Auswärtiges Amt warnt vor Smartphone-Kontrollen in China

Deutsche Reisende müssen sich an chinesischen Grenzen auf Überprüfungen von Smartphones und Daten zugreifen einstellen. Die Maßnahmen basieren auf dem Anti-Spionage-Gesetz.

Das Auswärtige Amt rät deutschen China-Reisenden zu erhöhter Vorsicht. Grund sind verschärfte Kontrollen elektronischer Geräte durch chinesische Grenzbehörden. Diese können Smartphones und Kameras überprüfen und auf Daten zugreifen.

Was genau droht an der Grenze?

Die offiziellen Reisehinweise sprechen von einer systematischen Praxis. Reisende müssen sich auf Inspektionen ihrer Geräte und Befragungen einstellen. Die Maßnahmen sind Teil einer verschärften Überprüfung durch Sicherheitskräfte.

Besonders brisant: China hat die visumsfreie Einreise für Deutsche bis Ende 2026 verlängert. Mehr Besucher könnten somit mit den Kontrollen konfrontiert werden.

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Welches Gesetz steckt dahinter?

Die Befugnisse der Behörden leiten sich aus Chinas Anti-Spionage-Gesetz ab. Es erlaubt Grenzbeamten, Geräte von Ausländern zu kontrollieren und auf gespeicherte Daten zuzugreifen.

Die Kriterien für eine Überprüfung sind jedoch intransparent. Chinas Sicherheitsgesetze sind breit gefasst und können auch Aktivitäten umfassen, die hierzulande als normal gelten.

Wie tief können die Kontrollen gehen?

Die Bedenken sind nicht theoretisch. Bereits 2019 deckten Recherchen einen konkreten Fall auf: An der Grenze zu Kirgisistan installierten Beamte eine Spionage-App namens „Feng Cai“ auf Android-Smartphones.

Diese App konnte:
* Das gesamte Telefon durchsuchen
* Kontakte, SMS und Kalendereinträge auslesen
* Dateien mit einer Liste von über 73.000 verdächtigen Inhalten abgleichen

Der Fall zeigt das technische Potenzial der Überwachungsmaßnahmen.

Was bedeutet das für Touristen und Geschäftsleute?

Die Lage stellt Reisende vor ein Dilemma. Einerseits lockert China die Einreise, andererseits verschärft es die Kontrollen. Für Urlauber könnten private Fotos und Nachrichten eingesehen werden.

Für Geschäftsreisende besteht das Risiko von Wirtschaftsspionage, falls sensible Unternehmensdaten auf dem Gerät sind. IT-Experten raten daher oft zu einem separaten „Burner Phone“ ohne kritische Daten.

Wie kann man sich schützen?

Vorbereitung ist der beste Schutz. Diese Maßnahmen empfehlen sich:
* Nicht benötigte Daten vor der Abreise löschen oder extern sichern
* Ein frisch aufgesetztes Gerät nur mit nötigsten Apps mitnehmen
* Cloud-Dienste während des Aufenthalts mit Vorsicht nutzen

Die Kontrollen werden wohl Standard bleiben. Die visumfreie Einreise erleichtert den Zugang – doch der bewusste Umgang mit der digitalen Privatsphäre ist wichtiger denn je.

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