ASUS ROG Strix XG129C: Neuer Zweitmonitor für Gamer und Streamer

ASUS präsentiert mit dem ROG Strix XG129C einen spezialisierten Touchscreen für Systemüberwachung und Multitasking unter dem Hauptmonitor.

Der taiwanesische Hersteller bringt einen spezialisierten 12,3-Zoll-Touchscreen als System-Dashboard auf den Markt.

ASUS Republic of Gamers hat am 8. Mai 2026 den ROG Strix XG129C vorgestellt – einen Zweitmonitor, der als dedizierte Systemkonsole und Multitasking-Assistent fungiert. Das Gerät mit ungewöhnlichem Ultra-Breitbildformat erscheint gemeinsam mit dem ROG Strix OLED XG34WCDMS, einem 34-Zoll-Curved-Gaming-Display der Spitzenklasse.

Der XG129C ist kein gewöhnlicher Bildschirm. Er wird direkt unter dem Hauptmonitor platziert und dient als Schnittstelle für Systemüberwachung, Streaming-Steuerung und Chat-Anwendungen. Branchenbeobachter sehen darin eine Antwort auf die wachsende Komplexität moderner Desktop-Setups. Wer kennt das nicht: Mitten im Spiel oder beim professionellen Arbeiten muss man schnell Temperaturen checken oder eine Nachricht beantworten – und verliert dabei den Fokus.

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Technische Details des XG129C

Das Herzstück des Zweitmonitors ist ein 12,3 Zoll großes IPS-Panel mit einer Auflösung von 1920 x 720 Pixeln. Das entspricht einem Seitenverhältnis von 24:9 – eine bewusste Entscheidung der Entwickler. „Dieses Format bietet mehr vertikale Anzeigefläche als herkömmliche 32:9-Portable-Panels und minimiert schwarze Balken bei der Darstellung von 16:9-Inhalten“, so ASUS.

Der Bildschirm unterstützt 10-Punkt-Kapazitiv-Touch, sodass Multi-Finger-Gesten und direkte Interaktion mit Widgets möglich sind. Die Bildwiederholrate liegt bei 75 Hz. Für einen Zweitmonitor beachtlich: Die Farbraumabdeckung beträgt 125 Prozent des sRGB- und 90 Prozent des DCI-P3-Farbraums. Die Spitzenhelligkeit wird mit 300 Nits angegeben, das Kontrastverhältnis mit 1200:1.

Mit nur 6,3 Millimetern Dicke und 0,51 Kilogramm Gewicht (ohne Standfuß) ist das Gerät erstaunlich kompakt. Ein integrierter verstellbarer Ständer und eine Standard-1/4-Zoll-Stativaufnahme ermöglichen flexible Montagemöglichkeiten – etwa an Kameraarmen oder Spezialhalterungen.

Software-Paket und Systemintegration

ASUS legt jedem XG129C ein Jahresabo für AIDA64 Extreme bei – eine professionelle Systeminformations-Software, die regulär rund 60 Euro kostet. In Kombination mit exklusiven ROG-SensorPanel-Skins zeigt der Monitor dann Echtzeitdaten zu CPU- und GPU-Temperaturen, Lüftergeschwindigkeiten, Speicherauslastung und Netzwerkaktivität an.

Darüber hinaus unterstützt der Touchscreen die ASUS DisplayWidget Center– und ASUS Control Panel-Software. Damit wird er zur physischen Steuerungsoberfläche für Kreativanwendungen und Streaming-Plattformen – quasi ein digitales Stream Deck. Nutzer können Hotkeys belegen, Beleuchtungsprofile anpassen oder Discord- und OBS-Fenster direkt über den Touchscreen steuern.

Die Anbindung erfolgt über einen Hybrid-USB-C-Anschluss, der Strom, Video- und Touchsignale über ein einziges Kabel überträgt – sofern das Hostgerät DisplayPort Alt Mode unterstützt und mindestens 10 Watt liefert. Ein zweiter USB-C-Port ist für 20-Watt-Power-Delivery zuständig, ein HDMI-1.2-Anschluss sorgt für Kompatibilität mit älterer Hardware.

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Der große Bruder: ROG Strix OLED XG34WCDMS

Parallel zum Zweitmonitor bringt ASUS den ROG Strix OLED XG34WCDMS auf den Markt – ein 34-Zoll-Curved-Display für anspruchsvolle Gamer. Es nutzt ein RGB-Tandem-QD-OLED-Panel mit WQHD-Auflösung (3440 x 1440 Pixel) und satten 280 Hz Bildwiederholrate.

Besonders spannend: Die neue BlackShield-Film-Technologie soll die wahrgenommenen Schwarztöne um bis zu 40 Prozent verbessern und die Kratzfestigkeit um das 2,5-Fache steigern. Gegen das gefürchtete Einbrennen von OLED-Pixeln hilft die „OLED Care Pro“-Technologie in Kombination mit einem Neo-Näherungssensor, der den Bildschirm automatisch dimmt oder ausschaltet, wenn kein Nutzer erkannt wird.

Das Display ist VESA DisplayHDR 500 True Black zertifiziert und erreicht eine Grau-zu-Grau-Reaktionszeit von 0,03 Millisekunden. Der Standfuß wurde mit kleinerer Grundfläche neu gestaltet – ein Segen für kompetitive Gamer, die viel Platz für Mausbewegungen benötigen.

Preise und Marktpositionierung

Die Preisstruktur steht bereits fest: Der ROG Strix XG129C soll in den USA rund 199 Dollar kosten, in Europa 239,90 Euro und in Australien 299 Dollar. Das ist bemerkenswert: Für diesen Preis bekommt man auch einen vollwertigen 24-Zoll-FHD-Gaming-Monitor. Der Aufpreis erklärt sich durch das Spezialformat, die Touch-Funktionalität und die beigelegte Software-Lizenz.

Der XG129C positioniert sich als display-zentrierte Alternative zu Geräten wie dem Elgato Stream Deck oder größeren Zweitmonitoren wie dem Corsair Xeneon Edge.

Der ROG Strix OLED XG34WCDMS ist als erschwinglichere Variante des Premium-Modells ROG Swift OLED PG34WCDN positioniert, das Anfang des Jahres auf der CES 2026 vorgestellt wurde. Der Preis liegt bei 1.499 Euro – ein klares Statement für Enthusiasten.

Zukunftsausblick

Mit dem XG129C setzt ASUS auf den Trend zum Multi-Screen-Command-Center – sowohl bei ambitionierten Spielern als auch bei professionellen Streamern. Die Idee: Ein Hardware-Software-Hybrid übernimmt die lästigen Nebenaufgaben der PC-Steuerung, während der Hauptbildschirm ungestört für hochauflösende Inhalte bleibt.

Ob sich das Konzept durchsetzt, hängt maßgeblich von der Weiterentwicklung des ASUS Control Panels und der Akzeptanz bei Power-Usern ab, die bislang auf tablet-basierte Überwachung oder Drittanbieter-Makro-Pads setzen. Beide Monitore sollen noch im laufenden Quartal weltweit verfügbar sein.