Autonome KI-Pentest verändern Cybersicherheit

Künstliche Intelligenz eröffnet Hackern neue Angriffswege, während Unternehmen vermehrt auf autonome Sicherheitstests setzen, um Risiken automatisiert zu reduzieren.

KI-Systeme schaffen neue Sicherheitsrisiken; zugleich prägen sie die Abwehr durch autonome Tests.

Eine aktuelle Studie, veröffentlicht am 13. Februar 2026 in Frontiers in Artificial Intelligence, zeigt, wie KI-Modelle neue Angriffsszenarien ermöglichen. Schon kleine, strategisch platzierte Eingaben können KI-Visionen täuschen – mit potenziell gravierenden Folgen. Für Unternehmen in Deutschland und der EU bedeutet das eine wachsende Angriffsfläche und die Notwendigkeit robuster Abwehrkonzepte.

Ein bekanntes Beispiel verdeutlicht die Gefahr: Winzige Änderungen an Verkehrszeichen reichen, damit KI-Systeme Objekte falsch interpretieren. Solche Angriffe könnten autonomes Fahren und sicherheitskritische Diagnostik deutlich gefährden.

Angreifer setzen KI gezielt ein, um Ziele schneller zu identifizieren und Verwundbarkeiten systematisch auszukundschaften. Große Sprachmodelle erzeugen Phishing-E-Mails, die noch glaubwürdiger wirken und Nutzer in großem Stil täuschen.

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Als Gegenmaßnahme beschleunigt die Branche autonome Penetrationstests. KI-gestützte Werkzeuge ahmen das Verhalten von Hackern nach, scannen kontinuierlich Systeme und testen Exploit-Ketten. Sie integrieren Attack Surface Management (ASM) und liefern Echtzeit-Einschätzungen der Risikosituation.

Der Sicherheitsmarkt für KI wird zunehmend differenziert: Von KI-Assistenz-Tools bis zu vollständig autonomen Agenten, die in Sandbox-Umgebungen arbeiten. Viele Systems lassen sich nahtlos in Cloud-Sicherheitswerkzeuge und Schwachstellenmanagement integrieren und helfen, den Nachholbedarf in großen Unternehmen zu reduzieren.

Der Trend verändert die Sicherheitsstrategie: DevSecOps wird Standard, da Entwicklungsgeschwindigkeit und IT-Komplexität menschliche Kapazitäten übersteigen. Die nächste Generation von KI-Defensive wird autonom arbeitende, lernfähige Agenten benötigen, um Bedrohungen in Echtzeit zu erkennen, zu reagieren und zu beheben.

Für Deutschland bedeutet dies eine Pflicht zur frühzeitigen Sicherheitsintegration in den Entwicklungszyklus. Die EU-KI-Verordnung verstärkt diesen Trend, indem sie Transparenz und Risikobewertung stärker verlangt.