Der Markt für High-End-Gaming-Monitore verzeichnet derzeit eine signifikante technologische Dynamik, die durch die zunehmende Verbreitung der QD-OLED-Technologie getrieben wird. Ein aktueller Testbericht des Fachportals GamesRadar+ zum Philips Evnia 32M2N8900 unterstreicht diesen Trend.
Während die Leistungsfähigkeit der 4K-QD-OLED-Technologie in der Analyse gelobt wurde, identifizierten die Tester gleichzeitig spezifisches Verbesserungspotenzial bei dem Modell. Die Veröffentlichung fällt in eine Phase intensiven Wettbewerbs, in der etablierte Hersteller ihre Portfolios massiv ausbauen und neue Standards für Helligkeit und Bildwiederholraten definieren.
ASUS baut Marktführerschaft mit neuen OLED-Modellen aus
Im zweiten Quartal 2026 sicherte sich ASUS mit einem Marktanteil von 23,1 % eine führende Position im Segment der OLED-Monitore. Das Unternehmen profitierte dabei von einem Marktwachstum von 98 % im Vergleich zum Vorjahr. Mitte August stellte ASUS den ROG Swift OLED PG34WCDN vor, der zum Preis von 232.920 Yen als weltweit erster RGB-OLED-Gaming-Monitor mit RGB-Stripe-Pixel-Struktur vermarktet wird.
Das Gerät verfügt über ein 34-Zoll-Display mit einer 1800R-Krümmung und einer Auflösung von 3440 x 1440 Pixeln. Im Vergleich zum Vorgängermodell PG34WCDM wurde die Bildwiederholrate von 240 Hz auf 360 Hz gesteigert. Zudem wurde die Zertifizierung auf DisplayHDR 500 angehoben.
Weitere Merkmale sind eine Reaktionszeit von 0,03 ms, DisplayPort 2.1 sowie eine Stromversorgung via USB-C mit 90 W. Parallel dazu kündigte die Gaming-Sparte des Herstellers die Modelle Swift OLED PG27UCWM und PG32UCWM an, die auf eine 4K True Tandem RGB OLED-Technologie setzen und im Dual-Mode betrieben werden können.
Neue Wettbewerber und optimierte Beschichtungsverfahren
Die neuen OLED-Gaming-Monitore von ASUS, GIGABYTE und iiyama setzen neue Maßstäbe – mit bis zu 360 Hz und brillanter Bildqualität. Doch welches Modell passt zu Ihnen? Unser kostenloser Guide hilft Ihnen, die richtige Wahl zu treffen. Jetzt kostenlosen Monitor-Guide anfordern
Neben den Marktführern drängen weitere Akteure mit spezialisierten Lösungen in das OLED-Segment. GIGABYTE brachte Mitte August den QD-OLED-Monitor MO32U24 auf den Markt. Das 32-Zoll-Gerät bietet eine 4K-Auflösung bei 240 Hz und nutzt die sogenannte ObsidianShield-Beschichtung. Diese soll laut Herstellerangaben die Schwarzwahrnehmung um 40 % verbessern und eine 2,5-fache Kratzfestigkeit bieten. In den USA wird das Modell für 999,99 US-Dollar gelistet, während der Preis in der Europäischen Union ab 849 Euro liegt.
Auch iiyama präsentierte mit dem G-Master GOB2701QSC-B1 Titan Falcon seinen ersten OLED-Gaming-Monitor. Das 27-Zoll-Modell mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln erreicht 280 Hz und eine HDR-Spitzenhelligkeit von 1.500 cd/m².
Der Preis wird auf etwa 435 bis 450 Euro beziffert. Wie auch GIGABYTE gewährt iiyama eine dreijährige Garantie, die ausdrücklich das Einbrennen des Panels (Burn-in) abdeckt.
Technologische Evolution durch Tandem-OLED und neue VESA-Normen
Die Branche reagiert auf die Nachfrage nach höherer Luminanz mit der Einführung der Tandem-OLED-Technologie. MSI stellte entsprechende Modelle der MPG- und MAG-Serie vor, die einen 5-Layer-Tandem-OLED-Aufbau nutzen. Ähnlich wie bei den neuen GIGABYTE-Modellen kommt hier ein spezieller Schutzfilm zum Einsatz, der die Schwarzwahrnehmung optimieren soll.
Sorge um Burn-in bei OLED-Monitoren? Viele Hersteller bieten inzwischen Garantien, die das Einbrennen abdecken – doch die Unterschiede sind groß. Erfahren Sie in unserem Leitfaden, worauf Sie achten müssen, und sichern Sie sich die besten Modelle mit Schutz. Burn-in-Schutz-Checkliste jetzt sichern
Diese Entwicklung wird durch neue Industriestandards flankiert. Die Video Electronics Standards Association (VESA) spezifizierte den Standard DisplayHDR True Black 1400. Dieser erfordert eine Spitzenluminanz von 1.400 cd/m² sowie eine Vollbild-Helligkeit von 700 cd/m². Der Schwarzpegel muss dabei bei 0,0005 cd/m² liegen.
Trotz der Fortschritte bleibt die Langlebigkeit der Panels ein zentrales Thema der Branche. Ein Langzeittest über 10.000 Stunden durch Rtings verdeutlichte in den vergangenen Tagen, dass moderne OLED-Modelle der Jahre 2020 bis 2023 eine ähnliche Anfälligkeit für Burn-in zeigen wie Geräte aus dem Jahr 2017. Allerdings wurde im Rahmen der Untersuchung auch ein Effizienzgewinn von 27 % sowie eine Verdopplung der Helligkeit bei den neueren Panel-Generationen festgestellt.

