Der humanoide Roboter Atlas von Boston Dynamics zeigt in neuen Videos akrobatische Höchstleistungen – vom Handstandüberschlag bis zum Rückwärts-Salto. Diese Fähigkeiten sind der letzte Test für die Forschungsversion, bevor der Roboter in den Serieneinsatz bei Hyundai geht.
Die spektakulären Aufnahmen demonstrieren eine zuvor unerreichte Agilität und Balance. Atlas läuft sicher über vereisten Boden und vollführt turnerische Übungen in Perfektion. Hinter dieser Leistung steckt ein ausgeklügeltes System aus fortlaufender Ganzkörperkontrolle. Es kombiniert Sprungkraft, Flugkorrekturen und sanfte Landungen zu einer flüssigen Bewegung. Entwickelt wurde es mit Algorithmen und bestärkendem Lernen in Zusammenarbeit mit dem Robotics & AI Institute (RAI).
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Vom YouTube-Star zum Industriearbeiter
Die viralen Videos sind der Abschiedsauftritt der Forschungsplattform. Boston Dynamics gewährte auch einen Blick hinter die Kulissen – inklusive einer „Pannenshow“ mit vielen Stürzen während der Testphase. Sie zeigen, wie komplex die Nachahmung menschlicher Bewegungen ist.
Die neue, vollelektrische Version von Atlas wurde auf der CES 2026 vorgestellt und ist für den industriellen Einsatz konstruiert. Der Roboter kann Lasten von bis zu 50 Kilogramm heben. Im Vergleich zum hydraulischen Vorgängermodell ist die Enterprise-Version schlanker, robuster und vollautonom. Sie kann sogar eigenständig ihre Batterien wechseln. Für diese Leistung erhielt Atlas auf der CES die Auszeichnung als „Bester Roboter“ von CNET.
Der Plan für Hyundais Fabriken der Zukunft
Die Hyundai Motor Group verfolgt einen stufenweisen Plan für den Einsatz von Atlas. Die erste reale Anwendung ist für 2028 im Werk „Hyundai Motor Group Metaplant America“ (HMGMA) im US-Bundesstaat Georgia geplant. Dort sollen die Roboter zunächst mit der Teilebereitstellung und dem Materialtransport beginnen.
Nach einer Validierungsphase für Sicherheit und Qualität will Hyundai die Aufgaben ausweiten. Ab 2030 soll Atlas dann in anspruchsvollere Montageprozesse eingebunden werden. Die langfristige Vision: Humanoide Roboter übernehmen repetitive, körperlich anstrengende und gefährliche Jobs. Menschliche Mitarbeiter könnten sich so auf wertschöpfendere Tätigkeiten wie Überwachung und Training konzentrieren. Diese Strategie ist Kern von Hyundais „menschzentrierter Automatisierung“.
Wettlauf um den Fabrik-Roboter
Der Übergang von Atlas vom Forschungsobjekt zum einsatzbereiten Industrieroboter markiert eine Zeitenwende. Boston Dynamics und Hyundai liegen im globalen Rennen um kommerziell nutzbare humanoide Roboter vorn – mit Konkurrenten wie Teslas „Optimus“-Projekt im Nacken. Eine erfolgreiche Integration in eine der weltgrößten Auto-Fertigungen wäre ein machtvoller Proof-of-Concept. Sie könnte die Einführung in vielen Branchen beschleunigen.
Doch der Weg ist nicht ohne Hürden. Die geplante Einführung humanoider Roboter wird ein zentrales Thema in den anstehenden Tarifverhandlungen sein. Die Gewerkschaften bei Hyundai haben bereits signalisiert, dass der Einsatz neuer Robotik einer sorgfältigen Abwägung und Vereinbarung bedarf, um die Arbeitsplätze der Belegschaft zu sichern.
Alle Roboter für 2026 bereits vergeben
Mit dem Ende der Forschungsphase konzentriert sich Boston Dynamics nun voll auf die kommerzielle Atlas-Plattform. Die gesamte Produktion für 2026 ist bereits an Hyundai und den KI-Entwicklungspartner Google DeepMind vergeben. Neue Kunden will das Unternehmen erst 2027 aufnehmen.
Hyundai richtet ein „Robot Metaplant Application Center“ (RMAC) ein, um umfangreiche Datensätze für das Training robotischer Fähigkeiten speziell für Fertigungsumgebungen zu sammeln. Die systematische Erprobung von Atlas in laufenden Produktionsstätten wird in den kommenden Jahren entscheidend sein. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen die Fähigkeiten des Roboters verfeinern und eine nahtlose Integration humanoider Roboter in die Industrie ermöglichen.
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