Der Markt für portable Monitore erlebt einen Umbruch. OLED-Panels mit hoher Farbtreue drängen in die mobile Arbeitswelt.
Aktuelle Tests des ASUS ZenScreen OLED MQ16FC zeigen: Die Nachfrage nach hochwertigen 16-Zoll-OLED-Displays für unterwegs wächst rasant. Das Gerät bringt Desktop-taugliche Farbgenauigkeit in ein kompaktes Format – und trifft damit den Nerv vieler mobiler Professionals.
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Leistungsstark und leicht: Das kann der ZenScreen OLED
Der neue ASUS-Monitor wiegt gerade einmal 680 Gramm und bietet ein 16-Zoll-OLED-Panel mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln. Entscheidend für Kreative: Die vollständige Abdeckung des DCI-P3-Farbraums. Über USB-C lässt sich das Display mit Strom versorgen – und lädt gleichzeitig den angeschlossenen Laptop.
Die technischen Messungen Mitte Juni ergaben eine Helligkeit von rund 293 Nits. Das liegt unter den vom Hersteller versprochenen 350 Nits. Die Farbwiedergabe überzeugte die Tester dagegen voll und ganz. Allerdings gab es Hinweise auf mögliches Panel-Flackern. Die Steuerung erfolgt über die hauseigene DisplayWidgetCenter-Software.
Konkurrenz belebt den Markt: Ugreen und neue Preise
Nur zwei Tage vor dem Test, am 12. Juni 2026, brachte Ugreen sein Konkurrenzmodell AP16 in den USA auf den Markt. Das Gerät setzt nicht auf OLED, sondern auf ein 16-Zoll-IPS-Display mit höherer Auflösung (2560 x 1600 Pixel) und einer flotten Bildwiederholrate von 165 Hertz. Der Preis: rund 350 Dollar. Mit 928 Gramm ist es deutlich schwerer als der ASUS, punktet dafür mit 500 Nits Helligkeit und einem Metallgehäuse mit magnetischem Standfuß.
Auch bei den Preisen für Dual-Screen-Lösungen tut sich etwas. Der ASUS ZenScreen DUO OLED MQ149CD – zwei 14-Zoll-OLEDs, die einen 20-Zoll-Arbeitsbereich ergeben – wurde am 12. Juni zu einem reduzierten Preis von umgerechnet rund 12.000 Rand angeboten. Zuvor lag der Preis bei 18.000 Rand.
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E-Ink als Alternative: Schonende Displays für Vielarbeiter
Der Markt entwickelt sich in verschiedene Richtungen. Am 12. Juni 2026 wurden Details zum Modos Flow bekannt, einem 13,3-Zoll-E-Ink-Portable-Display. Es nutzt ein E-Ink Carta 1300 Panel mit 60 Hertz und einer Auflösung von 3200 x 2400 Pixeln. Das Ziel: deutliche Reduzierung der Augenbelastung. Die monochrome Version startet bei umgerechnet rund 620 Dollar, die Farbvariante bei 720 Dollar. Der Versand ist für Dezember 2026 geplant.
Einige Hersteller gehen noch weiter. Im Sommer 2026 wurde die Infinity OLED Smart Purse vorgestellt – eine Handtasche mit integriertem OLED-Bildschirm, der sich per App personalisieren lässt. Die Luxus-Atelier-Edition kostet über 9.000 Dollar, eine Basisversion per Crowdfunding rund 800 Dollar.
ASUS bleibt die Nummer eins
Trotz neuer Konkurrenz: ASUS dominiert den Markt für portable Monitore weiterhin. Laut Branchendaten von IHS Markit hielt das Unternehmen in den ersten drei Quartalen 2019 einen globalen Marktanteil von 64 Prozent. Der Sektor wuchs damals um 46 Prozent, gefolgt von weiteren 27 Prozent im Jahr 2020. Firmenvertreter betonen, dass die ZenScreen-Reihe seit drei Jahren die Bestseller-Liste der großen Online-Händler in den USA, Europa, dem Nahen Osten und Afrika anführt.
Der entscheidende Treiber für die Verbreitung bleibt die einfache Konnektivität: Die meisten aktuellen Modelle benötigen nur ein einziges USB-C-Kabel für Bildsignal und Stromversorgung. Während High-End-Modelle wie die ZenScreen-OLED-Serie auf Farbtreue und schlanke Profile setzen, müssen Käufer im breiteren Markt oft Kompromisse eingehen – etwa bei der Audioqualität günstiger Geräte oder dem Verzicht auf integrierte Akkus.

