ASUS UGen Arc Pro B70: KI-Grafikkarte kostet in Deutschland 1.799 Euro

ASUS stellte eine Workstation-Grafikkarte mit 32 GB ECC-Speicher vor; in Deutschland und Österreich beträgt die Preisempfehlung 1.799 Euro.

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Am 23. Oktober 2026 hat ASUS mit der UGen Intel Arc Pro B70 32GB eine neue Workstation-Grafikkarte für lokale KI-Berechnungen vorgestellt. Das Modell richtet sich an professionelle Anwender und tritt im Marktsegment für kompakte KI-Workloads gegen AMDs Radeon AI Pro R9700 an. Es ist zugleich die erste diskrete Desktop-Grafikkarte von ASUS auf Basis der Intel-Arc-Architektur seit der Veröffentlichung der Iris Xe DG1-4G im Jahr 2021.

Technische Daten und Kühldesign

Die ASUS UGen Intel Arc Pro B70 basiert auf dem BMG-G31-Grafikchip von Intel, der im N5-Verfahren bei TSMC gefertigt wird. Der Chip verfügt über 32 Xe2-Kerne sowie 256 XMX-Engines und erreicht Taktraten von bis zu 2.800 MHz. Die Rechenleistung beziffert ASUS auf 22,94 TFLOPS bei einfacher Genauigkeit (FP32) und bis zu 367 TOPS bei INT8-Berechnungen.

Beim Speicher setzt der Hersteller auf 32GB ECC GDDR6 an einem 256-Bit-Interface mit einer Geschwindigkeit von 19 Gbps, was zu einer Speicherbandbreite von 608 GB/s führt.

Das Dual-Slot-Design mit Blower-Lüfter misst 267 Millimeter in der Länge und wiegt rund 1,1 Kilogramm. Als Videoausgänge stehen drei Anschlüsse für DisplayPort 2.1 und ein Port für HDMI 2.1b bereit.

Für die Stromversorgung nutzt ASUS einen 12V-2×6-Anschluss und spezifiziert die Leistungsaufnahme mit 310 Watt, wofür ein Netzteil mit mindestens 750 Watt empfohlen wird. Damit weicht das Design von Intels Referenzkarte ab, die mit 230 Watt spezifiziert ist, über einen klassischen 8-Pin-Anschluss versorgt wird und vier DisplayPort-Ausgänge bietet.

Eine Messung der Referenzkarte bei einer Leistungsaufnahme von 230 Watt durch IgorLab ergab unter Last einen Schalldruckpegel von 50,6 dB in einem Abstand von 50 Zentimetern.

Skalierung für KI-Modelle und Softwareanbindung

ASUS positioniert die Hardware für Entwickler, kleinere Unternehmen und IT-Teams. Laut Unternehmensangaben bewältigt eine einzelne Karte mit 32GB Speicher die meisten Modelle mit unter 27 Milliarden Parametern und ermöglicht beispielsweise bei Llama 3.1 8B Kontextfenster von bis zu 128K Token.

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Für größere Vorhaben lassen sich mehrere Karten kombinieren: Ein Dual-Setup stellt 64GB VRAM bereit und erreicht laut Herstellerangaben bei Modellen mit 80 Milliarden Parametern eine Verarbeitungsgeschwindigkeit von 43,4 Token pro Sekunde. Eine Maximalkonfiguration aus vier Karten fasst 128GB Speicher.

Ein technischer Leitfaden von ASUS empfiehlt eine Einzelkarte für Modelle mit 32 Milliarden Parametern in Q4-Quantisierung, zwei Karten für Multi-GPU-Systeme mit Modellen zwischen 7 und 120 Milliarden Parametern sowie vier Karten für Workstations auf Unternehmensebene.

Als verifiziert gelten unter anderem Modelle wie gpt-oss 20B und 120B, Whisper-large-v3, InternVL3.5, Qwen 3.x, Mistral, Mixtral, Llama 3.1 und 3.2 sowie DeepSeek-R1 Distill.

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Auf Softwareseite unterstützt die Karte unter anderem Intel LLM Scaler, vLLM XPU, llama.cpp, Ollama, OpenVINO, oneAPI, PyTorch XPU und ComfyUI. Die Scaler-Software ermöglicht eine Quantisierung zur Laufzeit auf Formate wie INT4 und FP8. Nach Angaben von ASUS kann ohne eine Auslagerung in den Grafikspeicher ein Leistungsabfall von bis zu 90 Prozent drohen.

Preisgestaltung und Marktumfeld

Für Deutschland und Österreich liegt die unverbindliche Preisempfehlung bei 1.799 Euro inklusive Mehrwertsteuer, während für die Schweiz 1.799 Schweizer Franken angesetzt sind. Ein offizieller Preis sowie ein Einführungstermin für den US-Markt wurden zunächst nicht genannt. Ein vollständiges Vier-Karten-Setup mit 128GB Gesamtspeicher beläuft sich nach Listenpreisen auf 7.196 Euro allein für die Grafikkarten.

Im europäischen Online-Handel wird die Karte bereits gelistet; laut Geizhals liegen die Einstiegspreise ab 1.729 Euro und damit leicht unterhalb der UVP. In Finnland verzeichneten Händler Angebote ab 1.849,90 Euro.

Am 26. Oktober 2026 zeigten sich bei Geizhals zudem alternative Partnerkarten und Referenzmodelle: Die ASRock Creator war ab 1.599 Euro gelistet, das Intel-Referenzdesign ab 1.689 Euro und ein Blower-Modell von Sparkle ab 1.782,74 Euro. Intel wies darauf hin, dass die Partnerpreise variieren können.

Preislich bewegt sich die UGen Arc Pro B70 im Umfeld von NVIDIAs GeForce RTX 5090, die in den USA mit einer UVP von 1.999 US-Dollar für 32GB GDDR7 startete. Der direkte Konkurrent von AMD, die Radeon AI Pro R9700, startete bei 1.299 US-Dollar und zog im Handel auf rund 1.700 US-Dollar bei US-Anbietern an.

Marktbeobachter verweisen zudem auf stark gestiegene GDDR6-Spotpreise, die sich nach Branchenberichten von rund 2,50 auf etwa 7,50 US-Dollar pro Gigabyte verdreifachten.