Auracast: Neuer Funkstandard streamt Audio an unbegrenzt viele Empfänger

Bei der AHH 2026 präsentierte das Team digitale Hörversorgung und Auracast; Diagnostik und Feinanpassung erfordern weiterhin Präsenz vor Ort.

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Der Campus Hörakustik hat ein Expertenteam zur 12. Arab Hearing Health Conference (AHH 2026) nach Amman entsandt. Die Teilnahme an der Fachveranstaltung, die vom 24. bis zum 26. September 2026 stattfand, zielte darauf ab, den weltweiten Wissenstransfer im Bereich der Hörakustik voranzutreiben und die internationale Zusammenarbeit zu stärken.

Die Arab Hearing Health Conference gilt als eines der bedeutendsten Branchentreffen für Hörakustiker, Audiologen sowie Fachärzte für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) im Mittleren Osten und Nordafrika. Die Organisation umfasst Repräsentanten aus über 25 Mitgliedsländern und bietet damit ein zentrales Forum für den fachlichen Austausch in der Region.

Technologische Potenziale und die Rolle der Teleaudiologie

Ein Schwerpunkt der Beiträge des Campus Hörakustik lag auf der fortschreitenden Digitalisierung der Branche. Jakob Stephan Baschab erläuterte im Rahmen der Konferenz die Möglichkeiten und Grenzen der Teleaudiologie. Er betonte, dass diese technologische Entwicklung die Versorgung von Menschen mit Hörverlust zwar sinnvoll ergänzen könne, jedoch kein vollständiger Ersatz für die physische Präsenz vor Ort sei.

Insbesondere die Erstdiagnostik sowie die präzise Feinanpassung von Hörsystemen bleiben laut seinen Ausführungen Leistungen, die nicht durch teleaudiologische Verfahren ersetzt werden können. Die Technologie diene vielmehr dazu, die Erreichbarkeit und den Servicegrad in der Folgebetreuung zu erhöhen, ohne die fachliche Qualität der grundlegenden Anpassung zu beeinträchtigen.

Innovative Übertragungsstandards durch Auracast

Neben den Versorgungsstrukturen standen technologische Innovationen im Fokus der Expertenvorträge. Boris Ricking stellte dem internationalen Fachpublikum den Standard Auracast vor. Hierbei handelt es sich um eine Technologie, die es ermöglicht, Audiosignale per Funk an eine unbegrenzte Anzahl von Empfängern gleichzeitig zu streamen.

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Diese Form der Audioübertragung wird als zukunftsweisend für die barrierefreie Kommunikation in öffentlichen Räumen angesehen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bluetooth-Verbindungen, die meist auf eine begrenzte Anzahl von Geräten beschränkt sind, eröffnet Auracast neue Perspektiven für die Teilhabe von Menschen mit Hörsystemen bei Veranstaltungen oder in öffentlichen Gebäuden.

Regionale Vernetzung und Partnerschaften

Die Präsenz des Campus Hörakustik in Jordanien unterstreicht die wachsende Bedeutung des fachlichen Austauschs zwischen dem europäischen Raum und dem arabischsprachigen Markt. Mit über 25 beteiligten Ländern deckt die AHH einen weiträumigen Wirtschafts- und Versorgungsraum ab, in dem der Bedarf an modernen audiologischen Lösungen stetig wächst.

Im Kontext der internationalen Kooperationen wurde zudem die Struktur der Organisation 4A angeführt, die insgesamt fünf Partner umfasst. Solche Partnerschaften bilden das Rückgrat für den angestrebten weltweiten Wissensaustausch, um Standards in der Aus- und Fortbildung von Hörakustikern grenzüberschreitend zu harmonisieren.

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Die Ergebnisse der Konferenz in Amman verdeutlichen, dass der technologische Fortschritt in der Hörakustik zunehmend durch globale Netzwerke getragen wird.

Während Innovationen wie Auracast die technische Reichweite erhöhen, bleibt die fachliche Expertise bei der Anpassung und Diagnostik der entscheidende Faktor für die Qualität der Patientenversorgung. Der Campus Hörakustik positioniert sich durch die Teilnahme an der AHH 2026 als aktiver Gestalter dieses internationalen Wissenstransfers.