini Core: Profi-Maus für unter 50 Euro

ASUS bringt eine kabelgebundene Esports-Maus mit Leichtbau-Design für knapp 50 Euro auf den Markt und erweitert damit seine Produktpalette um eine erschwingliche Variante.

ASUS bringt mit dem ROG Harpe Ace Mini Core eine Profi-Gaming-Maus für knapp 50 Euro auf den Markt. Das kabelgebundene Modell soll ambitionierten Spielern ein etabliertes Esports-Design zu einem Bruchteil des Preises der drahtlosen Varianten bieten.

Der Launch in dieser Woche markiert eine strategische Neuausrichtung: Statt nur auf High-End zu setzen, will der taiwanesische Hersteller mit einer erschwinglichen „Core“-Version eine breitere Zielgruppe erreichen. Die Maus richtet sich an Wettkampfspieler, die Wert auf geringes Gewicht und präzise Steuerung legen, aber auf teure Wireless-Technologie verzichten können.

Leichtbau-Design für maximale Agilität

Das Herzstück der neuen Maus ist ihr ultraleichter Aufbau. Mit nur 52 Gramm gehört sie klar in die Kategorie, die von professionellen E-Sportlern, besonders in FPS-Titeln, gefordert wird. Um den störenden Effekt des Kabels zu minimieren, setzt ASUS auf ein flexibles Paracord-Kabel. Es soll sich fast so frei anfühlen wie eine drahtlose Verbindung.

Die kompakte „Mini“-Form ist für Klauen- und Fingerspitzen-Griffe optimiert. Ein bewährtes Feature bleibt erhalten: die hot-swappable Switches. Spieler können so den Klick-Widerstand der Tasten einfach austauschen, ohne löten zu müssen – ein großer Pluspunkt für Tüftler.

Kern-Spezifikationen für den Wettbewerb

Technisch setzt die Harpe Ace Mini Core auf bewährte Werte. Die Abtastrate von 1.000 Hz ist der aktuelle Standard für zuverlässige Performance in den meisten Esports-Titeln. Sie hält nicht mit den 4.000 oder 8.000 Hz einiger High-End-Konkurrenten mit, reicht für die meisten Spieler aber völlig aus.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Software. Die Maus wird über das neue, webbasierte ASUS Gear Link Tool konfiguriert. Das bedeutet: keine sperrige, lokal installierte Software, die Systemressourcen beansprucht. Diese Vereinfachung ist ein klarer Trend in der Branche und kommt besonders Nutzern leistungsschwächerer Systeme entgegen.

Strategie: Premium-Design für die Massen

Die Einführung des „Core“-Modells vervollständigt die Harpe-Ace-Produktfamilie strategisch. Neben drahtlosen Top-Modellen wie der ROG Harpe Ace Mini oder der größeren Harpe Ace Extreme bietet ASUS nun eine günstige Einstiegsoption mit demselben ergonomischen Design.

Der Preis von 49,99 Euro ist dabei die größte Überraschung. Er bringt eine Maus mit Esports-Pedigree in direkte Konkurrenz zu reinen Budget-Marken. ASUS opfert dafür Wireless-Konnektivität und ultrahohe Polling-Raten, behält aber das entscheidende Profil, das Gewicht und das flexible Kabel bei. Könnte dieser Schritt den Maßstab für Performance unter 50 Euro neu definieren?

Marktausblick: Ein Testballon für ASUS

Die Strategie könnte aufgehen. Sie spricht die große Gruppe ambitionierter Hobby-Spieler und aufstrebender E-Sportler an, die professionelles Equipment wollen, aber nicht Hunderte Euro ausgeben können. Sollte sich das „Core“-Konzept bewähren, dürfte ASUS bald ähnliche Versionen anderer beliebter Peripheriegeräte folgen lassen.

Die Herausforderung wird nun die Lieferfähigkeit sein. Kurz nach dem Erscheinen in Onlineshops wurde die Maus bereits als „vorübergehend nicht verfügbar“ gelistet. Die Nachfrage nach diesem Preis-Leistungs-Verhältnis scheint hoch zu sein. Für ASUS zeigt der Launch vor allem eines: Erfolg im Gaming-Markt 2026 bedeutet, sowohl den Profi als auch den Nachwuchs im Blick zu behalten.